Sonstige Räucherstoffe

Nicht nur die Welt der Pflanzen stellt uns Räucherstoffe zur Verfügung, sondern auch die der Tiere. Außerdem gibt es einige mineralische Stoffe, die ebenfalls verwendet werden können und die wir hier kurz darstellen möchten. So haben die Menschen im Laufe der Zeit gelernt auch tierische und mineralische Stoffe für ihre Räucherrituale zu kultivieren.
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Wir bieten hier eine Übersicht zu jenen Stoffen, die schon seit Jahrtausenden als Räucherwerk in den verschiedenen Kulturen und Völkern erprobt sind. Die wichtigsten Substanzen werden jeweils in einem eigenen Artikel näher erklärt.

tierische Räucherstoffe

Besonders tierische Räucherstoffe verfügen in der kulturellen Anwendung über eine wichtige Bedeutung, wobei besonders Amber und Moschus als wichtige Substanzen hervorzuheben sind, die zudem auch als Duftstoffe in Parfüms und anderen Kosmetikprodukten nicht wegzudenken sind.

Tierische Räucherstoffe

  • Ambra: Unter Ambra (physeter macrocephalus) wird eine wachsähnliche und harzige Substanz verstanden, die aus Darm und Magen des Pottwals hergestellt wird. Mehr Informationen zu Ambra …
  • Babylonia (babylonia zeylanica): zu Pulver (Puder) gemahlene Schalen von Meeresschnecken
  • Bibergeil: Als Bibergeil (auch Castoreum genannt) wird das Sekret aus den Drüsensäcken (Castorbeutel, Geildrüsen, Geilsäcke) des Bibers bezeichnet, das heutzutage aus Gründen des Artenschutzes nur noch synthetisch produziert wird.
  • Bienenwachs
  • Flussschwamm, Süßwasserschwamm, Badiaga (spongilla fluviatilis, spongilla lacustris) → Schwamm
  • Ghee → Bezeichnet das reine Öl der Butter von Kühen und zählt zu den ayurvedischen Räuchermitteln. Es hat eine goldgelbe Farbe und ist von weicher bis flüssiger Konsistenz.
  • Honig (mel) → feste Form (zerkleinert)
  • Angebot
  • Hyraceum (procavia capensis) → fermentierte Exkremente der Klippschliefer
  • Echter Moschus: Unter echtem Moschus (moschus moschiferus) wird ein Dufststoff verstanden, der von den Drüsen des Moschushirsches stammt, einer Hirschart die heute vom Aussterben bedroht ist. Heutzutage wird Moschus deshalb synthetisch hergestellt. Mehr Informationen zu Moschus …
  • Karmesin → Ein roter Farbstoff, der von der Koschenille (Insekt) gewonnen wird und im Alten Testament als Räucherwerk Erwähnung findet.
  • Ko-ko (Cuddy-Muschel)
  • Krötenschleim (bufo alvarius)
  • Kuhdung → Gehört ebenfalls zu den ayurvedischen Räuchermitteln und wird dort im Rahmen der Yanjňas verbrannt.
  • Propolis: Als Propolis wird das Kittwachs der Bienen bezeichnet, das die Bienen von Nadel- bzw. Laubbäumen sammeln und anschließend mit Sekret und Bienenwachs mischen. Dieses Wachsharz hat eine dunkle feste, leicht zähe Form. Mehr Informationen zu Propolis …
  • Zibeth als Räuchermittel

  • Räucherklaue: Als  Räucherklaue bzw. Teufelsklaue (Onycha) werden die Deckel von unterschiedlichen Arten der Flügelschnecke (hauptsächlich von der „blatta byzantina“) bezeichnet. Diese finden schon seit biblischen Zeiten als Räucherwerk Verwendung. Mehr Informationen zur Räucherklaue …
  • Renthierhaar
  • Zibet: Unter Zibet bzw. Zibeth (vom arab. „Zabad“ = Moschus) wird ein Sekret bezeichnet, welches ursprünglich aus den Drüsen der Zibetkatze gewonnen wurde. Heutzutage wird Zibet fast ausschließlich synthetisch hergestellt.

 

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Flechten (Moose) & Pilze

Es gibt etliche Flechten bzw. Moose und Pilzsorten, die im Laufe der Zeit als Räucherstoffe kultiviert wurden.

Moose, Flechte & Pilze

  • Bartflechte, Baumbart (usnea barbata) → Moos
  • Birkenporling (piptoporus betulinus) → Baumpilz
  • Eichenmoos (evernia prunastri) → Moos
  • Fliegenpilz (amanita muscaria) → Pilz
  • Irlandmoos, Knorpeltang, Carraghenmoos (chondrus crispus) → Moos
  • Isländisches Moos (cetraria islandica) → Moos
  • Magic Mushrooms (psylocybe spp.) → Pilz (getrocknet)
  • Mutterkorn (claviceps purpurea) → Getreidepilz
  • Ling Zhi, Ling Chih, Reishi (ganoderma lucidum) → Baumpilz
  • Schiefer Schillerporling, Chaga, Tschaga (inonotus obliquus) → Baumpilz
  • Zunderschwamm, Zunderpilz (fomes fomentarius) → Pilz (getrocknet)

mineralische / fossile Räuchersubstanzen

Ebenfalls gibt es auch eine Reihe von Mineralien und Kristallen, die sich als Räuchersubstanzen einsetzen lassen.

Mineralien / Kristalle – Sonstige Räucherstoffe

  • Agtstein: Unter Agtstein (auch Gagat, Jett, Pechkohle, Judenpech, Steinpech, Bergpech, Schwarzstein, schwarzer Bernstein) wird bituminöse Kohle aus dem Harz der Araucaria (Schuppentannenart) bezeichnet, die ca. 170 Mio. Jahren alt ist. Diese hat eine dunkelbraune bis schwarze Farbe und ist ein leichtes, brennbares sowie mittels Reiben elektrostatisch aufladbares Material.
  • Alaun → kristallisiertes wasserhaltige schwefelsaure Doppelsalz von Kalium und Aluminium (Kaliumaluminiumsulfat)
  • Asphalt, auch Naturasphalt → Dabei handelt es sich um ein dunkelbraun bis schwarzes, zähes oder festes Gemisch, das durch geologische Prozesse entstanden ist.
  • Bernstein: Bei Bernstein (succinit) handelt es sich um ein 20 und 200 Millionen Jahre altes fossiles, versteinertes Harz, das ursprünglich von unterschiedlichen Nadeläumen (Kiefer, Pinie, Zeder und Zypresse) stammt. Mehr Informationen zu Bernstein …
  • Kupfersulfat → Granulat
  • Menthol-Kristalle
  • Salz (sal) → pulverisiertes Salz
  • Schwefel: Beim Schwefel (lat. sulpur, sulfur) handelt es sich um einen gelben, nichtmetallischen Feststoff. Seit ca. 5000 Jahren wird dieser Stoff aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung schon als Heil- und Räuchermittel verwendet. Mehr Informationen zum Schwefel …
  • Zitronensalz → pulverisiertes Salz
  • Zucker → Pulver (als Bestandteil von einigen arabischen Räuchermischungen)
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Überblick der Räucherstoffe