Wie wird geräuchert? – Anleitung zum Räuchern von Räucherwerk

Räuchern / Räucherwerk - Anleitung

Es lassen sich drei verschiedene Formen von Räuchern ausmachen, die für das Verbrennen von Räucherwerk in Haus und Wohnung eingesetzt werden können. Alle Räuchermethoden haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der Auswahl empfiehlt es sich bezogen auf den Anlass für eine der jeweiligen Methoden zu entscheiden: Während für rituelle Zwecke sowie zur Reinigung von Haus und Wohnung eher das Räuchern mit Kohle in Frage kommt, so ist für eine feine Raumbeduftung oder zum Zweck des täglichen Gebets / Meditation das Räuchern mit Teelicht und Räuchersieb oder die Variante mit Räucherstäbchen bzw. Räucherkerze die bessere Wahl.

Variante I: Räuchern von Räucherwerk mit Kohle

Die erste und zugleich intensivere Räuchermethode ist jene mit Holzkohle, die wir hier ausführlich vorstellen.

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Anleitung zum Räuchern

Räuchergefäss mit Löffelchen

Folgende Räucherutensilien werden benötigt:

Als Grundlage für das Räuchergefäß eignet sich Sand, worauf dann die Kohle kommt. Dies hat den Vorteil, das der Sand die Hitze isoliert und zudem eine spätere Reinigung des Gefäßes einfacher macht. Große Stücke von Harzen, Hölzern etc. sollten vorher mit Mörser und Stößel zerkleinert werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

In den folgenden 4 Schritten der Räucherwerk-Anleitung lernst Du Räucherstoffe Deiner Wahl mit Hilfe von glühender Kohle richtig zu verräuchern. So funktioniert’s:

  1. Zuerst entfache die Holzkohle mit einem dafür passenden Anzünder. Anschließend lege die glühende Kohle in das dafür vorgesehene Räuchergefäß. Während dieses Vorgangs halte das Stück Kohle am Besten mit einer geeigneten Kohlenzange fest, weil es sehr schnell heiß wird.
    • Selbstzünderkohle kann einfach mit Streichhölzern oder Feuerzeug entzündet werden. Aufgrund des Selbstzündmechanismus glüht nach kurzer Zeit das gesamte Stück.
    • Naturkohle lässt sich am Besten mit Brenner, Lötlampe oder Elektroanzünder anmachen. Der Entzündungsvorgang ist zwar etwas zeitaufwendiger, aber dafür hat die Naturkohle weniger Nebengerüche und verfügt über eine längere Brenndauer.
  2. Nach Entzünden der Kohle musst Du diese mit Hilfe von Räucherfeder bzw. Räucherfächer ordentlich anfächern, damit sie gut durchglühen kann. Dazu kann die Kohle erst einmal für ein paar Minuten im Räuchergefäß liegen bleiben. Die Schnellzünderkohle raucht und knistert direkt nach dem Anzünden. Dabei läuft ein Funke durch die gesamte Kohle.
  3. Sobald sich die Räucherkohle weiß gefärbt hat und richtig glüht, beginne damit, kleine Portionen von Weihrauch, Myrrhe oder anderem Räucherwerk (Harze, Hölzer, Kräuter etc.) auf der Kohle zu verteilen. → Hinweis! Wenn Du zuviel Räucherwerk auflegst, besteht die Gefahr, dass die Glut erstickt. Das Auflegen der Räuchersubstanzen empfiehlt sich mit einem passenden Löffelchen.
  4. Wenn alles richtig gemacht wurde, sollte das Räucherwerk jetzt verdampfen und im Raum einen wohltuenden Duft verbreiten.
Tipp! Um während des Räucherns die Hitze der Kohle etwas zu reduzieren, empfiehlt es sich etwas Räuchersand auf die glühende Kohle zu streuen.
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Anleitung als Video

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Video-Link: https://youtu.be/s2Q3pn_Sqqo

Räuchern mit Hilfe von Räucherschale und Holzkohle.

Vor- und Nachteile

Das Räuchern mit Räucherkohle bringt sowohl einige Vor- als auch Nachteile mit sich:

  • Vorteile: typisch rituelles „Räucherfeeling“, bestimmte Räucherstoffe wie u.a. Weihrauch riechen beim Verbrennen auf Kohle viel intensiver, Räuchermethode ist ideal zur Reinigung von Räumen und Plätzen aufgrund der starken Rauchentwicklung
  • Nachteile: aufwendiger, zeitintensiver, höheres Sicherheitsrisiko (immer Brandgefahr Auge behalten), starke Rauchentwicklung (Stichwort: „Rauchmelder“), hoher Verbrauch von Räucherwerk (verbrennt schnell aufgrund der großen Hitze)

Variante II: Räuchern von Räucherwerk mit Stövchen und Sieb

Eine zweite Methode ist Verbrennen von Räucherwerk mit einem Stövchen und Räuchersieb. Diese wird wie folgt beschrieben angewendet.

