Buchsbaum (buxus sempervierens)

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Was ist ein Buchsbaum?

Buxbaum – Räucherpflanze

Der Buchsbaum (buxus sempervierens) ist eine immergrüne Pflanze, die zur gleichnamigen Familie der Buchsbäume (bxus) gehört und kann eine Wuchshöhe von bis zu 8 m erreichen kann. Der Baum ist in Mitteleuropa, Nordafrika, Südwesteuropa und Westasien beheimatet. Seinen Namen hat der Buxbaum vom lateinischen Wort „buxus“, dessen Ursprung wiederum auf den altgriechischen Namen „pyxos“ zurückgeht, den Theophrast dem Buxbaum gegeben haben soll. Weitere Bezeichnungen für den Buchsbaum sind u.a. Bosbaum, Bossebaum, Boyschebaum, Buchs, Buchsboum, Buschbom, Bussbom, Buxbaum, Katzepissbäumche, Palm, Palmenberg, Pikesbum, Poxbaum, Puchsbaum und Puhs.

Kulturelle Bedeutung

Traditionell gilt der Buchsbaum bereits seit den Germanen als Symbol für das Leben. In den nördlichen Ländern gelten die Buchszweigen in der katholischen Kirche zudem als Ersatz für die Palmzweige und werden in der Liturgie des Palmsonntags (als Schmuck von Kreuzen und dem Hergottswinkel) geweiht. Diese Zweige (auch Buchs genannt) werden dann am Karfreitag verbrannt und die Asche wird am Aschermittwoch des Folgejahres den Gläubigen als Aschekreuz auf die Stirn aufgetragen.

Buchsbaum räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Buchsbaum (Blätter) als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmen die getrockneten sowie zerkleinerten Blätter, Holzspäne und Zweige einen feinen frischen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Buchsbaum wirkt beruhigend (leicht narkotisch), entspannend und klärend auf das Gemüt.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Buchsbaum am Besten zusammen mit anderen Räucherpflanzen (insbesondere Harze) wie u. a. Boldo, Efeu, Eibe, Fichte, Gundermann, Helmkraut, Mistel, Poleiminze, Sage oder Wacholder verräuchern. Besonders in winterlichen Mischungen (z.B. für die Wintersonnwende) ist Buchsbaum ein beliebtes Räuchermittel.

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Anwendung als Heilmittel

Schon in der Antike verwendete man Buchsbaum als Mittel bei Husten, Fieber (z.B. Malaria) sowie Magen- und Darmbeschwerden. Früher wurden Blätter und Rinde zusammen außerdem als Rheumamittel verabreicht. Aufgrund seiner Giftigkeit wird der Buchsbaum aber heute nur noch homöopathisch benutzt. Das aus den Blättern destillierte Öl soll bei Hämorrhoiden und Zahnschmerzen helfen.

Vorsicht! Die Blätter sind giftig und können zu Atemlähmung, Durchfall, Erbrechen und Krämpfen führen. Deshalb sollte Buchsbaum lediglich zum Räuchern verwendet werden.

Weitere Verwendungszwecke

  • In früheren Zeiten wurde das in den Blättern enthaltene Buxin als Haarwuchsmittel sowie zur Pferdepflege eingesetzt.
  • Bereits die alten Römer fertigten laut Plinius aus dem Holz des Buxbaumes Dosen und Kästchen. Aber auch noch heutzutage erfreut sich das Holz in Drechslereien einer großen Beliebtheit u.a. zur Herstellung von Holzblasinstrumenten, Geigen oder für Schachfiguren.
  • Zudem dient der Baum bereits seit den alten Griechen und Römern als Zierbaum in der Gestaltung von Landschaftsgärten. Im 13. Jahrhundert wird dann erstmals durch Albertus Magnus der Anbau des Buchsbaums auch in Deutschland erwähnt.
  • Teilweile werden die Zweige des Buchsbaums auch statt Tannenzweigen für Adventskränze und Weihnachtsschmuck verwendet.
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Übersicht räucherbarer Blätter, Nadeln und Zweige