Räuchermedizin

Das Räuchern verbreitet nicht nur angenehme Düfte und sorgt für eine gute Atmosphäre im Wohnraum, sondern lässt sich auch für gesundheitliche Zwecke einsetzen. So werden beim Verbrennen von Räucherpflanzen und anderen Räuchersubstanzen bestimmte Duft- und Wirkstoffe freigesetzt, die einen Einfluss auf den menschlichen Körper und Geist ausüben.

Räucherstoffe – Ihre Wirkung auf Körper und Geist

Räuchern als Heilmittel

Ihre Hauptwirkung üben die beim Räuchern freigesetzten Stoffe speziell auf der neuronalen Ebene aus, mit der sich die Wissenschaft der Psychoneuroimmunbiologie näher beschäftigt. Dank der ca. 20 Millionen Riechzellen in unsere Nase gelangen die Duftsignale der verräucherten Substanzen in das Gehirn und beeinflussen von hier aus das menschliche Nervensystem. Außerdem werden beim Verbrennen Stoffe freigesetzt, die bewusstseinserweiternd wirken, weil sie bestimmte Gehirnaktivitäten verändern. Schließlich üben die Räucherstoffe auch einen speziellen Einfluss auf die Psyche aus (in den Räucherstoffen enthaltene Informationen wirken auf tiefe Bewusstseins-Ebenen), was bereits durch die Forschungen in der Aromatherapie belegt ist.

Bislang gibt es leider noch wenige medizinische Studien zur konkreten Wirkung des Räucherns auf den Menschen: Eine davon findet sich unter dem Titel „Medizinischer Rauch reduziert aerogene Bakterien“ im Journal of Ethnopharmacology und belegt eine desinfizierende Wirkung des Räucherns. So konnte bei einem einstündigen Räuchervorgang mit Hölzern sowie einer Mischung von Duft- und Medizinpflanzen (havan sámagri) beobachtet werden, dass sich die Anzahl der Bakterien um 94% reduzierte und diese Wirkung in einem geschlossenen Raum über 24 Stunden lang anhielt. Ebenfalls lassen sich aus dem Räuchern verwandten Bereichen (z.B. Aromatherapie) Rückschlüsse über den Einfluss von Düften auf den Menschen ziehen, da hier bereits etliche Studien existieren. Nachgewiesen ist die Wirkung von Gerüchen als solchen, die auf unseren psychischen und körperlichen Gesundheitszustand Einfluss haben – sie können ein breites Wirkungsspektrum von anregend bis beruhigend entfalten. Es gibt allerdings eine breit angelegte Studie des Masonic Cancer Centers der Universität von Minnesota in Minneapolis, die eine schädliche Wirkung von Räucherstäbchen und ähnlichem Räucherwerk bei exzessivem Gebrauch belegt. Laut dieser Studie erhöht sich das Risiko für eine Erkrankung an Krebs der oberen Atemwege.
Nach Fred Wollner ist zudem die symbolische Wirkung beim Räuchern (bewusstes Vollziehen des Räuchervorgangs), die durch Rituale verstärkt wird, ein nicht zu unterschätzender Faktor zur Heilung von Krankheiten.

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Traditionelle Räuchermedizin

Heilsames Räucherwerk

Das Verbrennen von Räucherwerk zählt zu den ältesten rituellen Praktiken der Menschheit, weil dem Rauch seit jeher magische und medizinische Eigenschaften zugeschrieben werden. So wird das Räuchern in der Volksheilkunde bereits seit vielen Jahrtausenden eingesetzt, denn die Menschen erkannten früh die positiven Wirkungen bestimmter Räucherstoffe auf die Gesundheit. So wird uns schon aus dem alten Ägypten vom Räuchern als Heilanwendung berichtet. Dort wurden die Kranken als solche oder nur bestimmte erkrankte Körperregionen beräuchert. Die Schamanen in den afrikanischen und südamerikanischen Kulturen heilen ebenfalls seit Urzeiten mit dem Rauch bestimmter Räucherpflanzen, indem sie diesen auf die betroffenen Stellen der Kranken blasen. Damit verbunden ist auch die Sichtweise, dass krankmachende Dämonen den Menschen befallen, die es mit Hilfe des Rauches zu vertreiben gilt. In Indien bildet das Räuchern einen wichtigen Teil in der ayurvedischen Medizin, wozu ausgewählte Räucherstoffe bei bestimmten Erkrankungen verwendet werden. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) setzt das Räuchern seit langem in der Moxabustion-Therapie ein, bei der aus Beifuß bestehende Moxakegel oder Moxastäbe (zigarrenförmige Stangen) nach dem Entzünden auf bestimmte Akupunkturpunkte des Körpers gestellt oder dicht darüber gehalten werden. Die Kombination aus Wärme und Räucherduft soll die geschwächten Stellen im Energiekreislauf (Meridiansystem) stimulieren, damit das Chi (Energie) fließen kann. Moxabustion wird sowohl zur Behandlung von Erkrankungen als auch zur Vorbeugung derselben angewandt. Den Japanern ist die Moxa-Therapie ebenfalls bekannt. In Tibet wird zur Behandlung von psychischen Erkrankungen geräuchert. Im westlichen Kulturkreis gehörte das Räuchern bis in die 60iger-Jahre des 20. Jahrhunderts zum festen Bestandteil in der Medizin bzw. Volksheilkunde. Dazu wurden in Apotheken unterschiedliche Räuchermischungen für Heilzwecke verkauft.

