Sinicuiche (heimia salicifolia)

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Was ist Sinicuiche?

Sinicuiche (heimia salicifolia, heimia syphillitica), auch Abre-o-sol, Herva da Vida oder Sinicuichi genannt, ist ein laubabwerfender Strauch aus der Familie der Weiderichgewächse (lythraceae). Dieser ist in Mittel-, Südamerika sowie auf den Westindischen Inseln beheimtat. Die Pflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu 3 m erreichen.

Kulturelle Bedeutung

Sinicuiche zählt zu den beliebtesten Räucherkräutern der Indios. Bei den Azteken gehörte das Kraut sogar zu den heiligen Pflanzen. Die mexikanischen Schamanen verwenden das Kraut auch heute noch zur Weissagung.

Sinicuiche räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Sinicuiche – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreitet das getrocknete und zerkleinerte Kraut einen zarten und waldigen Duft.

  • Wirkung

  • Dem Rauch wird eine angenehm entspannende und euphorische Wirkung auf Körper und Geist nachgesagt.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Sinicuiche hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie gut mit u. a. Benzoe, Copal, Damiana, Kreuzblume, Passionsblume, Sage oder Vogelknöterich mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • Bei den Indianern dient Sinicuichi seit langer Zeit als Räuchermittel (häufig zusammen mit Sage). Das Kraut wird traditionell als Schutzmittel vor dem bösen Blick eingesetzt.

Das Buch vom Räuchern
Räucherschale Speckstein 10,5 cm

Anwendung als Heilmittel

In der Volksmedizin von Mexiko wird Sinicuiche schon lange in Form von Auszügen und Tees als harntreibendes, fiebersenkendes und narkotisierendes Mittel verabreicht.

Die Indios machen aus den zerstoßenen Blättern und heißem Wasser einen Absud, den sie in der Sonne fermentieren lassen und anschließend trinken. Der Trank soll eine leicht berauschende und euphosisierende Wirkung haben und die Muskulatur entspannen. Zudem wird ihm eine das Gedächtnis verbessernde Wirkweise nachgesagt.

In Argentinien legen die Pilaga (Indianerstamm) die frischen Blätter zur Behandlung von Geschwüren auf. Zudem stellen sie aus der Wurzel ein Absud her, den sie bei Magenschmerzen einnehmen sowie als Bademittel bei Krätze nutzen.

Vorsicht! Die Pflanze gilt als leicht psychoaktiv und kann Gehörhalluzinationen, Schwindel und Taubheit hervorrufen.

Weitere Verwendungszwecke

Die Pflanze wird auch als Zierpflanze in Häusern, Wohnungen und Gärten verwendet.

 

Übersicht von Kräutern zum Räuchern

 

Quellen:

  • Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung; Aarau (Schweiz) 1999.