Kolanuss (cola)

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Cola (Kolanuss) – Räucherpflanze

Was ist Kolanuss?

Die Kolanuss bzw. Cola-Nuss ist der Samen zweier fast identischer Kolabäume (cola nitida und cola acuminata), die in West- und Zentralafrika (u.a. in Nigeria) gedeihen.

Kulturelle Bedeutung

Kolanüsse zählen zu den bedeutendsten Genussmitteln des schwarzen Kontinents. Die gemahlenen Nüsse werden aufgrund ihrer milden stimulierenden Wirkung gerne als Ersatz für Kaffee eingenommen. Dazu werden sie häufig zu Pulver gemahlenen, aus dem dann Getränke zubereitet werden können. Die Nüsse schmecken leicht bitter und etwas erdig. In den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts pflanzten die Europäer als Kolonialherren die ersten Kola-Plantagen und importierten die Bäume auch nach Amerika. Kola gehörte zur ursprünglichen Rezeptur von Coca Cola, die anfangs ein Hustensaft war. Im Jahr 1965 fanden Wissenschaftler heraus, dass Kola Koffeein enthält. Ebenso enthalten die Nüsse Theobromin, der ein Wirkstoff in Schokolade ist.

Kolanuss räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Cola-Nüsse als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreiten die getrockneten und zerkleinerten Nüsse einen beißend-öligen Geruch.

  • Wirkung

  • Kola verfügt über eine stimulierende Wirkung und hilft zur Förderung der Konzentration.

  • Räuchermischungen

  • Die pulverisierten Kolanüsse eignen sich aufgrund ihres beißenden Geruchs nicht dazu allein verräuchert zu werden, sondern sollten stattdessen in Räuchermischungen zusammen mit anderen Räucherstoffen kombiniert werden.

Kolanüsse, 500g gemahlen

Anwendung als Heilmittel

Aufgrund ihrer stimulierenden Wirkung werden die Kola-Nüsse gerne als Tonikum benutzt. Sie helfen einem Menschen wach zu bleiben und werden zur Behandlung von Erbrechen, Fieber und Übelkeit eingesetzt. Dazu werden die Nüsse zur Produktion von Extrakten, Tinkturen und Weinauszügen zubereitet.

Vorsicht! Die Kolanüsse gelten als schwach giftig. Die Einnahme führt zu einem erhöhten Erregungszustand und einer Beschleunigung der Herzfrequenz.

Weitere Verwendung

  • In den afrikanischen Ländern ist es üblich die Nüsse Gästen anzubieten und am Ende von Geschäftstreffen auszutauschen. In Ghana werden sie z.B. bei königlichen und parlamentarischen Ereignissen gemeinsam gekaut, was eine ähnliche Bedeutung wie die Zeremonie des Rauchens der Friedenspfeife bei den nordamerikanischen Indianern hat. Die roten und weißen Samen können frisch gegessen werden. Der Großteil der Nüsse wird aber in Wasser aufbewahrt oder in der Sonne getrocknet.
  • Ebenfalls ist es in einigen afrikanischen Regionen Brauch, dass die Brauteltern vor der Hochzeit vom Bräutigam einen Korb voll mit Kolanüssen überreicht bekommen.
  • In einigen Ländern Südamerikas dienen Kola-Nüsse als Bestandteil der Santería und Candomblé Religionen.

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Übersicht räucherbarer Früchte und Samen
 
Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 66.