Räucherkugeln (Räucherbällchen)

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Was sind Räucherkugeln?

Bei den Räucherkugeln handelt es sich um eine Form von Räucherwerk, die besonders im alten Ägypten (siehe „Kyphi“-Mischung) und in Japan (hier als „Nerikoh-Bällchen“ bezeichnet) zu finden ist. Solche Räucherbällchen oder Räucherperlen werden in der Regel auf Kohle bzw. auf einem Räucherstöffchen verbrannt, da sie nicht selbstbrennend sind wie Räucherstäbchen oder Räucherkerzchen.

Nerikoh – Japanische Duftkugeln

Nerikoh – Japanische Duftkugeln

In Japan werden solche Räucherbällchen zumeist bei der berühmten Tee-Zeremonie verbrannt. Sie verfügen häufig über einen feineren und sanfteren Duft als wie Räucherstäbchen. Die Nerikoh werden sehr behutsam aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zutaten (oft bis zu 20 Stück) hergestellt: Hierzu werden die einzelnen Substanzen (u. a. Honig der chinesischen Wicke bzw. der jap. Bergkastanie, Pflaumenmus) zu Pulver verarbeitet, gesiebt und mit heißen Wasser verührt. Anschließend wird der Teig in ein Keramikgefäß gefüllt, verschlossen und für den Reife- und Gärungsprozess (dauert bis zu drei Jahren) vergraben. Nach dem Ausgraben des Teiges können nun die Räucherbällchen (Nerikoh) geformt werden.

Verwendung von Räucherkugeln

Die Räucherkugeln können auf zwei verschiedenen Weisen angewendet werden:

Räucherkugeln (Räucherbällchen)

  1. Die klassische Anwendung ist die Räucherung auf glühender Holzkohle.
  2. Die zweite Möglichkeit ist die sogenannte trockene Verräucherung. Hierbei werden die Räucherkugeln auf eine Aromalampe gelegt und durch die Wärme des Teelichtes zum Schmelzen gebracht. Der Duft verbreitet sich im Raum ohne dabei Rauch zu entwickeln.

 

Überblick zum Räucherwerk (Räuchermittel)

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, 253-254.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 100-101.
  • Wollner, Fred: Räucherwerk und Rituale. Die vergessene Kunst des Räucherns; Waltenhofen/Hegge 1992, S. 98-100.