Räuchern als Medizin – Anwendungsmöglichkeiten

Die Anwendung von Räucherstoffen bei gesundheitlichen Beschwerden ist recht vielfältig. Einige traditionellen Anwendungsmöglichkeiten sind folgende:

  • Ängste
  • Appetitlosigkeit
  • Asthma
  • Beruhigung
  • Bronchitis, Husten & Erkältungen
  • Depression
  • Desinfektion der Raumluft
  • Hautprobleme, Geschwüre
  • Erschöpfung / Burnout
  • Immunschwäche / Stärkung des Immunssystems
  • Konzentrationsprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe
  • Lungenerkrankungen
  • Migräne
  • Müdigkeit
  • psychische Erkrankungen
  • Rheuma und Hautausschläge
  • Schlafstörungen
  • Schmerzlinderung
  • Stress
  • Traurigkeit
  • Übelkeit
  • Unruhe
Tipp! Generell empfiehlt es sich bei Erkrankungen die passenden Räucherstoffe heraus zu suchen und diese dann entweder einzeln oder als Räuchermischungen zu räuchern. Eine solche Genesungsräucherung sollte mehrmals wiederholt werden.

Anleitungen zur richtigen Verwendung von Räucherwerk und Ritualen zur Hausreinigung können in den folgenden Beiträgen nachgelesen werden:


Traditionelle Räuchermedizin: Heilen mit heimischen Kräutern und Harzen
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Die Heilkraft des Räucherns: Mit heimischen Blüten,Kräutern und Harzen

Heilendes Räucherwerk

In der Räuchermedizin gibt es eine Vielzahl an Räucherstoffen mit heilkräftiger Wirkung, von denen wir hier einige der wichtigsten von ihnen vorstellen:

