Petersilie (apium petroselinum crispum)

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Was ist Petersilie?

Petersilie – Räucherpflanze

Petersilie (apium petroselinum crispum), auch Petersil, Peterli, Peterle, Peterling, Petergrün oder Silk genannt, ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (apiaceae) und kann eine Wuchshöhe von bis zu 100 cm erreichen. Sie ist in Europa und Westasien beheimatet, wo sie besonders gut auf frischen und nährstoffreichen Lehmböden gedeiht. Ihre eigentliche Heimat ist allerdings der südöstliche Mittelmeerraum.

Kulturelle Bedeutung

Bereits im antiken Griechenland wurde die Petsersilie als heilige Pflanze verehrt und auch in Ägypten kam ihr eine wichtige Bedeutung im Totenkult zu, in dem die Toten mit Kränzen aus Eppich und Petersilie beigesetzt wurden. Die Griechen kürten die Sieger der Isthmischen und Nemeischen Spiele mit Kränzen aus Petersilie. In der Odysee ist sie laut Homer der Schmuck der Insel der Nymphe Kalypso.

In Mitteleuropa wurde die Pflanze erst im Mittelalter kultiviert, wo sie zuerst als Heilkraut in Klöstern angebaut wurde. Später wurde sie dann auch in der Küche verwendet. Damit die Pflanze nicht mit der giftigen Hundspetersilie verwechselt werden konnte, wurden neue Sorten mit krausen Blättern gezüchtet.

Petersilie räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Petersilie als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreiten die getrockneten, zerkleinerten Blätter und Wurzel einen krautigen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Petersilie hat eine harmonisierende und reinigende Wirkung auf Körper und Geist. Zudem wirkt er desinfizierend.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen werden die Blätter häufig zusammmen mit anderen Räucherpflanzen wie u. a. Kalmus, Myrrhe, Sage, Salbei, Sassafras, Thymian oder Ysop gemischt. Die Wurzel hingegen findet in Mischungen mit Alraune, Basilikum, Kreuzkraut, Leberkraut, Macis, Myrrhe oder Opoponax Verwendung.

  • Traditionelle Verwendung

  • Früher wurde Petersilie bei Hochzeiten verräuchert, um das Brautpaar vor bösen Geister und Unglück zu bewahren. In Slowenien wurden zudem den Gebärenden Petersilienblätter unters Leintuch gelegt, was diese vor dem Teufel sowie vor Zauberei schützen sollte. Ebenfalls wurde das Zimmer ausgeräuchert, um schlechte Energien von der Geburt fernzuhalten.

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Anwendung als Heilmittel

In der Volksmedizin wurde die Petersilie schon von den Griechen und Römern als Heilpflanze verwendet. Traditionell werden ihr blutreinigende, harntreibende sowie fiebersenkende Eigenschaften nachgesagt. Auch können frische und zerdrückte Petersilienblätter auf Mückenstiche, Geschwüre und Milchknoten zur Linderung gelegt werden. Der römische Arzt Dioskurides beschrieb sie als harntreibend und menstruationsfördernd und empfahl die Anwendung der Blätter bei Blähungen sowie Nieren- und Blasenbeschwerden. Der Wurzel sprach er eine heilende Wirkung u. a. bei Gicht und Rheuma zu. Die hl. Hildegard von Bingen empfahl die Pflanze u. a. bei Fieber, Herz- und Milzbeschwerden sowie besonders bei Magenleiden. Nach dem berühmten Paracelsus verfügt die Petersilie über Eigenschaften wie u. a. blähungsfördernd, blutreinigend, geburtsbeschleunigend, gedächtnissteigernd, harntreibend, hautglättend, steintreibend sowie menstruations- und verdaunngsfördernd. Laut Pfarrer Kneipp ist die Pflanze zudem ein gutes Mittel bei Wassersucht.

In der Medizin wird die Wurzel als verdauungsanregendes Mittel sowie zur Linderung von Allergien eingesetzt. Das ätherische Öl wirkt harnausscheidend und reizt das Nierengewebe.

Vorsicht! Die Petersilie sollte nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden, da sie eine abtreibende Wirkung entfalten kann.

Weitere Verwendungszwecke

  • Heutzutage ist die Petersilie hauptsächlich als Küchenkraut verbreitet, wo sie zum Würzen verschiedenster Suppen (z. B. Gemüsebrühe) und Speisen in Europa und auch in Westasien als Gewürz zum Einsatz kommt.
  • Früher wurde die Pflanze als stimulierendes Mittel geraucht.
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Übersicht von Kräutern zum Räuchern
 

Quellen:

  • Kluge, Heidelore: Gesund mit Hildegard von Bingen. Ihre wichtigsten Lehren zu Gesundheit, Küche und Fasten; Rastatt 2005, S. 68ff.