Räucherwerk (Räuchermittel) im Überblick

Räucherwerk / Räuchermittel als Übersicht

Im Laufe der menschlichen Geschichte haben sich in den verschiedenen Kulturen unterschiedliche Formen von Räuchermitteln entwickelt. Aktuell sind im Handel (stationäre Läden, Onlineshops etc.) die folgenden Arten von Räucherwerk erhältlich, die sich nochmal in selbstbrennende und nicht selbstbrennende Räucherprodukte unterscheiden lassen:
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selbstbrennendes Räucherwerk

nicht selbstbrennende Räuchermittel


Neben den Erklärungen zu den einzelnen Arten von Räuchermitteln, wird das japanische Räucherwerk in folgendem Beitrag noch einmal gesondert betrachtet:

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Was ist Räucherwerk?

Räucherwerk / Räuchermittel

Unterschiedliche Räuchermittel

Als Räucherwerk werden vom Menschen hergestellte Präparate bezeichnet, die beim Abbrennen bzw. Verkokeln einen angenehmen Duft bzw. Geruch erzeugen und bestimmte Wirkstoffe freisetzen. Solche Räuchermittel setzen sich in der Regel aus Pflanzen (Bestandteile wie Balsame, Harze, Blüten, Wurzeln, Hölzer, Rinde, Kräuter, Samen oder Früchte), Pilzen, ätherischen Ölen / Essenzen, tierischen Sekreten, Mineralien oder anderen Materialen zusammen. Bei der Auswahl solcher Substanzen werden nur jene genommen, die genügend Rauch und Duftstoffe abgeben. Einige Formen von Räucherwerk sind mit Bindemitteln (u.a. Holzkohle, Stärke) versehen, um eine feste Konsistenz (z.B. Räucherkerzen, Räucherkugeln, Räucherstäbchen, Räucherspiralen) zu erhalten. Dazu werden die zerkleinerten Räucherstoffe mit dem Bindemittel zu einem Teig bzw. zu einer Paste verarbeitet und anschließend geformt oder in eine Form gepresst und im Anschluss getrocknet. Bei anderen Arten (bspw. Räucherbündel, smudge sticks) werden Pflanzenfasern, Stengel, Kräuter etc. zusammengebunden. Darüberhinaus werden auch die einzelnen Räucherstoffe als Räuchermittel bzw. Räucherwerk bezeichnet. Räuchermischungen (hierzu zählen auch Räucherpulver) und reine Pflanzenstoffe werden in speziellen Räuchergefäßen mit glühender Kohle erhitzt oder auf einem Räucherstövchen mit Sieb und Teelicht verbrannt, wohingegen die meisten vorgeformten Räucherwaren in der Regel selbstständig abbrennen und dazu nur in eine spezielle Halterung (z.B. Räucherstäbchenhalter) eingesetzt werden müssen.

► Eine Anleitung zum richtigen Verbrennen von Räucherwerk kann in folgendem Beitrag nachgelesen werden: Räucherwerk-Anleitung.

Konkret als Räuchermittel gelten auch spezielle Stoffgemische, die zur Erzeugung von Insektiziden, rodentiziden Dämpfen oder Rauch als Schutzmittel (zur Begasung) für Pflanzen und Vorräte gegen Schädlinge eingesetzt werden (Fumigantien).

Räucherwerk – Räucherstoffe

Verschiedene Formen von Räucherwerk

Kultische Nutzung von Räucherwerk

Kulte & Religionen - Räucherwerk

Räucheraltar mit brennendem Räucherwerk

Wenn man das Räuchern im Verlauf der Geschichte betrachtet, so dienten Räucherstoffe seit Beginn stets der Verehrung von Göttern. Solange wir historisch zurückblicken können, war der Gebrauch von Weihrauch und anderem Räucherwerk fast ausschließlich dem kultischen und spirituellen Zweck vorbehalten. Dafür gibt es schriftliche bzw. bildliche Darstellungen und Zeugnisse der Archäologie, angefangen von den alten Hochkulturen zwischen Euphrat und Tigris, den Pharaonenkulturen im alten Ägypten, der minoischen Kultur auf Kreta bis hin zu den hinduistischen bzw. buddhistischen Kulturen in Indien, China oder Japan sowie alle jenen Völkern, die in der Bibel Erwähnung gefunden haben. Erst bei den Römern kommt es hier zu einem Bruch, weil sie Räucherungen im großen Stil für private und staatliche Zwecke einführten. Es gab aber auch andere große Kulturen, wie der indianische Kulturkreis in Amerika oder unsere europäischen Vorfahren (Kelten, Germanen etc.), die mit Räucherungen ihre Naturgötter verehrten. Aktuell kommt Räucherwerk hauptsächlich sowohl im religösen Umfeld (u.a. christliche Kirchen, Buddhismus, Hinduismus, Schamanismus), für private Beduftungs-, Heilungs- und Reinigungszwecke (als Schutz vor bösen Geistern, für eine positive Atmosphäre in Räumen) als auch in der Esoterik (z.B. für magische Rituale) zum Einsatz.

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