Safran (crocus sativus)

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Was ist Safran?

Safran – Räucherpflanze

Safran (crocus sativus) ist eine Krokusart aus der Familie der Schwertliliengewächse (iridaceae). Es handelt sich bei ihr allerdings um kein Zwiebelgewächs, sondern stattdessen um eine Knollenpflanze (Safranknolle). Safran wird auch Chruogo, Gelbe Würze, Gewürzsafran, Herbstkrokus, Herbstsafran, Nackthure, Saffron, Safranwürze oder Suppengelb genannt. Die Pflanze wird u. a. in Afghanistan, Iran, in Kaschmir, Marokko, Österreich, Schweiz, Türkei und in Europa (Griechenland, Italien, Südfrankreich, Spanien) kultiviert.
Da die Ernte von Safran reine Handarbeit ist und er nur einmal im Jahr (Herbstzeit) blüht, zählt er zu den teuersten Gewürzen der Welt.
Verwendet werden von dieser Pflanze die gelben Stengel der Staubblätter der Blüte. Diese kommen als Gewürz- und Räuchermittel zum Einsatz.

Kulturelle Bedeutung

Die Verwendung von Safran geht bereits auf die Antike zurück, wo er als sehr teures Gewürz gehandelt wurde und vermutlich aus Indien eingeführt wurde. Bereits in vorchristlicher Zeit war Safran bei Völkern wie den Phöniziern bekannt und wurde nicht nur als Heil- und Gewürzmittel, sondern wegen seiner psychoaktiven Wirkung auch als Halluzinogen und Opium-Ersatz verwendet. Ebenfalls wird er in der griechischen Mythologie erwähnt, wo Zeus auf einem Bett aus Safran geschlafen haben soll. Bei den Römern wurde er von der Oberschicht traditionell auf Hochzeitsbetten gestreut. Aber auch in anderen Kulturen gehörte Safran zu den Hochzeitsbräuchen und häufig wurde der Hochzeitsschleier mit seiner Hilfe gelb gefärbt. Auch in der Bibel wird Safran in Verbindung mit weiteren Gewürzen und Räucherstoffen (u. a. Narde, Myrrhe, Weihrauch oder Zimt) erwähnt (vgl. Hld 4,13-14). Vermutlich wurde die Pflanze zum Färben und als Heilmittel verwendet.

Safran räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Safran als Räuchwerwerk

  • Räucherduft

  • Bei Verbrennen verbreitet das Safran-Kraut und die gelben Stengel einen krautigen und typisch safranartigen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Safran hat eine aufbauende und harmonisierende Wirkung auf den menschlichen Geist. Zudem wirkt er meditationsfördernd.

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Anwendung als Heilmittel

Safran verfügt über eine kräftigende, herzstärkende und aphrodisierende Wirkung, weshalb es auch in der indischen Ayurveda-Medizin zu den wichtigsten Liebesgewürzen zählt und häufig in Tees und Wein zur Steigerung der Sinnlichkeit und Vitalität beigegeben wird. Aber auch in ayurvedischen Räuchermischungen findet sich Safran häufig wieder. Die alten Griechen setzten ihn gegen Krämpfe ein und bei den Römern galt er als ein die Haut verbesserndes und Potenz steigerndes Mittel. Ebenfalls nutzte ihn die islamische Medizin zur Stärkung des Geschlechtstriebs.

In der Homöopathie findet Safran ebenfalls Verwendung.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • Seine Hauptbedeutung hat Safran als Gewürz erlangt und verfügt über einen bitter-herb-scharfen Geschmack. Unter anderem wird er zum Würzen von Speisen wie Bouillabaisse, Risotto alla milanese, schwedische Lussekatter, Paella oder in Reisgerichten verwendet.
  • Außerdem wurde Safran früher als Farbmittel eingesetzt, dessen Verwendung schon bei Plinius berichtet wird. Dabei wurde er auch in Mischungen mit anderen Pigmenten oder Farbstoffen zugesetzt. Mit seiner Hilfe wurden u. a. Gardinen und andere Gewebe gefärbt.
  • Weiterhin wurde Safran eingesetzt, um Goldschriften zu imitieren, oder um Zinn und Silber wie Gold erscheinen zu lassen.
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Übersicht von Kräutern zum Räuchern
 
Quellen:

  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 206.