Räuchergefäße / Räuchergeräte

Was sind Räuchergefäße?

Räuchergefäße werden zum fachgerechten Verräuchern von duftenden Harzen, Rinden, Wurzeln, Kräutern, getrockneten Samen, Früchten oder anderen Substanzen benötigt. Auf diese Weise können Räucherstoffe kontrolliert abgebrannt werden, was nicht für nur mehr Sicherheit sorgt, sondern auch Einfluss auf die Duft- und Rauchentwicklung hat. Solche Gefäße gibt es im Handel in unterschiedlichen Varianten zu kaufen, die im Laufe der Zeit entwickelt wurden. Online können Räuchergefäße übrigens u.a. bei AmazonRäuchergefäße / RäuchergeräteWerbung bestellt werden sowie in auf Räucherwerk spezialisierten Shops, die ein umfangreiches Räuchergefäße-SortimentWerbung anbieten.

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Duftrauchbrenner

In China gibt es außerdem sogenannte „Duftrauchbrenner“ (chin. Boshan (xiang)lu) zum Verräuchern wohlriechender Substanzen, welche in der Vergangenheit besonders von Angehörigen zu Meditation und Kontemplation der Oberschicht, für religiöse Rituale sowie als Grabbeigaben verwendet wurden. Dabei handelt es sich um zumeist kelchförmige Gefäße aus Keramik und Stein (selten auch Metall) mit Unterschale, worauf ein konisch zulaufender Deckel in Form eines verzierten Berges sitzt. In diesem Deckel sind kleine Löcher eingearbeitet, aus denen dann der Rauch der verbrennenden Räucherstoffe austreten kann, was wie aufsteigende Nebelschwaden wirkt. Es gibt aber auch Duftrauchbrenner mit anderen Deckelformen bzw. Motiven, wie dem der Lotosknospe (buddhistischer Einfluss). Ähnliche Räuchergefäße (häufig aus Messing) gibt es aber auch aus Indien, die kunstvoll verziert sind und die beim Räuchern für eine mystische Atmosphäre sorgen (aufgrund von eingearbeiteten Öffnungen im Deckel). Eine beliebte Verzierung solcher Räuchergefäße ist übrigens die Craquelée-Keramik-GlasurWerbung (Glasur mit Haarrissen), welche ihren Ursprung in China hat.

Netzgefäße / Netzräuchergefäße

Netzgefäß / Netzräuchergefäß

Zu den Räuchergefäßen für Kohle-Räucherungen zählen auch die NetzgefäßeWerbung, die in der Regel aus Materialien wie u.a. Messing oder Speckstein bestehen. Beim Räuchern wird hierzu ein Stück glühender Holzkohle auf das großmaschige Netz gelegt und entzündet. Der Boden eines solchen Gefäßes sollte dabei mit Sand bedeckt sein, damit die glühende Asche darauf fallen und die Hitze entsprechend absorbieren kann.

Kaltverdampfer / Duftdose

Beim KaltverdampferWerbung handelt es sich um unterschiedliche Formen von Räuchergefäßen (z.B. als Duftsteine oder Duftdöschen), die ohne Wärme, und nur mittels Verdunstung funktionieren. Dabei werden entweder Duftöle / ätherische Öle auf spezielle Duftsteine getropft, die anschließend verdunsten und dabei einen Wohlgeruch an die Raumluft abgeben. Oder es werden feste Duftstoffe (z.B. Lavendel- oder Rosenblüten) in eine Dose gelegt, die dann ebenfalls die Luft mit einem feinen Duft erfüllen. Solche Kaltverdampfer sind in der Regel aus Holz oder Speckstein gefertigt.

Räucherfässer / Rauchfässer

Weihrauchfass mit Löffel

Das Rauchfass bzw. Weihrauchfass (lat. turibulum, thuribulum) ist ein Gefäß aus zwei Teilen, das an einer Kettenkonstruktion befestigt wird und in der Regel aus Materialien wie u. a. Bronze, Messing, Gold, oder Silber besteht. In der kirchlichen Liturgie kommt ein solches Fass sowohl in der orthodoxen als auch in der römisch-katholischen Kirche an verschiedenen Stellen im Gottesdienst zum Einsatz und wird vom Thuriferar (Ministrant) getragen. Im Rauchfass wird während der Liturgie Weihrauch auf glühender Holzkohle verbrannt und dabei die teilnehmenden Personen, Altar, Kreuz, Evangelium sowie das Allerheiligste nach einer bestimmten Form beweihräuchert.

