Estragon (artemisia dracunculus)

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Was ist Estragon?

Estragon – Räucherpflanze

Bei Estragon (artemisia dracunculus), auch Biertram, Dragon, Dragun oder Kaisersalat genannt, handelt es sich um eine krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (asteraceae), die vornehmlich auf feuchten, humusreichen Böden gedeiht und eine Wuchshöhe von bis zu 150 cm erreichen kann. Sie hat ihren Ursprung in Süd- und Mittelasien (besonders Sibirien), wird aber heutzutage weltweit kultiviert. In den Kräutergärten Europas findet sich Estragon seit dem Mittelalter. Die Pflanze weist eine nahe Verwandtschaft zum Wermut auf. Der Name „Estragon“ leitet sich vermutlich vom lateinischen Wort „Dracos“ (Drache bzw. Schlange) ab, da man früher glaubte, dass die Blätter Bisse von Giftschlangen heilen würden.

Kulturelle Bedeutung

Die ältesten Belege zur Nutzung des Krautes sind etwa 2.000 Jahre alt und lassen sich in China finden. Aber auch im alten Ägypten war das Gewürz unter der Pharaonin Hatschepsut (ca. 1490 bis 1468 v. Chr.) bereits als Destillat in Duftölen und Parfüms im Einsatz. Solche Duftöle wurden anschließend in den ägyptischen Tempeln als Opfer an die Götter verbrannt, wobei verschiedene Duftöle auch unterschiedlichen Göttern zugeordnet waren. Estragon war der Gottheit Isis geweiht. Im Griechenland der Antike war Estragon als „drakos“ (Schlange, Drache) bekannt und wurde dort als Zaubermittel verwendet. Ab Mitte des 12. Jahrhunderts verbreitete sich seine Verwendung auch im Nahen Osten aus und ab etwa dem Ende des 13. Jahrhunderts dann in Europa.

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Estragon räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Estragon als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreiten die getrockneten und zerkleinerten Blätter einen krautigen und süßen Duft.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Estragon hervorragend mit anderen Räucherstoffen wie Erdrauch, Kerbel, Myrte, Petersilie, Rosmarin oder Thymian verräuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • In früheren Zeiten wurde er geräuchert, um Haus und Hof vor dem Bösen zu schützen.

Anwendung von Estragon als Heilmittel

Bereits bei Plinius wird das Kraut als Heil- und Gewürzpflanze erwähnt. In der Volksmedizin wurde sie besonders bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenbeschwerden, Nierenträgheit oder Wassersucht eingenommen. Außerdem wurden Estragonblätter beim Biß giftiger Tiere sowie bei Rheuma und Muskelkrämpfen aufgelegt.

Die Pflanze hat nachweislich eine harntreibende, verdauungs- und gallenflussfördernde Wirkung.

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Weitere Verwendungszwecke

  • Besonders als Gewürz erfreuen sich die jungen Triebe oder Blätter von Estragon einer großen Beliebtheit und wird u. a. zum Würzen von Aperitifs und Kräuterlikören, Essig, Geflügel, Senf, Marinaden, Soßen, Salat oder zum Einlegen von Gurken verwendet.
  • Darüberhinaus wird die Pflanze in der Kosmetikindustrie zur Herstellung Parfüm eingesetzt.

 

Übersicht räucherbarer Blätter, Nadeln und Zweige