Vanille (vanilla planifolia)

Vanille - Räucherwerk

Was ist Vanille?

Vanille (Schoten) - Räucherpflanze

Vanille (Schoten) – Räucherpflanze

Die Vanille (vanilla planifolia), auch Bourbon-Vanille, echte Vanille, Gewürzvanille oder mexikanische Vanille genannt, ist eine lianenartige Orchideen- und Kletterpflanze, die zur gleichnamigen Gattung Vanille gehört und in Mittel- und Zentralamerika (hauptsächlich Mexiko) beheimatet ist. Heute wird die Pflanze aber vorwiegend in Indonesien, Madagaskar, Ostafrika sowie auf vielen Inseln des Indischen Ozeans (u. a. Réunion) kultiviert. Sie gilt als Königin aller Gewürze. Ihren Namen hat diese Orchidee vom spanischen „vainilla“, was sich mit „kleine Hülse“ bzw. „kleine Schote“ übersetzen lässt. In der indianischen Sprache heißt Vanille soviel wie „wohlriechender Ast“, was vermutlich auf die Azteken zurückgeht.
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Historische Bedeutung

In ihrem Herkunftsland Mexiko wurde die Vanille bereits von den indianischen Kulturen lange vor der Entdeckung Amerikas durch die Europäer verwendet. Die Azteken gaben der Orchidee den Namen „cacixanatl“, was übersetzt „tiefgründige Blume“ heißt. Bei ihnen galten die Schoten der Pflanze teilweise sogar als Zahlungsmittel und sie ließen sich von dem unterworfenen Volk der Totonaken mit Vanilleschoten Tribut bezahlen. Letztere wussten um den Anbau der Pflanze gut Bescheid. Bei den Indio-Völkern wurde Vanille oft zusammen mit Kakao konsumiert. Über die spanischen Konquistadoren kam die Pflanze dann auch nach Europa, wo Spanien lange Zeit das Monopol für ihren Handel inne hatte und die Pflanze anfangs als Delikatesse nur für Reiche zugänglich war. Erst ab etwa dem 19. Jahrhundert begann ihre weitere Verbreitung durch die Niederlande.

Vanille räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Vanille (Blüte) - Räucherwerk

Vanille (Blüte) – Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern vebreitet die die getrocknete, ausgekratzte sowie zerkleinerte Vanilleschote (also die Schotenrinde) einen süßlich-krautigen Duft, der auch nach Vanille riecht.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Vanille hat eine entspannende und harmonisierende Wirkung auf Körper und Geist des Menschen. Zudem wirkt er sinnlich.

  • Räuchermischungen

  • Die Räuchervanille lässt sich sowohl pur als auch in Räuchermischungen mit anderen Räucherpflanzen wie u. a. Alant, Damiana, Johanniskraut, Königskerze, Linde (Blüten), Mädesüß, Rose (Blüten), Sandelholz oder Styrax verwenden.

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Anwendung als Heilmittel

In der Homöopathie wird Vanille als Aphrodisakum sowie bei Impotenz als Tinktur eingenommen.

Weitere Verwendungszwecke

Traditionell wird Vanille zur Aromatisierung von Kakao und Schokolade eingesetzt, wobei dieser Brauch schon auf die Azteken und Inkas zurückgeht. In ihrer Verwendung als Gewürzpflanze ist diese Orchidee besonders beliebt in süßen Speisen (u. a. in Backwaren, Nachspeisen wie Cremes, Desserts und Puddings). Dazu wird das Mark (Samen) der Schoten genutzt, das hierzu ausgekratzt werden. Die restliche Rinde der Vanillestangen lässt sich aber auch noch verwerten, indem sie in Zucker eingelegt wird und anschließend zu einem eigenen Vanillezucker weiter verarbeitet wird. Das bekannte Vanillepulver besteht aus den gemahlenen Samenkörnern der Pflanze und kann alternativ zu den Schoten im Hausgebrauch genutzt werden.
 

Übersicht räucherbarer Früchte und Samen

 

Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 216f.
  • Fuchs, Christine: Räuchern – im Rhythmus des Jahreskreises. Die Kraft der Natur durch achtsam gestaltete Räucherrituale im Jahreslauf erfahren; Stuttgart 2015, S. 160f.
Vanille (vanilla planifolia)
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