Zum Räucherfass gehört auch passend dazu ein Weihrauchschiffchen (lat. navicula, naviculum) oder kurz Schiffchen. Damit wird ein Gefäß bezeichnet, in dem der Weihrauch während des Gottesdienstes aufbewahrt wird und von einem eigens dafür zuständigen Ministranten getragen wird.

► Mehr Hintergründe zu Bedeutung, Entwicklung und Funktionsweise dieses speziellen Räuchergeräts finden sich in folgendem Beitrag: Rauchfässer (Weihrauchfass).
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Räucherhäuschen (für Räucherkerzen)

Räucherhaus mit Räucherkerze

Im Erzgebirge gibt es bereits seit etlichen Jahren als Alternative zum traditionellen Räuchermännchen das sogenannte Räucherhäuschen, das häufig aus Holz oder Blech gefertigt ist. Zumeist lässt sich das Dach des Häuschens abheben, um im Unterteil auf dem Kerzenhalter das angezündete Räucherkerzchen platzieren zu können. Was die Gestaltung der Räucherhäuser angeht, so werden eher winterliche und weihnachtliche Motive oder aber solche mit Darstellungen von bekannten Märchen bevorzugt. Mittlerweile gibt es auch Räucherhäuschen, welche über die Besonderheit verfügen die glimmenden Räucherkerzen „kopfüber“ einzuhängen. Auf diese Weise brennen die Räucherkegel komplett ab.

Räucherkästchen

Ebenfalls sind im Orient sind seit dem Altertum Räucherkästchen verbreitet, die oftmals mit Inschriften versehen waren und eine große Bedeutung für das Räucheropfer, besonders im häuslichen Kult, besaßen. Archäologische Funde solcher Kästchen wurden u. a. im Libanon, in Mesopotamien (Assur, Babylon, Kis, Nipon, Uruk, Ur), Palästina und Südarabien gemacht. Diese waren aus Ton hergestellt und häufig mit geometrischen Ritzmustern geschmückt. Als Räucheropfer wurden in der Regel Fett, Brot, Gebäck, Weihrauch oder Myrrhe auf den Räucherkästchen verbrannt.

Es gibt aber auch moderne Formen von Räucherkästchen, die zum Abbrennen von Räucherstäbchen gefertigt wurden. Diese sind mit einem durchbrochenen aufklappbaren Deckel versehen und häufig mit Mustern verziert. Im Gegensatz zu einem Räucherstäbchenhalter haben sie den Vorteil, dass die Asche im Inneren aufgefangen wird und somit einer saubere Alternative darstellt.

Räucherkegelhalter

Räucherkegelhalter

Nicht nur das Erzgebirge kennt die Räucherkerzchen, sondern auch in Asien, insbesondere in Japan, sind Räucherkegel verbreitet. Hierzu wurde im Laufe der Zeit Räucherkegelhalter entwickelt, die es in unterschiedlichen Formen gibt: Ob als Teller, Kegel oder Box, die Varianten sind sehr vielseitig. Zumeist bestehen diese Räucherkegelhalter aus gebrannten Ton, Keramik, Speckstein oder Metall (Messing, Bronze, Kupfer etc.) und sind zweiteilig aufgebaut, indem sie eine abnehmbaren Oberteil und einen Unterteil besitzen. Der Räucherkegel wird dann auf das Unterteil gestellt und entzündet. Anschließend wird das Oberteil aufgesetzt und der Rauch kann aus den Öffnungen strömen.

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Räucherkelch

Beim Räucherkelch handelt es sich um ein Räuchergefäß in Form eines Kelches. RäucherkelcheWerbung gibt es in verschiedenen Farben und Materialien wie u.a. Metall, Ton, Keramik oder Speckstein, die häufig auch schmuckvoll mit Mustern und Ornamenten verziert sind.

