Rhododendron (rhododendron lepidotum)

Rhododendron - Räucherwerk

Was ist Rhododendron?

Rhododendron als Räucherwerk

Rhododendron – Räucherpflanze

Rhododendron (rhododendron lepidotum, rhododendron anthopogon), der im Nepalesischen „Lali Guran“ heißt, ist ein Kraut, das zur Pflanzenfamilie der Heidekrautgewächse (ericaceae) gezählt wird. Die Pflanze hat ihren Ursprung in der zentralen Himalajaregion (Langtang), wo etwa 200 verschiedene Sorten in einer Höhe von 2.000 bis 4.000 Metern Höhe wachsen, wobei lediglich der Zwerg-Rhododendron (Himalaya-Rhododendron) von den Tamang und den Tibetern als Räuchermittel genutzt wird. Rhododendron ist die offizielle Blume des Königreichs Nepal und verfügt über ein stark duftendes Harz, welches in Stielen und Blättern enthalten ist.
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Rhododendron räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Rhodoendron - Räucherpflanze

Rhodoendron – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Verräuchern verströmen die Blätter und Zweige des duftenden Zwerg-Rhododendrons einen weichen, süß-fruchtigen und warmen Duft, der eine blumig-harzige Note besitzt und nach frischem Holz riecht.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Rhododendron hat eine anregende und klärende Wirkung auf den menschlichen Geist und soll dabei helfen neue Kraft zu schöpfen. Dem Rauch wird außerdem eine schützende Eigenschaft nachgesagt, der schlechte Geister und Krankheiten vertreibt. Ebenfalls soll er dabei helfen, den Kontakt zu Göttern und Geistern aufzunehmen.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen empfiehlt es sich Rhododendron zusammen mit Räucherstoffen wie u.a. Adlerholz, Angelika, Cascarilla, Rosmarin, Rose, Sadebaum, Sandelholz oder Wacholder zu kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die Tamang und Tibeter räuchern jeden Morgen vor ihrem Hausaltar unter Gesängen als Opfergabe an die Götter einige Blätter des Rhododendrons in einer mit glühenden Kohlen gefüllten Tonschale. Das soll zudem eine positive Wirkung auf das eigene Karma sowie dem der Familie haben. Die Schamanen der Tamang setzen Rhododendron bei vielen ihrer Rituale und Heilungszeremonien ein. Außerdem ist das Kraut einer der Hauptbestandteile für ein tibetisches Räucherpulver, das am heiligen Ort Bodnath (nahe Katmandu) verräuchert wird.

Exkurs: Sunpati

Bei Sunpati (rhododendron lepidotum) handelt es sich um einen speziellen Hochgebirgs-Rhododendron, der im Himalaya beheimatet ist und dort traditionell von den Schamanen der Sherpa und den Tamang (tibetisches Volk) als Reinigung- und Schutzmittel verräuchert wird.

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Anwendung als Heilmittel

In der Volksmedizin wurde Rhododendron vielfach eingesetzt und verwendet.

TotenkopfVorsicht! Die Einnahme von Rhododendron kann zu leichten bis schweren Vergiftungen führen wie u.a. Erbrechen, Übelkeit, Schweißausbrüche, Magen- und Darmbeschwerden, Durchfall, verlangsamte Herztätigkeit, Schwindelgefühl, schwacher Puls bis hin zum Koma und Tod durch Atemstillstand.

 

Übersicht räucherbarer Blätter und Zweige

 
Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 188f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 107.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 135f.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 164.