Survival-/ Outdoor-Räuchern

Stelle Dir vor: Du strandest auf einer einsamen Insel, stürzt mit dem Flugzeug in unwegsamen Steppen- bzw. Waldgebieten ab oder verläufst Dich auf einer Wandertour und bist längere Zeit auf Dich allein gestellt.

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Survival-Räuchern in der Natur

In einer solchen Notsituation kommt unweigerlich die Frage nach dem Finden, Zubereiten und Haltbarmachen von Nahrung auf. Du kannst Dich in der Natur ohne große Hilfsmittel wie einem Räucherofen selbst behelfen und Lebensmittel haltbar machen. Die einfachste Möglichkeit in einer solchen Krisensituation ist das Trocknen bzw. Dörren der Nahrung an der Sonne, sofern es warm ist und die Sonne scheint. Ist dies nicht der Fall, dann kann die Trocknung am Feuer erfolgen: Als Survival-Räuchermethode kommt das Heißräuchern in einer einfacheren Variante zum Einsatz, die recht schnell geht. Dabei dient das Räuchern nicht nur zur generellen Konservierung, sondern hält zusätzlich auch Fliegen und andere lästige Insekten von Lebensmitteln fern.
Aber nicht nur für reine Notsituationen spielt Survival-Räuchern eine überlebenswichtige Rolle, sondern auch bei der Bevorratung von Proviant auf Outdoor-Reisen, wenn Bushcraft-Freunde im Dschungel, Wüste, Outback oder anderswo in der Wildnis unterwegs sind.

Anleitung zum Survival-Räuchern

Die folgende Anleitung zum Räuchern in der Natur aus Überlebensgründen ist dem Buch „Tierische Notnahrung. Überleben in der Natur“ von Johannes Vogel entnommen:

Anleitung zum Survival-Räuchern

  1. Zuerst wird eine Feuergrube ausgehoben, die in der Höhe, Tiefe und Breite etwa 30 cm misst.
  2. Entzünde nun ein Feuer in dieser Grube, um diese aufzuheizen.
  3. Sobald das Feuer abgebrannt ist, wird die Glut mit einer dicken Schicht von trockenen, daumendicken Stöcken bedeckt (z. B. Buche oder Wacholder).
  4. Auf diese Schicht werden nun die zu räuchernden Nahrungsmittel gelegt.
  5. Anschließend wird das Räuchergut zuerst mit einer weiteren Schicht Holz bedeckt, auf der wiederum eine Schicht von Rasenziegeln aufgetragen wird. In die Rasenziegel-Schicht wird eine kleine Öffnung eingebracht, aus der Rauch aufsteigen kann.
  6. Jetzt lasse die Lebensmittel etwa zwischen einer halben bis Stunde in der Grube räuchern.

Eine andere Methode des Räucherns ohne eine Feuergrube bauen zu müssen, ist das Räuchern in der Nähe eine Feuers. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Räuchergut weit genug von den Flammen entfernt liegt, denn sonnst verbrennt es. Alternativ kann es auf einem Holzrost gelegt werden, den man über das Feuer hängt.

Ebenfalls lässt sich aus umliegenden Steinen ein Mini-Ofen bauen, worin die Nahrungsmittel geräuchert werden können. Eine gute Anleitung hierzu liefert ebenfalls Johannes Vogel in Folge 3 seiner Survival Outdoor Videoreihe (Staffel 6).

 

Quellen:

  • Buzek, Gerhard: Das große Buch der Überlebenstechniken; Hamburg 2009, 272f.
  • Vogel, Johannes: Tierische Notnahrung. Überleben in der Natur; Stuttgart 2010, 152ff.
Veröffentlicht in Räuchern zur Haltbarmachung, Räucherverfahren / Räucherarten und getaggt in , , , , , , .