Sumpfporst (ledum palustre)

Sumpfporst - Räucherwerk

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Was ist Sumpfporst?

Sumpfporst - Räucherpflanze

Sumpfporst – Räucherpflanze

Als Sumpfporst (rhododendron tomentosum, ledum palustre, rhododendron palustre) wird ein immergrüner Strauch bezeichnet, der zur Familie der Heidekrautgewächse (ericaceae) zählt und in den nördlichen Gegenden der Welt (u.a. im Alpenraum, in Nordeuropa, in Mittel- und Nordasien, in Sibirien sowie in Japan) gedeiht. Er wächst besonders in Hoch- sowie Übergangsmooren und ist auch unter den Namen Altseim, Baganz, Bagen, Bagulnik, Bienenheide, Borse, Brauerkraut, Gruitkraut, Hartheide, Heidenbienenkraut, Kein-Porst, Porsch, Rosskraut, Sautanne, Schweineposse, Tannenporst oder wilder Rosmarin bekannt. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 1/2 bis 1,5 Meter und kann bis zu 30 Jahren alt werden. Wegen seiner ätherischen Öle verbreitet Sumpfporst einen sehr eigenen harzigen bis kampferartigen Geruch. Auch das Holz ist wohlriechend.

Sumpfporst räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Sumpfporst als Räucherwerk

Sumpfporst als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreitet das Kraut einen recht herb-würzigen Duft, der über eine harzige Note verfügt.

  • Wirkung

  • Der Rauch von verräuchertem Sumpfporst hat eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung auf den menschlichen Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • Sumpfporst lässt sich sowohl allein als auch in Mischungen zusammen mit Bilsenkraut, Copal, Damiana, Rose, Rosmarin, Sage, Thuja, Weihrauch, Wacholder oder Zeder verräuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • In Sibirien wird das Kraut von den Schamanen der Tungusen zusammen mit Wacholder als rituelles Räuchermittel verbrannt, um sich damit in einen Trancezustand zu versetzen.

Das Buch vom Räuchern

Anwendung als Heilmittel

Die Volksmedizin kennt Sumpfporst als Heilmittel für unterschiedlichen Erkrankungen (z.B. bei Zahnproblemen). Die nordamerikanischen Indianer (Inuit und Athabasken) machten aus dem Kraut einen Tee (Labrador Tea) für medizinische Zwecke.

Heutzutage wird das Kraut vor allem in der Homöopathie in Form von Globoli bei Arthritis, Ausschlägen, Gicht, Insektenstichen, Keuchhusten, Krätze oder Rheuma verabreicht.

Aufgrund seiner narkotischen Wirkung wird Sumpfporst gerne auch für medizinische Räucherungen bei Bronchitis, Keuchhusten sowie als schlaffördernder Räucherstoff (soll dabei helfen die Schlafzeit zu verlängern) verwendet.

AchtungVorsicht! Das Öl ist giftig und löst rauschartige Zustände aus. Der Rauch von Sumpfporst hat zudem eine abortive Wirkung und sollte aus diesem Grund in keinem Fall während der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • In Europa diente Sumpfporst in früheren Jahren über lange Zeit hinweg als berauschender Bierzusatz, dem sogenannten Grutbier.
  • Zudem wird das Kraut traditionell auch als Mittel gegen Motten, Läuse und Krätze eingesetzt (durch Abreiben).
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Übersicht von Kräutern zum Räuchern
 
Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 126f.
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 32.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 155.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 160f.