Aloe (aloe ferox, aloe capensis)

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Was ist Aloe?

Aloe ferox – Räucherpflanze

Die echte Aloe (aloe ferox, aloe capensis, aloe barbadensis), auch Kap-Aloe genannt, ist eine Art aus der Gattung der Aloen (aloe), die zur Familie zur Grasbaumgewächse (xanthorrhoeaceae) gehört. Sie gedeiht in Afrika (vorallem Südafrika), Asien und im Mittelmeerraum. Diese baumförmige Pflanze kann eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen und wächst an warmen, trockenen Orten. Die Aloe ist ähnlich der Agave mit dickfleischigen Blättern versehen. Aus den getrockneten Pflanzenstielen dieser Blätter wird der berühmte Aloesaft gewonnen, der weltweit als pharmazeutische Droge genutzt wird.

Kulturelle Bedeutung

Wegen ihrer Heilkraft wird sie bei einer Vielzahl von Völkern (u. a. Ägypten, Griechenland, Mesopotamien) auch als heilige Pflanze verehrt. So wird sie unter anderem in der Bibel (siehe Räucherstoffe der Bibel) erwähnt, wobei sie dort häufig mit dem Adlerholz des Aquilaria Agallocha-Baumes verwechselt wird.

Die Aloe wird in der Himalayaregion auch als „Kumari“ verehrt, das „lebende Göttin“ heißt. In Mexiko wird sie „Sabia“ genannt, was sich mit „weiser, wissender Schamanin“ übersetzen lässt.

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Aloe räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Aloe als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verströmt das getrocknete Saftpulver der Pflanze einen schweren fruchtig-süßen Duft, der ein bitter-warme und pflaumige Note hat.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Aloe hat eine klärende und wachmachende Wirkung auf den menschlichen Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • Die Pflanze läßt sich sowohl pur als auch in Mischungen mit anderen Räucherpflanzen wie z. B. Giftlattich, Hanf, Klatschmohn, Myrrhe oder Weihrauch verräuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • Schon seit der Antike findet die Pflanze in rituellen und magischen Räucherungen Anwendung. Bei den Juden (Hebräern) gehörte die Aloe zu den wichtigen Räucherstoffen.

Anwendung als Heilmittel

Den Saft aus den Blättern der Aloe wird weltweit seit alter Zeit aufgrund seiner heilkräftigen Wirkung als Abführ- und Wundmittel eingesetzt. Auch heute noch wird Aloe als Hausmittel bei äußeren Wunden aufgelegt, was den Heilungsprozess verbessern soll.

Die moderne Medizin hat allerdings herausgefunden, dass die längere innere Einnahme von Aloe zu Störungen im Elektrolyt– und Wasserhaushalt (vorallem zu Kaliumverlusten) sowie zu Nierenentzündungen führen kann, weshalb ihre Anwendung in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Eine Überdosierung ruft Vergiftungserscheinungen hervor, die sich zumeist in Krämpfen und schweren Durchfällen äußern.

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Weitere Verwendungszwecke

  • Die Juden nutzten die Pflanze auch zum Einbalsamieren ihrer Toten.
  • Außerdem findet der Aloesaft auch in der Kosmetikindustrie Verwendung.

 

Übersicht der räucherbaren Früchte & Samen

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 185.
  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 204.