Räuchermedizin

  • Arura-Nüsse: Arura wird in der tibetischen Räuchermedizin bei über 400 Krankheiten als Räuchermittel eingesetzt. Mehr zu Arura …
  • Beifuß: Nicht nur bei den nordamerikanischen Indianern, den antiken Griechen und unseren Vorfahren wird das Beifußkraut als Räuchermittel seit alter Zeit hochgeschätzt, sondern es hat auch eine wichtige Rolle in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) für die Moxa-Therapie inne. Mehr zu Beifuß …
  • Eukalyptus: Die Blätter des Eukalyptusbaumes werden von den Ureinwohnern Australiens (Aborigines) seit langer Zeit schon als Schutz vor Geisteskrankheiten, als Mittel gegen böse Geister, zur Klärung der Gedanken sowie zur Linderung von Krankheiten allgemein verräuchert. Ebenfalls werden die getrockneten Blätter bei Asthma geraucht. Mehr zu Eukalyptus …
  • Fichtenharz: Das Harz der Fichte soll gegen Rheuma und Ausschläge helfen. Das hat Harz bzw. ätherische Öl hat eine desinfizierende (keimtötende) und stärkende Wirkung. Ebenfalls können die Nadeln und Zapfen zur Desinfektion und Reinigung von Räumen verwendet werden. Im Mittelalter wurde Fichtenharz zur Bekämpfung von Seuchen wie der Pest verräuchert. Das gereinigte Fichtenharz (Burgunderharz) wurde bis Mitte des letzten Jahrhunderts für Heilzwecke in Apotheken angeboten. Mehr zu Fichtenharz …
  • Jasminblüten: Die Blüten des Jasminstrauchs wirken beim Verräuchern beruhigend, stärkend und aufhellend. Sie lassen sich hervorragend bei Depressionen und Stress einsetzen.Mehr zu Jasmin …
  • Kampfer: Dieser beliebte Räucherstoff wird schon sehr lange zur Reinigung und Desinfektion eingesetzt. Mehr zum Kampfer …
  • Kiefer / Zirbelkiefer: Das Kiefernharz wird seit alter Zeit zum Schutz vor Krankheiten und zur Stärkung der Lungen verräuchert. Die im Harz enthaltenen ätherischen Öle und Inhaltsstoffe wirken desinfizierend und reinigend. Bereits die heilige Hildegard von Bingen schätzte das Räuchern mit dem Zirbenharz aufgrund seiner desinfizierenden, keimtötenden sowie geruchsbindenden Wirkung. Das Kiefernharz (Colophonium) gab es im letzten Jahrhundert noch als Mittel zur Lungenstärkung in der Apotheke zu kaufen. Ebenfalls werden dem Rauch von Zirbe beruhigende Eigenschaften nachgesagt. Mehr zur Kiefer …
  • Lavendelblüten: Beim Räuchern hat der Lavendel eine starke desinfizierende und reinigende Wirkung. Zudem wirkt der Rauch von verräucherten Lavendelblüten aufhellend, beruhigend und klärend. Mehr zu Lavendel …
  • Lärchenharz: Diesem Harz werden positive Wirkungen bei Erkrankungen der Atmungsorgane nachgesagt und wurde in früheren Zeiten auch in Apotheken für solche Zwecke als Venetianisches Terpentin verkauft. Mehr zur Lärche …
  • Salbei / White Sage: Eines der traditionell wichtigsten Räucherkräuter ist der Salbei. Dieser ist bereits in nahezu allen Kulturen seit vielen Jahrtausenden als reinigendes Räuchermittel im Einsatz, um negative Energien und Krankheitsgeister zu vertreiben. Mehr zum Salbei …
  • Tannenharz: Wer unter Verschleimung der Bronchien litt oder Husten hatte, räucherte früher das Harz von Tannen als wirksames Mittel. Ebenfalls nutzen die nordamerikanischen Indianer das Harz der Balsamtanne als Räuchermittel bei Erkältungen und Husten. Sogar in der Apotheke wurde noch im letzten Jahrhundert das Tannenharz (Straßburger Terpentin) als Mittel bei Husten und Bronchialerkrankungen verkauft. Mehr zum Tannenharz …
  • Wacholder: Dem Räuchern von Wacholderbeeren wird nicht eine stark desinfizierende Wirkung, sondern auch eine positive Wirkung auf die Schleimhäute haben (u.a. bei Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen), wie bereits der berühmte Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp festgestellt hat. Wacholder lässt sich u.a. hervorragend zum Ausräuchern von Krankenzimmern einsetzen. Mehr zum Wacholder …
  • Weihrauch: Das Olibanum-Harz wird bereits seit Jahrtausenden auch für Heilzwecke eingesetzt, aufgrund der enthaltenen Inhaltsstoffe, die u.a. eine desinfizierende, entzündungshemmende, keimtötende sowie stimmungsaufhellende Wirkung haben. Neben der Anwendung als Räuchermittel, empfahlen fast alle berühmten Ärzte (u.a. Avicenna, Dioskurides, Celsus, Galen oder Hippokrates) den Weihrauch als Heilmittel in Form von Pulver, Pflaster, Salben oder als Kauweihrauch. Mehr zum Weihrauch …

Darüberhinaus gibt es eine große Anzahl weiterer Heilkräuter und Heilpflanzen, die sich zum Verräuchern eignen wie z.B. Alant, Rosenblüten, Sandelholz, Süßgras (Sweet Grass), Thymian, Rosmarin, Zimt oder Zedernholz.

Viele bekannte heilkundige Persönlichkeiten haben sich in der Vergangenheit auch mit dem Räuchern für die gesundheitliche Anwendung beschäftigt. Einige Beiträge solcher Räucherexperten finden sich hier:

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Quellen:

  • Besondere-Rauchzeichen, in: PressReader – Kurier: 2017-12-22 – Besondere Rauch-Zeichen, URL: https://www.pressreader.com/austria/kurier/20171222/282054802396877 (abgerufen am 06.12.2018)
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 68f.
  • Merz, Gerhard: Heilende Rituale mit Räucherwerk, Freiburg 2017, S. 24ff.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 165.
  • Räucherstäbchen können Krebs auslösen, in: Internisten im Netz, URL:
    https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/raeucherstaebchen-koennen-krebs-ausloesen.html (Stand: 05.10.2008)
  • The Science of Smudging: How Sage Actually Cleans Bacteria In The Air, in: Spirit Science, URL: http://thespiritscience.net/2015/11/26/the-science-of-smudging-how-sage-actually-cleans-bacteria-in-the-air/ (Stand: 26.11.2015)
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 86ff
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