Betelnuß (areca caytechu)

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Was ist Betelnuß?

Die Betelnuß (areca caytechu) ist die Frucht der Betelpalme (auch Arekapalme oder Katechupalme genannt), die zur Familie der Palmengewächse (arecaceae) gehört. Die Pflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu 25 Metern erreichen und gedeiht vornehmlich in den tropischen Ländern Asiens (Südostasien).

Kulturelle Bedeutung

Bevor der Alkohol in Asien eingeführt wurde, waren Betelnüsse aufgrund ihrer berauschenden Wirkung das beliebteste Genussmittel. Die ältesten Funde hinsichtlich ihrer kulturellen Nutzung lassen sich auf 7500 Jahre zurückdatieren.

Betelnuß räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Betelnuß – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmt die zerkleinerte bzw. pulversierte Betelnuss einen unangenehmen Geruch.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Betelnuß hat eine anregende, leicht berauschende und euphorisierende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • Es empfiehlt sich die Nuss aufgrund ihres unangenehmen Duftes nur in Räuchermischungen zu verwenden. So lässt sie sich hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie Benzoe, Damiana, Goldmohn, Sandelholz, oder Weihrauch verräuchern.

Anwendung als Heilmittel

In der Tiermedizin wird Betelnuss bei Hunden und Rindern und Hunden als Mittel gegen Eingeweidewürmer eingesetzt.

Vorsicht! Die Einnahme von hohen Dosen der Betelnuss kann Bradykardie, Durchfall, Erbrechen, Krämpfen, Verwirrung und Zittern hervorrufen. Die Folge kann Tod durch Atem- oder Herzstillstand sein.

Weitere Verwendungszwecke

  • Aufgrund ihrer berauschenden (psychoaktiv) und stimulierenden Wirkung (hierfür ist der Inhaltsstoff Arecolin verantwortlich) wird Betelnuss besonders im asiatischen Raum mit anderen Kräutern vermischt und gekaut oder aber als Tee eingenommen.
  • Bei der traditionellen Einnahme (auch Betelbissen genannt) werden die Blätter mit gelöschten Kalk bestrichen und gerollt (stammen vom Betelpfeffer (piper betle)) und werden aufgrund des bitteren Geschmacks zumeist mit Lakritze, Kautabakak oder Pfefferminze als Betelbissen („sirih“) eingenommen.
  • Aus den grünen und unreifen Früchten werden traditionell auch Gerbstoffe zum Färben gewonnen.
  • Außerdem findet die Betelpalme als Zierpflanze Verwendung.

 

Übersicht räucherbarer Früchte und Samen

 

Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 36f.
  • Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung; Aarau (Schweiz) 1999.