Eukalyptus (eucalyptus globulus)

Werbung

Was ist Eukalyptus?

Eukalyptus (Blätter) – Räucherpflanze

Der Eukalyptusbaum (eucalyptus globulus), der aufgrund seiner gummiartigen Blätter auch Blaugummibaum genannt wird, gedeiht besonders in Australien (inkl. Tasmanien), Indonesien, Südafrika, Südamerika und Südeuropa. Dabei gibt es über 600 Arten, von denen die meisten bis zu 70 Meter groß werden können. Sein Name ist griechischen Ursprungs und setzt sich aus „gut“ (eu) und „versteckt“ (kalyptos) zusammen.

Welche Arten von Bäumen gibt es?

Es gibt über 600 Arten von Eukalyptusbäumen, die sich in folgende vier Untergattungen unterteilen lassen:

  • Eudesmia: ca.20 Arten.
  • Nothocalyptus: eine Art
  • Symphyomyrtus: ca. 450 Arten
  • Monocalyptus: ca. 140 Arten

Kulturelle Bedeutung

In Australien wird die Pflanze bereits seit Jahrhunderten von den Aborigines als Heil- und Räucherpflanze genutzt. Ebenso verwenden die Ureinwohner Südamerikas die Blätter als Räucherwerk, um auf diese Weise ihrer Seele die Energie der Pflanze zu verleihen. In Peru verwenden die Indios das Eukalyptusholz ähnlich dem Palo Santo als heiliges Holz. Hierzu werden Holzstücke für Reinigungszwecke verbrannt.

Eukalyptus räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Eukalyptus – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Geräuchert werden zumeist die getrockneten Blätter, das Holz und die Früchte. Beim Verbrennen verströmen die Blätter von Eukalyptus einen recht eigenen minzigen Duft, der mit einer harzig-herben Note versehen ist.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Eukalyptusblättern hat eine klärende, reinigende und Kraft verleihende Wirkung auf den menschlichen Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lassen sich Eukalyptusblätter hervorragend mit Räucherstoffen wie u.a. Galgant, Kiefer (Harz), Kalmus, Kampfer, Lavendel oder Mentholkristallen kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die Ureinwohner Australiens verräuchern die Blätter als Schutz vor Geisteskrankheiten und als Schutzmittel vor bösen Geistern.

Anwendung als Heilmittel

In früheren Zeiten wurden die Eukalyptus-Blätter von den australischen Aborigines verbrannt, um auf diese Weise Krankheiten zu bekämpfen, da sie glaubten, dass die Hitze Kranke verlässt und ins Feuer geht.

Heutzutage werden die Blätter und vor allem das antibakteriell wirkende ätherische Öl, das mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen gewonnen wird, medizinisch in Erkältungsmitteln (für Inhalation, als Bad oder Einreibung) bei Beschwerden wie u. a. Bronchitis, Erkältungen, Grippe oder Husten genutzt. Hauptsächlich werden dazu die beiden Eukylptusarten „eucalyptus globulus“ sowie „eucalyptus citriodora“ verwendet. Letztere aufgrund ihres frischen, zitronigen Geruchs, der besonders bei Kindern Anwendung erfährt.

Die Eukalyptus-Blätter lassen sich auch in Form von Tee trinken oder äußerlich bei Akne, Herpes, Insektenstichen, Gicht, Gelenk- und Muskelschmerzen, Entzündungen, Neuralgien etc. auftragen.

Weitere Verwendung

  • Eukalyptus galt im 19. Jahrhundert als insektenabwehrendes Mittel. Besonders in Australien wurden die getrockneten Blätter früher häufig als Schutz vor Insekten wie z.B. Kakerlaken oder Silberfischen in Schubladen und Schränken ausgelegt.
  • Der Baum wird aufgrund seines schnellen Wachstums in vielen Regionen der Erde zur Holzgewinnung angebaut.
  • In Australien dient der Eukyptusbaum als Hauptnahrungsquelle für die Koalabären und einige weitere Beuteltiere.
  • Das Eukalyptusöl wird ebenfalls in der Bienenpflege als Mittel gegen Milbenbefall verwendet.

Werbung

Übersicht räucherbarer Blätter und Zweige
 
Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Himmlische Düfte. Aromatherapie. Anwendung wohlriechender Pflanzenessenzen und ihre Wirkung auf Körper und Seele; München ⁴1990, S. 80ff.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 241.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 95.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 73.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 145.