Arura / Arjuna (terminalia chebula)

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Was ist Arura (Arjuna)?

Arura bzw. Arjuna (terminalia chebula), auch Kabul-Myrobalan genannt, ist eine Pflanze aus der Gattung der Myrobalanen, die zur Familie der Flügelsamengewächse (combretaceae) gehört und im Himalayaraum (Indien, Nepal, Tibet, Südwest-China), auf Sri Lanka, Malaysia sowie in Vietnam beheimtat ist. Die Arurabäume können eine Wuchshöhe von bis zu 30 Metern erreichen.

Kulturelle Bedeutung

Die Pflanze zählt zu den bekanntesten asiatischen Heilmitteln. Der Überlieferung nach wurde die Arura-Myrobalanfrucht sogar von Buddha höchstselbst als Medizin empfohlen, weshalb er in der Tradition häufig mit einem fruchttragenden Myrobalan-Zweig in seiner rechten Hand dargestellt wird.

Arura räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Arjuna als Räuchermittel

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreiten die getrockneten und pulverisierten Früchte, Holz- und Rindenstücke von Arjuna einen feinen und warmen Duft, der mit einer holzigen Note versetzt ist.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Arura übt eine reinigende Wirkung auf Körper und Geist aus.

  • Räuchermischungen

  • Die Pflanze lässt sich sowohl pur als auch in Räuchermischungen zusammen mit anderen Räucherstoffen veräuchern.

Anwendung von Arjuna als Heilmittel

Arura – Räucherpflanze

In der chinesischen und tibetischen Volksmedizin werden sowohl die Früchte (Nüsse) als auch die Rinde aufgrund ihrer antiseptischen und reinigenden Wirkung bei über 400 verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden als Heilmittel genutzt. Außerdem ist die Pflanze fester Bestandteil der indischen Ayurveda-Heilkunde, wo sie als verdauungsfördernde Medizin eingesetzt wird.

Als Räucherheilmittel wird ist sie zudem besonders bei Asthma und Erkältungskrankheiten beliebt.

Weitere Verwendungszwecke

Bereits seit vielen Jahrtausenden wird die Frucht im asiatischen Raum als Gewürz sowie als natürliches Nahrungsergänzungs- und Stärkungsmittel verwendet. In Europa kennt man Arura mindestens seit der frühen Neuzeit, da sie damals zu den bedeutendsten orientalischen Importgewürzen zählte.

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Übersicht räucherbarer Früchte und Samen

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 239.