Koriander (coriandrum sativum)

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Was ist Koriander?

Koriander – Räucherpflanze

Als Koriander (coriandrum sativum) wird eine krautige Pflanzenart bezeichnet, die zur Familie der Doldenblütler (apiaceae) zählt und auch als Coriandrum, Gartenkoriander, Gewürzkoriander, Kaliander, Klanner, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Stinkdill, Wandläusekraut, Wanzendill, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel bekannt ist. Sie ist eine weit verbreitete Gewürz-, Heil- und Räucherpflanze. Der Name „Koriander“ setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern „Koris“ (Wanze) und „amon“ bzw. „aneson“ (Anis) zusammen. Koriander kann eine Höhe von zwischen 30 und 90 cm erreichen.

Kulturelle Bedeutung

Schon seit prähistorischer Zeit wird Koriander als Gewürz, Medizin und Räuchermittel benutzt, nachweislich seit seit 5000 v. Chr. In Babylon war Koriander bereits im Pflanzengarten des Königs Marduk-apla-iddina II. zu finden. Auch in Israel war Koriander bereits zu biblischen Zeiten als Gewürz bekannt.

Ebenfalls kannte man die Pflanze im antiken China, wo den Samen die Kraft zugesprochen wurde, den Menschen durch Freisetzung bestimmter ihm innewohnender Kräfte unsterblich zu machen.

Ab dem 15. Jahrhundert fand Koriander auch den Weg nach Nordeuropa und wurde ab etwa dem 17. Jahrhundert zur Herstellung von Parfüms benutzt.

Koriander räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Koriander-Samen als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbereiten die getrockneten Koriandersamen einen feinen frisch-würzigen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Koriander hat eine anregende, erwärmende und klärende Wirkung auf den menschlichen Geist. Außerdem hilft er negative Gedanken zu vertreiben.

  • Räuchermischungen

  • Koriander lässt sich sowohl allein als auch in Räuchermischungen zusammen mit anderen Räucherstoffen wie u. a. Benzoe, Myrrhe, Sandarak oder Sandelholz kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • In Ägypter wurden die Samen von Koriander zur Schmerzlinderung sowie bei Schlaflosigkeit geräuchert. Ebenso dienten die Samen dort auch als Grabbeigabe und waren Bestandteil der berühmten Kyphi-Räuchermischung.

    Die Araber nutzen Koriander als magisches Räucherwerk, um sich vor Unheil zu schützen sowie zur spirituellen Reinigung ihrer Umgebung.

    Geräuchert wird Koriander häufig zur Vertreibung negativer Energien. Ebenfalls eignet er sich besonders gut zur Vertreibung von Ängsten und Müdigkeit.

Anwendung als Heilmittel

Seit der Antike findet Koriander in der Volksmedizin Verwendung. So werden besonders die getrocknetenn Früchte für unterschiedliche Beschwerden benutzt. In Arabien war Koriander früher sehr beliebt aufgrund seiner beruhigenden und schmerzlinderndernden Eigenschaften. Ebenso wird Koriander als Aphrodisiakum geschätzt.

Darüberhinaus dienen die ätherischen Öle von Koriander als appetitanregendes, krampflösendes sowie verdauungsförderndes Mittel bei Magen- und Darmbeschwerden, weshalb sie auch in entsprechenden Medikamenten Verwendung finden.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • Die pulversierten Samen sind ein hervorragendes Gewürz für verschiedenste Nahrungsmittel wie u. a. Brotteig, Kleingebäck, Kohlgerichte oder Hülsenfrüchte. Zudem sind sie Zutat einer Vielzahl von Gewürzmischungen wie Currypulver, Currypaste oder Lebkuchengewürz. Ebenso lassen sich die gemahlenen Samen auch zur Bier- und Likörherstellung oder als Tee nutzen.
  • Die Kosmetikindustrie setzt Koriander besonders in Parfüms als Duftstoff aufgrund seines würzigen Duftes ein.

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Übersicht räucherbarer Früchte und Samen
 
Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 79.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 117.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 102f.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 152f.
  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 92.