Räucherlampe / Räucherlämpchen

Die Räucherlampe (auch Räucherlämpchen, Duftlampe bzw. Aromalampe genannt) ist ein Räuchergefäß, auf dem hauptsächlich ätherische Öle oder Duftstoffe mit etwas Wasser zum Verdampfen gebracht werden. Die Duftstoffe werden dabei auf einer Schale gegeben und über einer Wärmequelle (Kerze bzw. Teelicht) erhitzt, so dass sie verdampfen und ihren Duft an die Umgebung abgeben. Solche Räucher- bzw. Duftlampen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und aus unterschiedlichen Materialien (u.a. Keramik, Speckstein, Glas, Ton, Stein, Metall).
Früher bezeichnete man als Räucherlämpchen zudem auch langhaltige Räuchermittel, die auf zum Glühen gebrachtes Platin gestreut wurden und auf diese Weise für einen angenehmen Geruch sorgten.

► Weitere Hintergründe zur Entwicklung und Funktionsweise dieser Art von Räuchergerät finden sich in folgendem Artikel: Aromalampe (Duftlampe)

Räuchermännchen (für Räucherkerzen)

Ein aus dem Erzgebirge stammendes Räuchergefäß ist der mittlerweile weltberühmte Räuchermann (in erzgebirgischer Mundart „Raachermannl“ genannt), mit dessen Hilfe die ebenfalls dort hergestellten Räucherkerzchen verräuchert werden. Zumeist werden die Männchen aus heimischen Laubhölzern wie Birke, Buche, Fichte, Linde, Erle und Ahorn gedrechselt. Sie gehören zum festen Brauchtum des Erzgebirges in der Advents- und Weihnachtszeit. Mittlerweile gibt es Räuchermännchen in unzähligen Varianten, die oft traditionelle und regionale Berufe wie u. a. Bergmann, Bäcker oder Förster wiederspiegeln.

Räuchermuschel

Abalone-Muschel

Die indianische Tradition kennt den Gebrauch von Abalone-Muscheln (haliotis midae), die auch Seeohren oder große Seeschnecken heißen, zum Räuchern von Kräutern und smudge sticks. Dabei handelt es sich um eine perlmuttglänzende Süßwassermuschel (etwa 12-18 cm lang), die von Natur aus mit Löchern versehen (gewährleistet Luftzufuhr beim Verbrennen) und sich deshalb hervorragend zum Verräuchern von Pflanzen und anderen Stoffen geeignet ist.

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Räucherpfannen (Weihrauchpfannen)

Räucherpfanne

Die Räucherpfanne (auch Weihrauchpfanne) ist ein spezielles Räuchergefäß zum Räuchern von Räucherstoffen mittels Holzkohle, dass seinen Ursprung bereits im Altertum hat (siehe diverse Bibelstellen). Sie besteht in der Regel aus einer Schale, die mit einem aufklappbaren Deckel sowie einem Stiel aus Metall oder Holz versehen ist. Mit Hilfe des Stiels lässt sich die Räucherpfanne beim Räuchern anfassen und schwenken, ohne sich dabei die Finger zu verbrennen.
Im Handel gibt es heutzutage eine Vielzahl an verschiedenen Modellen von Räucherpfannen zu kaufen, die bei uns besonders in den alpenländischen Regionen traditionell verbreitet sind, in denen sie häufig zu Ritualen der Hausreinigung oder in den Rauhnächten zum Einsatz kommen.

► Ausführliche Informationen zu kultureller Bedeutung und Funktionsweise dieses Räuchergerätes können in folgendem gesonderten Beitrag nachgelesen werden: Räucherpfanne / Weihrauchpfanne.

Räucherschalen (Räucherbecken) & Räucherbecher

Räucherschale mit drei Füßen

Als Räuchergefäße eignen sich hervorragend Räucherschalen bzw. Räucherkelche (u. a. alte Teller, robuste Schalen), die am besten aus Keramik oder Stein gefertigt sein sollten, um die Wärme der glühenden Kohle gut zu absorbieren. Räucherschalen bestehen zumeist aus Materialien wie Metall, Porzellan, Ton oder Stein und sind traditionell mit drei Beinen ausgestattet. Sofern die Schalen über einen bzw. über mehrere Füße verfügen, ist das für die Handhabung noch besser, da man sich auf diese Weise nicht so schnell verbrennen kann.

Eine Form von Räucherschalen, die traditionell in Japan verbreitet ist, sind Räucherbecher. Diese sind in der Regel aus Keramik in Handarbeit hergestellt und verfügen über drei Füße.

