Moschuskörner (hibiscus abelmoschus)

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Was sind Moschuskörner?

Moschuskörner – Räucherpflanze

Als Moschuskörner (abelmoschus moschatus, hibiscus abelmoschus), auch Bisamkörner oder Ambrettekörner, werden die Samen des Abelmoschus-Strauches (Moschushibiscus) bezeichnet. Bei der Pflanze handelt es sich um eine Hibiskusart aus der Familie der Malvengewächse (malvaceae). Der Name Abelmoschus stammt vom arabischen Wort „abu-el-mosk“ ab, das übersetzt „Vater des Moschus“ heißt. Dieser stammt ursprünglich aus Indien, gedeiht mittlerweile aber auch in anderen subtropischen und tropischen Ländern wie Ägypten, Angola, China, Indonesien, Java, Madagaskar, auf den Seychellen und in Südamerika gedeihen. Der Strauch kann eine Höhe von bis zu 1,25 Meter erreichen.

Kulturelle Bedeutung

Moschuskörner dienen als Ersatz für das tierische Moschus, der früher aus den Drüsen des Moschushirsches gewonnen wurde. Nach der Ernte werden die Samen getrocknet, bevor sie verwendet werden. Inzwischen ist diese Hirschart allerdings vom Aussterben bedroht und kann deshalb nicht mehr verwendet werden. Allerdings werden nicht nur die Samen verwendet, sondern auch Blätter, Wurzeln, Blüten sowie das ätherische Öl.

Moschuskörner räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Moschuskörner als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreiten die Moschuskörner einen leichten süß-balsamischen Duft, der eine animalische Note besitzt.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Moschuskörnern hat eine aphrodisierende und stimulierende Wirkung auf den Menschen, weshalb er häufig bei sexuellen Problemen zum Einsatz kommt. Ebenfalls helfen die Körner als aufhellendes Mittel bei depressvier Stimmung.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lassen sich die Samen zusammen mit anderen Räucherstoffen wie Amber, Benzoe, Kardamom, Lemongras, Orange, Patchouli, Rose, Salbei, Sandelholz, Sternanis, Tolu oder Zeder gut kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • In Ägypten, Arabien und China werden die pulverisierten Moschuskörner schon lange als Räuchermittel benutzt. Häufig wurden sie in Ritualen zur Vertreibung dunkler Kräfte geräuchert.

    Der Rauch ist zudem auch ein wirkungsvolles Mittel gegen Insekten.

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Anwendung als Heilmittel

Der Moschushibiscus wird besonders in Indien seit alter Zeit als Heilmittel verwendet, wo er bei häufig bei Magen- und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz kommt. In China hingegen wurden Moschuskörner gegen Kopfschmerzen benutzt. Ebenfalls werden Samen in Ägypten besonders von Frauen bei Mundgeruch gekaut.

Die Homöopathie nutzt die Samen des Abelmoschus-Strauches u. a. bei Beklemmungsgefühlen im Brustkorb.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • In Arabien wurden die Körner früher als Aromazusatz dem Kaffee beigegeben und werden heutzutage in Indien u. a. für die Zubereitung von Gemüse (Blätter und junge Sprossen) benutzt.
  • In der Kosmetikindustrie wird das ätherische Öl für orientalische Düfte in Parfüms verwendet (Alternative für echten Moschus). Zudem dienen die Körner als Aromastoff in Getränken und Nahrungsmitteln.
  • Von den Schamanen werden die getrockneten Samen seit vielen Jahrhunderten als Aphrodisiakum und Stärkungsmittel verwendet.
  • In diversen Tabakmischungen finden sich die getrockneten Blüten zur Aromatisierung als Zutat.

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Übersicht räucherbarer Früchte und Samen
 
Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 210.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 258.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 130.