Tonkabohnenbaum (dipteryx odorata)

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Was sind Tonkabohnen?

Tonkafrucht – Räucherpflanze

Der Tonkabohnenbaum (dipteryx odorata), auch Toncabaum oder Cumaru genannt, gehört zu den traditionellen Räucherpflanzen und gedeiht im nördlichen Südamerika (u. a. in Nordbrasilien, östliches Peru, Venezuela, Französisch-Guayana, Guyana sowie Surinam), auf Trinidad sowie im tropischen Afrika (vor allem Kenia, Nigeria). Der Baum gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (leguminosae) und kann zwischen 20 bis 30 m groß werden. Die Tonkabohnen (Samen der Pflanze) sind länglich-mandelförmig geformt und haben eine dunkelbraune Farbe. Der Name „Tonka“ kommt von den Ureinwohnern in Französisch-Guayana.

Tonkabohnen räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Tonkabohnen als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Vom Tonkabohnenbaum werden in der Regel die Bohnen als Räuchermittel verwendet. Diese werden frisch zu Pulver zermahlen und Räuchermischungen in kleinen Mengen beigegeben. Beim Verbrennen verströmen die Tonkabohnen einen süßlich-würzigen Duft (ähnlich wie Mandel und Vanille).

  • Wirkung

  • Der Rauch von verräucherten Tonkabohnen hat eine beruhigende, harmonisierende, stimmungsaufhellende und Blockaden lösenden Wirkung auf den menschlichen Geist. Ebenso hilft er beim Träumen und eignet sich auch hervorragend als Unterstützung bei Gebet und Meditation. Schließlich wird dem Rauch auch eine hypnotische erotisierende Wirkung nachgesagt.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lassen sich die Tonkabohnen hervorragend mit anderen Räucherstoffen wie u. a. Alant, Benzoe, Copal, Damiana, Mastix, Myrrhe, Opoponax, Rose, Sandarak, Sandelholz oder Weihrauch gemischt mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • In Südamerika werden den Bohnen große magische und heilende Kräfte zugesprochen, sie als Schutzamulett gegen Krankheiten, in der Geldbörse für Wohlstand und Erfolg sowie zur Erfüllung von Wünschen verwendet.

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Anwendung als Heilmittel

Tonkabohnen werden unter anderem für medizinischen Tabake und Schnupftabake benutzt. Ebenfalls wird das ätherische Öl bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt.

Weitere Verwendung

  • Die Tonkabohnen werden auch als Gewürz in der Küche verwendet (besonders in Desserts, Keksen und Kuchen sehr beliebt). Der Geschmack ist süßlich und der Vanille ähnlich.
  • Ebenfalls wird Cumarin aus den Tonkabohnen gewonnen, das während des Trocknungsprozesses der Bohnen entsteht. Dieser Stoff wird zur Produktion von synthetischem Waldmeisteraroma sowie als Ersatz für Vanille benutzt.
  • Zudem kommen Tonkabohnen als Duftstoff in der Parfümindustrie zur Herstellung von Herrenparfüms zum Einsatz.
  • Zur Aromatisierung von Pfeifentabaken werden die Bohnen ebenso verwendet.

 

Übersicht räucherbarer Früchte und Samen

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 214.
  • Fuchs, Christine: Räuchern – im Rhythmus des Jahreskreises. Die Kraft der Natur durch achtsam gestaltete Räucherrituale im Jahreslauf erfahren; Stuttgart 2015, S. 160.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 273f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 160.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 174.