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Benötigte Materialien / Räucherzubehör

Anleitung zum Räuchern für Räucherstövchen

Räuchern mit Räucherstövchen

Bevor losgelegt werden kann, muss zuvor noch das entsprechende Räucherzubehör besorgt werden:

Große Stücke von Harzen, Hölzern, Samen etc. sollten im Vorfeld mit Hilfe von Mörser und Stößel zerkleinert werden. Dann kann es auch schon losgehen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

In den folgenden 5 Schritten dieses Guides wird beschrieben, wie Du Räucherwerk Deiner Wahl auf einem Stövchen mit Sieb verräuchern kannst. So wird’s gemacht:

  1. Lege zuerst ein Teelicht unter in das Stövchen unter das Sieb.
  2. Als nächstes platziere das Räucherwerk (Weihrauch, Myrrhe etc.) per Hand oder mit Hilfe eines kleinen Löffelchens auf dem Sieb.
  3. Anschließend musst Du ein Teelicht entzünden und dieses auf die dafür vorgesehene Ablage ins Stövchen stellen.
  4. Warte jetzt etwas ab. Die Räucherstoffe fangen nach einer kurzen Zeit an langsam zu verbrennen bzw. verkohlen und verbreiten dabei einen wohlduftenden Rauch.
  5. Genieße nun den Wohlgeruch und entspanne Dich!
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Anleitung als Video

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Video-Link: https://youtu.be/U1vuvflGMUc

Räuchern mit Hilfe von Räucherstövchen und Teelicht.

Vor- und Nachteile

Das Räuchern mit Stövchen, Teelicht und Sieb bringt einige Vor- und Nachteile mit sich:

  • Vorteile: unkompliziertes Entzünden des Räucherwerks, kein Nebengeruch durch Holzkohle, Duft kommt sanfter zum Tragen, sparsamer Verbrauch von Räucherwaren (Räucherstoffe verbrennen langsamer und duften länger)
  • Nachteile: es fehlt etwas vom typisch rituellen Charakter des Räucherns

Variante III: Räuchern mit Räucherkerzen oder Räucherstäbchen

Anleitung - Räucherkerzen (Räucherkegel)Am einfachsten lässt sich natürlich mit Räucherstäbchen oder Räucherkerzen (Räucherkegeln) räuchern: Beide Arten werden jeweils an ihrer Spitze mit einem Feuerzeug oder Streichhölzern entzündet. Nun lässt man diese kurz für 1-2 Sekunden brennen und pustet die Flamme leicht aus. Wenn alles richtig gemacht wurde, sollte das Stäbchen oder der Kegel nun glühen und einen angenehmen Duft verbreiten. Jetzt können diese in einen geeigneten Halter (Stäbchenhalter, Räuchermännel etc.) gesteckt bzw. gestellt werden.

Achtung! Folgende Dinge sollten beim Räuchern immer beachtet werden:

  • Lasse niemals glühende Kohlen oder brennende Kerzen unbeaufsichtigt! Die Kohle sollte außerdem erst entsorgt werden, wenn sie vollständig abgekühlt ist.
  • Kinder sollten nicht ohne Aufsicht mit glühenden Kohlen oder brennenden Kerzen allein im Raum gelassen werden.
  • Lege immer eine feuerfeste Unterlage unter das Räuchergefäß, denn besonders Metallgefäße können sehr heiß werden.
  • Entferne alle leicht brennbaren Stoffe und Gegenstände wie bspw. Tischdecken oder Vorhänge aus der Nähe des Räuchergefäßes, da oft schon wenige Funken ausreichen, um diese zu entzünden.
  • Es sollte übrigens auch nicht in Räumen mit Rauchmeldern geräuchert werden, da diese – je nach Intensitätsgrad der Räucherung – womöglich Alarm schlagen werden.

Richtige Dosierung von Räucherstoffen

Je nachdem, ob Blüten, Harze, Hölzer, Kräuter oder Wurzeln verräuchert werden sollen, ist auch die Dosierung entsprechend zu wählen. Bei Harzen reichen bspw. oft schon kleine Stücke, um einen Raum intensiv zu beduften. Auch spielt die Größe der Räumlichkeiten eine entscheidende Rolle für die zu verwendende Menge an Räucherwerk. Schließlich gibt es eine Reihe an Räucherstoffen, die beißend oder verbrannt riechen und nicht in großen Mengen verräuchert werden sollten. Einige Duftstoffe entfalten sich zudem auch erst richtig im Raum, wenn der grobe Rauch sich verflüchtigt hat. Wer richtig mit dem Räuchern beginnt, sollte zuvor erst einmal die Räucherstoffe in kleinen Mengen austesten.

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