► Weitere Hintergründe zu Bedeutung, Entwicklung und Funktionsweise dieser Form von Räuchergerät finden sich in folgendem Beitrag: Räucherschalen / Räucherbecher.
Räucherschale Azteke, rot/gelb

Räucherspiralen-Teller

Räucherspiralen-Halter (Ständer)

Für die in Asien (China, Indien, Japan) weit verbreiteten Räucherspiralen gibt es speziell dafür produzierte Teller aus Metall, mit deren Hilfe die Asche aufgefangen wird, die von den an der Decke hängenden Spiralen (sind dort mit dünnen Fäden befestigt) beim Verräuchern herunterfällt.

Für kleiner Ausführungen solcher Spiralen, die mehr für den Hausgebrauch bestimmt sind, gibt es im Handel zudem spezielle Ständer bzw. HalterungenWerbung mit einem integrierten Teller. Auf solchern Ständern werden die Räucherspiralen dann aufgesteckt und können auf diese praktische Weise umkompliziert verräuchert werden.

Räucherstäbchenhalter

Räucherstäbchenhalter

Für Räucherstäbchen gibt es speziell dafür hergestellte Stäbchenhalter. Besonders in Asien, wo die Stäbchen auch ihren Ursprung haben, gibt es einer Vielzahl verschiedener Formen von Räucherstäbchenhaltern. Diese sind zumeist aus Holz, Keramik, Speckstein oder Metall gefertigt und verfügen über ein gebohrtes Loch, in dem sich die Räucherstäbchen einstecken lassen. Solche Räucherstäbchenhalter sind zumeist reichlich verziert. Als Alternative zu diesen kunstvoll hergestellten Räuchergeräten dienen in Ländern wie z. B. Nepal oder Indien teilweise auch große Kartoffeln oder Pamelo-Früchte als Halter.

► Weitere Hintergründe zu Bedeutung und Funktionsweise dieser Form von Räuchergerät können in folgendem Beitrag nachgelesen werden: Halter für Räucherstäbchen.
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Räucherstäbchenhalter mit Rauchverteiler aus Sheeshamholz 30 cm

Räuchersäulen / Räuchertürme

Eine spezielle Form des Räucherstäbchenhalters stellt die zumeist sehr reich verzierte Räuchersäule bzw. der Räucherturm dar, womit ein schöner Räuchereffekt erzeugt werden kann. Häufig lassen sich mit Räuchersäulen nicht nur Räucherstäbchen, sondern auch je nach Konstruktionsweise der Säulen Räucherkegel verräuchern. Die Turmhalter sind aus Materialien wie Speckstein, Holz oder Keramik gefertigt.

► Mehr zu Bedeutung und Funktionsweise dieses Räuchergeräts können in folgendem Beitrag nachgelesen werden: Räuchersäulen / Räuchertürme.

Räucherstövchen (Weihrauchstövchen)

Räucherstövchen mit Sieb

Die Räucherstövchen bzw. Weihrauchstövchen, welche zumeist aus Metall, Ton oder Stein bestehen und nach dem Prinzip des Tee-Stövchens zum Warmhalten einer Teekanne funktionieren, gibt es in zwei verschiedenen Varianten:

  • mit Schale: Diese Art, die auch als Aromalampe verwendet werden kann, ist zumeist aus gebrannten Ton oder Stein gefertigt und verfügt über eine Schale auf welche die zu verräuchernden Substanzen gelegt werden. Unter der Schale wird ein Teelicht entzündet und durch die entstehende Wärme werden die Räucherstoffe (Harze, ätherische Öle etc.) langsam verbrannt.
  • mit Sieb: Diese Variante, manchmal auch Weihrauchbrenner genannt, ist aus Metall (Messing, Kupfer etc.) hergestellt und ist mit einem feinmaschigem Metallsieb statt mit einer Schale versehen, auf die Räuchersubstanzen gelegt werden können. Ebenfalls mit Hilfe eines Teelichts werden die Harze, Hölzer, Kräuter usw. dann verräuchert.
    → Tipp! Bei flüssigwerdenden Substanzen (z. B. Balsame und Harze) empfiehlt es sich noch eine Schicht Alupapier auf das Metallsieb zu legen.
► Mehr Hintergründe zu Bedeutung, Entwicklung und Funktionsweise dieses Räuchergefäßes finden sich in unserem folgenden Beitrag: Räucherstövchen.

