Piment / Nelkenpfeffer (pimenta amomi)

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Was ist Piment?

Piment – Räucherpflanze

Bei Piment (pimenta amomi, pimenta dioica, pimenta officinalis), auch Allgewürz, Gewürzkorn, englisches Gewürz, Jamaikapfeffer, Nelkenpfeffer, Neugewürz, Viergewürz oder Wunderpfeffer genannt, handelt es sich um einen immergrünen Baum aus der Familien der Myrtengewächse (Myrtaceae). Dieser kann eine Höhe von bis zu zwölf Metern erreichen. Die Pflanze hat ihren Ursprung in Südamerika sowie auf den Westindischen Inseln, wird aber heutzutage hauptsächlich auf Jamaika, Kuba sowie in Mittelamerika angebaut. Christoph Kolumbus brachte Piment als Gewürz von den Antillen nach Europa mit und war auch der Namensgeber.

Piment räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Piment als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Als räucherbare Pflanzenteile finden sowohl zerkleinerte Samenkörner aus den Früchten als auch Laub und Blätter Anwendung. Beim Verbrennen von Piment, verströmt dieser einen balsamisch-würzigen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von verräuchertem Piment hat eine belebende und zwanglösende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • Das Räuchern von Piment eignet sich aufgrund seines beißenden Geruchs am Besten in Räuchermischungen zusammen mit anderen Pflanzen wie u. a. Bärentraube, Labdanum, Lavendel, Nelke, Opoponax, Osha-Wurzel, Passionsblume, Patchouli, Wacholder, Zeder oder Zimt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die indischen Schamanen nutzen Piment traditionell in ihren Ritualen als Räucherstoff. Dazu wird das Pulver häufig als Mittel zur Vertreibung von negativen Energien geräuchert.

    Zudem wird Pimentpulver auch in der Herstellung von Räucherstäbchen und Räucherkegeln eingesetzt.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • Die weiteste Verbreitung hat Piment (getrocknete unreife Früchte, Pimentblätter) als Gewürzpulver (beliebt als Gewürz im Weihnachtsgebäck) und Geschmacksstoff in Getränken und Nahrungsmitteln.
  • In der Kosmetikindustrie wird Piment auch als Duftstoff in After Shaves, Parfüms (in würzigen Herrenparfüms), Seifen und anderen Kosmetika eingesetzt.

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Übersicht räucherbarer Früchte und Samen
 
Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 150.