Stechapfel (datura stramonium)

Stechapfel - Räucherwerk

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Was ist Stechapfel?

Stechapfel - Räucherpflanze

Stechapfel – Räucherpflanze

Der Stechapfel (datura stramonium), auch als Asthmakraut, Gemeiner Stechapfel, Donnerkugel, Hexenkamm, Stachelnuss, Teufelsapfel, Tollkraut, Zigeunerapfel oder Zigeunerkraut bezeichnet, zählt zur Familie der Nachtschattengewächse und hat eine lange Historie. Seit alter Zeit findet er als Heil- und Zaubermittel und in Ritualen Anwendung. So war er unter anderem im Mittelalter Bestandteil der berüchtigten Hexensalbe. Vermutlich ist die Pflanze auch identisch mit dem berühmten „Toloache“, die beim Volk der Azteken zu den Götter-Pflanzen gehörte. Allgemein werden die Blätter, Blütenspitzen und Samen des Stechapfels verwendet. Auf der ganzen Welt gibt es ca. 20 Arten. Diese sind alle stark giftig. Neben dem Gemeinen Stechapfel sind besonders der Mexikanische Stechapfel (datura inoxia) sowie der Kalifornische Stechapfel (datura wrightii) aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung bekannt.

Stechapfel räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Stechapfel als Räucherwerk

Stechapfel als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreiten die getrockneten Samen und Blüten einen signifikanten Geruch.

  • Wirkung

  • Beim Verräuchern von Stechapfel wirkt dieser betäubend, krampflösend und schmerzlindernd auf den Menschen.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Stechapfel mit Räucherstoffen wie u.a. Bärlapp, Benzoe oder Lorbeer kombininieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • In den indianischen Kulturen wurde die Pflanze besonders für rituelle und medizinische Zwecke verwendet.

TotenkopfAchtung! Die Pflanze ist stark giftig und darf nicht verzehrt werden. Die Einnahme von Stechapfel verursacht Halluzinationen (aufgrund der enthaltenen Alkaloide Scopolamin und Hyoscyamin) und kann zu schweren Vergiftungen führen, da die Pflanze in allen Teilen stark giftig ist. Eine solche Rauschwirkung kann über mehrere Tage lang andauern. Schon niedrige Dosen können den Tod durch Atemlähmung verursachen.
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Anwendung als Heilmittel

In der Volksmedizin fand Stechapfel als Heilkraut besonders in Osteuropa und Westasien Verwendung. So wurden in Russland frische Blätter der Pflanze auf Brandwunden gelegt und durch Verräuchern der Samen wurden bei Zahnschmerzen eingesetzt, aufgrund der narkotisierenden Wirkung des Rauches. Ebenfalls wurde der Rauch von getrockneten Blättern zur Linderung von Asthma benutzt.

Beim Stamm der nordamerikanischen Zuñi wurde Datura bei kleineren Operationen, bei Knochenbrüchen oder der Säuberung von Wunden als narkotisierendes Mittel verabreicht.

Später war Stechapfel der Hauptbestandteil bei der weltweit ersten Operation mit einem Narkotikum (Tsūsensan) durch Hanaoka Seishū.

In der Pharmazie werden aus Stechapfel verschiedene Medikamente hergestellt, die bei Erkrankungen wie Abszessen, Asthma (als Krampflöser), Bronchitis, Fisteln, Keuchhusten oder Parkinson eingesetzt werden.

Sonstige Verwendungszwecke

  • Datura wird in vielen Kulturen als Rauschmittel zur Bewusstseinsveränderung benutzt. Die Priester der Zuñi, eines nordamerikanischen Indianerstamms, verwenden die getrockneten Blätter, Samen und Wurzeln von Stechapfel (dort als „toloache“ bezeichnet), um die Geister ihrer Ahnen anzurufen, um Diebe zu finden oder um Visionen hervorzurufen.
  • In China, Europa und Peru wurde Stechapfel Getränken wie Bier als aphrodisierende Substanz beigegeben
  • Bei den Zigeunern fand Datura zum Wahrsagen Anwendung.
  • Aufgrund der schönen Blüte findet Stechapfel auch als Zierpflanze Verwendung.
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Übersicht räucherbarer Früchte und Samen

 
Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 78f.
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 23, 104.
  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 160f.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 150ff.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 169f.