Räuchertassen / Mabkhara (Dabqaad)

Räuchertasse aus dem Oman

Die Räuchertasse ist ein spezielles Räuchergefäß ähnlich einer Tasse (haben einen Henkel), das bereits seit Jahrtausenden im gesamten Orient verbreitet ist. Räuchertassen werden traditionell aus Ton hergestellt und können wahlweise mittels Holzkohle oder Teelicht betrieben werden, wobei in der Regel die Kohle-Räuchermethode zum Einsatz kommt. Sie sind dem Räucherstövchen und der Aromalampe ähnlich: Die Räuchermischungen bzw. einzelnen Räucherstoffe werden auf eine eingearbeitete Schale gelegt und verdampfen durch die starke Hitzeentwicklung. Zumeist sind Räuchertassen schmuckvoll mit Ornamenten und bunten Farben verziert. Sie können auf den Basaren Arabiens sowie fast des gesamten Nahen Ostens gekauft werden.

► Ausführliche Informationen zu Geschichte, kultureller Bedeutung und Funktionsweise dieses Räuchergefäßes finden sich in folgendem gesonderten Beitrag: Räuchertassen / Mabkhara (Dabqaad).
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Räuchertopf

Die Räuchertöpfe waren früher zumeist mit Ketten versehen, um sie besser tragen zu können und für diverse Räucherrituale (u. a. zur Reinigung, Aussegnung) zu verwenden. Diese bestehen in der Regel aus Metall wie Bronze oder Messing, können aber auch aus anderen Materialen wie Porzellan oder gebrannten Ton bestehen. Antike oder asisatische Räuchertöpfe sind oftmals mit 3-4 Beinen versehen sowie mit allerlei religiösen Symbolen verziert.

Für die Verwendung solcher Töpfe empfiehlt es sich, diese mit fein pulverisierter Holzasche oder Meeressand zu füllen, auf die dann die glühende Kohle gelegt wird. Dadurch wird eine bessere Verbrennung gewährleistet.

Räucherurne

Räucherurne

Eine alte Form von Räuchergefäßen sind Räucherurnen, die heute nur noch auf Floh- und Antikmärkten erworben werden können. Diese wurden konzipiert, um Räucherbänder fachgerecht abbrennen zu lassen. Hierzu wurde das Ende eines Räucherbandes durch die enge Spalte des Urnendeckels gezogen. Anschließend wurde dann das Bandende etwa 25 mm aus der Urne herausgezogen und entzündet. Sobald das Band brennt, wird es wieder ausgepustet, so dass es nun verglimmen kann. Wenn das Räucherband bis zum Ende der Spalte runtergebrannt ist, geht es automatisch aus, sofern es nicht weiter herausgezogen wird.

Weihrauchbrenner

Ein solches Gefäß besteht traditionell aus Keramik, Meerschaum oder Ton und ist auf der arabischen Halbinsel (u. a. Jemen, Oman) beheimatet. Häufig ist der Weihrauchbrenner als kleiner Turm gearbeitet und setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem Unterteil (ist mit tür- und fensterähnlichen Öffnungen versehen) und einem Oberteil (ist zumeist in Kuppel gearbeitet).

Tipp! Neben den Räuchergefäßen gibt es eine Vielzahl weiterer Duftgeräte, die nach anderen Prinzipien funktionieren. Eine Übersicht solcher Geräte gibt es hier: bester-raumduft.info

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Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, 20ff.
  • Hirzel, Heinrich: Die Toiletten-Chemie; Leipzig ³1874, S. 355f.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 75f., 90f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 19.
  • Martinetz Dieter / Lohs, Karlheinz / Janzen, Jörg: Weihrauch und Myrrhe. Kostbarkeiten der Vergangenheit im Licht der Gegenwart; Berlin 1989, S. 114f.
  • Pierer’s Universal-Lexikon, Band 13; Altenburg 1861, S. 846.
  • Pfeifer, Michael: Der Weihrauch. Geschichte – Bedeutung – Verwendung; Regensburg 1997, 19-31.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 210f.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S.37ff.
  • Wollner, Fred: Räucherwerk und Rituale. Die vergessene Kunst des Räucherns; Waltenhofen/Hegge 1992, S. 101-103.
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