Waldmeister (galium odoratum)

Waldmeister - Räucherwerk

Was ist Waldmeister?

Waldmeister - Räucherpflanze

Waldmeister – Räucherpflanze

Waldmeister (galium odoratum) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Rötegewächse (rubiaceae), die zur der Gattung der Labkräuter (galium) gehört und sich häufig in den Laubwäldern (u.a. Rotbuchenwälder, Eichen-Hainbuchenwäldern) Asiens und Europas finden lässt. Er ist auch unter den Synonymen Duftlabkraut, Gliedkraut, Halskräutlein, Herzfreund, Leberkraut, Maiblume, Maichrut, Maikraut, Mäsch, Mösch, Möske, Tabakskraut, Teekraut, Waldmutterkraut, Waldtee oder Wohlriechendes Labkraut genannt. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu einem halben Meter erreichen. Der Name „Waldmeister“ leitet sich vermutlich vom Frühneuhochdeutschen „Waltmeister“ ab, welches eine Umformung von „Waldmiere“ war. Der typische Waldmeistergeruch kommt erst nach dem Anwelken des Krautes zustande.

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Historische Bedeutung

Bei den Germanen war Waldmeister ein Bestandteil des Bieres. Außerdem wurde der Waldmeister in früherer Zeit aufgrund seiner beruhigenden und entkrampfenden Wirkung Frauen nach der Entbindung und Babys als Unterlage ins Bett gelegt (Mariä Bettstroh). Im Brauchtum früherer Zeiten galt Waldmeister als Mittel gegen dämonische Kräfte und Hexen. Die Bauern gaben ihren Kühen häufig eine Hand voll Waldmeister mit Salz, wenn diese nicht fressen wollten.

Waldmeister räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Waldmeister als Räucherwerk

Waldmeister als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreitet die getrocknete Pflanze einen angenehmen waldigen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Waldmeister wirkt beruhigend und entspannend auf den Körper und Geist. Zudem beflügelt es.

  • Räuchermischungen

  • Waldmeister lässt sich in Räuchermischungen hervorragend zusammen mit Johanniskraut und Pfefferminze räuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • In früheren Zeiten räucherte man Waldmeister, um Frauen bei der Geburt zu helfen und als Schutz des Neugeborenen vor bösen Geistern und Zauberei. In unserer Zeit ist das Räuchern mit Waldmeister in Vergessenheit geraten.

Anwendung als Heilmittel

Waldmeister wird auch seit Jahrhunderten in der Volksmedizin als beruhigendes, blutreinigendes, entzündungshemmendes und krampflösendes Heilmittel (getrocknetes Kraut und Blüten) verwendet. Als Heimittel wird es besonders häufig bei Blasensteinen, Ekzemen, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Ödemen, schlecht heilenden Wunden (vermindert außerdem die Blutgerinnung), Unruhe und Schlaflosigkeit sowie Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Heutzutage wird er zudem in der Homöopathie verwendet.

AchtungAchtung! Waldmeister ist leicht giftig, da das enthaltene Cumarin Benommenheit und Kopfschmerzen sowie bei häufiger Nutzung Leberschäden hervorrufen kann.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • Waldmeister ist ein beliebtes Gewürz für Tee, Bowlen, Berliner Weiße, Limonaden & Säfte, Sirup, Eis, Götterspeise, Brauspulver etc. aufgrund des Geschmacksstoffs Cumarin, der dem Kraut das bekannte Aroma verleiht.
  • Ebenfalls werden aus Waldmeister Kräuterkissen hergestellt.
  • Zudem wird er als Mottenmittel genutzt. Im Mittelalter wurde es zum Vertreiben von Insekten in Kirchen ausgestreut.
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Übersicht von Kräutern zum Räuchern

 

Quellen:

  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 168f.