Räucherstövchen

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Räucherstövchen mit Schale

Was ist ein Räucherstövchen?

Beim Räucherstövchen handelt es sich um ein Räuchergefäß, mit dessen Hilfe sich einfach und bequem Räucherstoffe verbrennen lassen, die für eine Beduftung der Umgebung sorgen.
Du möchtest also schnell und einfach räuchern? Dann sollte Deine erste Wahl der Griff zum Räucherstövchen sein, denn dieses eignet sich hervorragend, wenn Dir das Räuchern mit Holzkohle zu intensiv und zu aufwendig ist.

Verschiedene Arten von Räucherstövchen

Die Räucherstövchen bzw. Weihrauchstövchen, welche zumeist aus Metall, Ton oder Stein bestehen und nach dem Prinzip des Tee-Stövchens zum Warmhalten einer Teekanne funktionieren, gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten:

  • ohne Sieb (ähnlich Aromalampe)

Diese Art ist zumeist aus gebrannten Ton oder Stein gefertigt und verfügt über eine Schale auf welche die zu verräuchernden Substanzen gelegt werden. Sie lässt sich auch als Aromalampe benutzen. Unter der Schale wird ein Teelicht entzündet und durch die entstehende Wärme werden die Räucherstoffe (Harze, ätherische Öle etc.) langsam verbrannt.

→ Tipp zur Reinigung! Am Einfachsten lässt sich ein solches Stövchen im erwärmten Zustand mittels Spülmittel und Reinigungstuch von Harzresten sowie anderen hartnäckigen Verschmutzungen reinigen.
  • mit Sieb

Diese Variante, die auch teilweise als Weihrauchbrenner bezeichnet wird, ist aus Metall (Messing, Kupfer etc.) hergestellt und ist mit einem feinmaschigem Metallsieb (aus Edelstahl) statt mit einer Schale versehen, auf die Räuchersubstanzen gelegt werden können, sofern sie nicht flüssig sind. Ebenfalls mit Hilfe eines Teelichts werden die Harze, Hölzer, Kräuter usw. dann verräuchert. Es gibt auch solche Varianten, die mit einem geschützten Behälter (also nicht die offene Form wie unten abgebildet) und Deckel geliefert werden, der über mehrere Löcher verfügt und mit dem sich das Sieb abdecken lässt. Auf diese Weise ist das Teelicht geschützt und es kann auch im Freien geräuchert werden.

→ Tipp! Bei flüssigwerdenden Substanzen (z. B. Balsame und Harze) empfiehlt es sich noch eine Schicht Alupapier auf das Metallsieb zu legen.

Eine orientalische Form des Räucherstövchens sind die Räuchertassen (siehe Abbildung unten), die besonders in arabischen Ländern wie Jemen oder dem Oman beheimat sind.

Vorteile von Räucherstövchen zur Holzohle

Das Besondere an solchen Stövchen ist der Vorteil, dass die Räucherstoffe langsamer verbrennen und einen feineren Rauch entwickeln, da im Duft keine Holzkohle-Note enthalten ist. Zudem qualmt es weniger beim Verräuchern. Vor allem für Blüten und Kräuter eignet sich das Räucherstövchen hervorragend. Es empfiehlt sich für all jene, denen das Räuchern mit Holzkohle zu intensiv oder zu aufwendig ist.

Anleitung zum Räuchern mit Stövchen und Sieb

  • Ausgangsbasis

Bevor es losgeht, werden noch einige dazugehörige Räucherutensilien benötigt:

  • ein Räucherstövchen, das mit einem Sieb versehen ist (ähnlich einer Aromalampe)
  • ein Teelicht
  • evtl. Löffelchen (für klebrige Substanzen
  • einzelne Räucherstoffe bzw. eine Räuchermischung Deiner Wahl

Sofern Du recht große Stücke von Harzen, Hölzern, Samen etc. hast, sollten diese vorher mit Hilfe von Mörser und Stößel zerkleinert werden. Dann kann es auch schon losgehen.

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  • Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Zunächst lege das Teelicht in das Stövchen unter das Sieb.
  2. Anschließend wird mit Hilfe des kleinen Löffelchens etwas von der Räuchmischung auf das Sieb gelegt.
  3. Entzünde jetzt das Teelicht.
  4. Nun gilt es nur noch abzuwarten. Nach einer kurzen Zeit sollten die Räucherstoffe anfangen zu schmelzen und dabei wohduftende Gerüche verströmen.

Der Vorteil dieser Methode ist das unkomplizierte Entzünden des Räucherwerks sowie ein Verräuchern ohne Nebengerüche durch Holzkohle.

  • Anleitung als Video

Räuchern mit Hilfe von Räucherstövchen und Teelicht.

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Quellen:

  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 75f.
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 15f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 22ff.