Coca / Koka (erythroxylum coca)

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Was ist Coca (Koka)?

Der Cocastrauch (erythroxylum coca), auch Coca oder Koka genannt, ist ein immergrüner Strauch, der eine Höhe von bis zu 2,5 Metern erreichen kann und wächst traditionell in den Anden von Peru, Bolivien bis Kolumbien in Höhen zwischen 300 und 2.000 Metern. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Cocastrauch aber auch in Ceylon, Indien und Java eingeführt.

Kulturelle Bedeutung

Kokastrauch – Räucherpflanze (Botanischer Garten)

In der heutigen Zeit wird die Pflanze zur Blättergewinnung (enthalten Kokain) auch in Brasilien, Teilen von Afrika, Indonesien und Sri Lanka angebaut. Die Ausfuhr der Samen aus diesen Ländern ist durchweg verboten, so dass diese nur schwer zu erhalten sind. Seit Jahrhunderten werden die Coca-Blätter von den Bewohnern der Anden gekaut (eine solche Kauperiode, die „Coqueada“ genannt wird, dauert ca. zwei Stunden), da sie dabei helfen Hunger, Müdigkeit und Kälte zu verdrängen. Dazu werden Blätter zusammen mit gelöschtem Kalk als Bissen eingenommen und gekaut. Der Kalk entzieht den Cocablättern das darin enthaltene Kokain. Zudem sind die Blätter ein wirksames Mittel gegen die Höhenkrankheit. Außerdem nutzen die Ureinwohner Südamerikas die Blätter der Coca-Pflanze, die sie als heilig verehrten, auch für kultische Zwecke. So verwendeten die Indios Coca u.a. als Mittel zur Kontaktaufnahme mit ihren Ahnen und Göttern. Nach alten indianischen Überlieferungen übergab Manco Capac (stieg einst vom Titicacasee hinab), der Sohn von PachaMama („Mutter Erde“), den Menschen die Cocapflanze, um die Betrübten zu erheitern, den Müden und Erschöpften neue Kräfte zu bringen sowie die Hungrigen zu sättigen. Die Tochter von PachaMama heißt MamaCoca.

Im Jahr 1859 isolierte der deutsche Chemiker Albert Niemann erstmals Kokain (weißes Pulver) aus den fermentierten Blättern der Pflanze durch Säure-Base-Extraktion, um daraus ein schmerzstillendes Medikament herzustellen. Im 20. Jahrhundert avancierte Kokain dann zu einer weit verbreiteten Droge.

Coca räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Coca-Blätter (Cocastrauch) – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreiten die getrockneten Koka-Blätter einen leichten, weichen und aromatischen Duft, der eine laubartige Note hat.

  • Wirkung

  • Die Wirkung von Coca-Rauch ist anregend und stimulierend.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lassen sich Cocablätter hervorragend mit anderen Räucherstoffen wie u.a. Copal, Damiana, Hanf und Tolubalsam kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • Bereits bei den Inkas wurden die Blätter des Coca-Strauches in den Tempeln als Opfergabe an die Götter verbrannt. Die Inka-Führung, die das Monopol über Coca inne hatte, teilte die Blätter für rituelle Zwecke sowie für die schwere Arbeit auf den Feldern zu. Zumeist war die Verwendung von Coca auserwählten Persönlichkeiten der Oberschicht vorbehalten.

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Anwendung als Heilmittel

Schon seit vielen Jahrhunderten wird Coca von den Indios als schmerzstillendes Medikament verwendet.

Die getrockneten Blätter von Coca werden in Lateinamerika gern als Tee bei Magenbeschwerden eingesetzt, dessen Geschmack etwas grasig ist. Heutzutage wird das Alkaloid Cocain (auch Cocainhydrochlorid) aufgrund seiner schmerzstillenden Wirkung u.a. bei chirurgischen Eingriffen verwendet.

Vorsicht! Coca wirkt anregend und es besteht die Gefahr abhängig von der Pflanze zu werden.

Weitere Verwendung

  • Als Tee wirkt Coca ähnlich wie schwarzer Tee oder Kaffee. Das Kauen der Blätter hat eine stimulierende Wirkung auf Körper und Geist. Es verursacht eine euphorische und auch aphrodisierende Wirkung sowie das Gefühl über starke Kräfte zu verfügen.
  • In Peru und anderen Andenregionen ist Coca in Form von Tee („Mate de Coca“) als eine Art National-Getränk weit verbreitet.
  • Die Inkas nutzten Coca auch als Glücksbringer.
  • Ebenso wird Coca in der Andenregion als Genußmittel wie bei uns der Wein eingesetzt. So bieten sich Freunde beim Besuch gegenseitig Coca-Blätter an.

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Übersicht räucherbarer Blätter und Zweige
 
Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 88.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 59ff.