Rosmarin (rosmarinus officinalis)

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Was ist Rosmarin?

Rosmarin (rosmarinus officinalis) ist ein im Mittelmeerraum heimischer Strauch, der eine Höhe von über 2 Metern erreichen kann. Er zählt zu den beliebtesten Gewürzen und wird auch gern als Räuchermittel genutzt. Der Begriff „Rosmarin“ kommt vom Lateinischen „rosmarinus“ und lässt sich mit „Tau des Meeres“ übersetzen. In der Antike war Rosmarin der Göttin Aphrodite geweiht und galt als Symbol für Liebe und Schönheit.

Rosmarin räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Rosmarin (Kraut) als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreiten die getrockneten Rosmarin-Nadeln (entweder ganz oder zu Pulver zermahlen) einen kraftvoll-krautigen Rauch, der mit einer würzigen Note versehen ist.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Rosmarin hat eine desinfizierende und reinigende Wirkung. Er stiftet Ruhe und Zufriedenheit, stärkt das Selbstvertrauen und fördert einen klaren und wachen Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Rosmarin gut mit anderen Räucherpflanzen wie u. a. Eukalyptus, Fichte, Kampfer, Minze, Salbei, Thymian, Wacholder, Weihrauch oder Zeder kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • Bereits im alten Ägypten wurde Rosmarin für rituelle Räucherungen eingesetzt. Besonders in Reinigungsritualen fand Rosmarin als Räuchermittel Anwendung. Zudem war Rosmarin in England und Frankreich zu früheren Zeiten ein beliebtes Räucherwerk für Liebeszauberräucherungen. Ebenfalls wird die Pflanze traditionell als Schutzmittel vor schwarzer Magie und bösen Geistern bzw. negativen Energien verräuchert.

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Anwendung als Heilmittel

Rosmarin – Räucherpflanze / Gewürz

Seit alter Zeit wird Rosmarin als Heilmittel für verschiedene Beschwerden benutzt. Mönche führten den Strauch und dessen Gebrauch als Heilpflanze im ersten Jahrhundert nach Christus in Mitteleuropa ein. Aufgrund seiner stimulierenden Wirkung auf den menschlichen Kreislauf wird er gerne als Nerventonikum verwendet. In Form von Tee, Wein oder als Gewürz eingenommen, hilft er besonders bei Blähungen, Erkältungen, Erschöpfungszuständen, Hämorrhoiden, Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgien oder bei Magen- und Darmbeschwerden. Als Bad, Tinktur oder Einreibung (ätherisches Rosmarinöl) lässt sich Rosmarin auch hervorragend für äußere Beschwerden wie Gicht, Ekzemen und anderen Hautausschlägen, Haarausfall, bei Ischias oder Muskel- und Gelenkrheumatismus einsetzen. In Frühjahr und Herbst, wenn die Grippe grassiert, sind wöchentliche Räucherungen mit Rosmarin aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung zu empfehlen.

Im Mittelalter sprach man Rosmarin eine schützende Funktion vor der Pest zu.

Weitere Verwendung

  • Neben der Myrte wird Rosmarin traditionell als Brautkranz verwendet. Auch wird er in einigen Regionen zur Herstellung für den Brautstrauß genutzt.
  • Zudem wurde das Kraut den Toten als Beilage mit ins Grab gegeben, um den den Leichengeruch zu überdecken.
  • In ländlichen Regionen galt Rosmarin auch als Lebensorakel, dessen Blühen oder Nichtblühen das Schicksal eines Kranken aufzeigte.
  • Heutzutage zählt Rosmarin zu den beliebtesten Küchengewürzen (besonders in der mediterranen Küche) und fehlt in fast keinem Haushalt. Vor allem in Gerichten mit Fleisch, Käse und Gemüse sorgt das Kraut für ein gutes Aroma.
  • Früher verwendete man Rosmarin auch in Parfüms. Dazu löste man das ätherisches Rosmarin-Öl mit Hilfe von Weingeist aus und setzte dieses in Parfüms ein.

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Übersicht räucherbarer Nadeln, Blätter und Zweige
 
Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 96
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Himmlische Düfte. Aromatherapie. Anwendung wohlriechender Pflanzenessenzen und ihre Wirkung auf Körper und Seele; München ⁴1990, S. 146ff.
  • Fuchs, Christine: Räuchern – im Rhythmus des Jahreskreises. Die Kraft der Natur durch achtsam gestaltete Räucherrituale im Jahreslauf erfahren; Stuttgart 2015, S. 154.
  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 152f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 144.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 137f.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 165f.