Neem / Niembaum (melia azadirachta)

Was ist Neem?

Der Neembaum (azardirachta indica, melia azadirachta) ist ein schnellwachsender immergrüner Baum, der vorallem in Burma, Indien, Indonesien und Pakistan kultiviert wird. Er kann eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern erreichen und wird auch indischer Zedrach, Margosa, Niembaum, Niem, Nimba oder Kohomba genannt. Neben den Blättern und der Rinde werden die Samen genutzt, die viel ätherisches Öl enthalten, das auch Margosa oder Neemöl heißt.

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Kulturelle Bedeutung

In Indien steht der Neembaum eng mit der Schlange in Verbindung, die dort als Symbol für Fruchtbarkeit und Unendlichkeit verehrt wird. Man findet hier in Dörfern unter den Neembäumen häufig heilige Steine mit Schlangenabbildungen. Diese sollen für Fruchtbarkeit, Schutz und Unverletzbarkeit sorgen.

Neem räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Neem – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verströmen die getrockneten Neem-Blätter sowie die Rinde einen herb-krautigen und würzigen Duft, der eine erdige Note besitzt.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Neem hat eine reinigende und desinfizierende Wirkung. Zudem stärkt er das Selbstvertrauen und hilft dabei lästige Insekten zu vertreiben.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich die Neemrinde besonders gut mit Guajakholz, Ingwer, Kardamom, Lemongras, Minze, Myrrhe, Nelke, Opoponax, Patchouli, Sandelholz oder Weihrauch verräuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • Neem findet häufig in Reinigungsritualen als Räuchermittel Verwendung, weil es negativen Energien und Krankheiten vertreiben soll.

    Im indischen Ahnenkult schützt der Neembaum die Lebenden und die Seelen der Verstorbenen. Dabei werden Neemblätter als spirituelles Reinigungsmittel in den Totenritualen gerräuchert.

Lavita Neemöl kaltgepresst 100ml

Anwendung als Heilmittel

In der indischen Ayurveda-Medizin gilt Neem als eines der wichtigsten Heilmittel und und wird besonders aufgrund seiner antiseptischen, desinfizierenden, entgiftenden bzw. reinigenden Wirkung (u.a. für Blutreinigung) hoch geschätzt. Dabei haben Blätter und Rinde dieselben Eigenschaften.
Außerdem wird Neem seit Jahrtausenden bei unterschiedlichsten Erkrankungen eingesetzt:

  • zur Beseitigung von Toxinen bei entzündlichen Hautkrankheiten
  • bei Erkältungen
  • bei Hepatitis
  • gegen Kopfläuse
  • bei Lepra
  • bei Malaria
  • bei Magenproblemen
  • bei Nesselsucht
  • als Schlankheitsmittel (es beseitigt überschüssiges Gewebe)
  • bei Schilddrüsenerkrankungen
  • zur Unterstütung der Heilung bei Entzündungen
  • als wirksames Mittel bei Fieber
  • bei Verdauungsstörungen

Die Rinde wird auch für Kompressen und Umschläge verwendet, die bei äußerlichen Entzündungen und Verletzungen aufgelegt werden können. Zudem wird die Rinde gerne in den Zimmern von Kranken wegen ihrer keimtötenden Wirkung geräuchert.

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Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • In der Düngemittelindustrie wird der in Neem-Samen enthaltene Stoff Azadirachtin als Bestandteil von Pflanzenschutzmitteln für die Schädlingsbekämpfungsmittel genutzt.
  • Das Holz des Baumes wird auch als Brennstoff und Feuerholz verwendet.
  • Die Neemblätter finden in der Futtermittelindustrie als Viehfutter Anwendung.
  • Ebenfalls wird der Neembaum zur Rekultivierung in Wüstenzonen sowie als Gegenmaßnahme zur Abholzung natürlicher Wälder aufgrund seines schnellen Wachstums angebaut.
  • Das Neem-Öl wird zur Bekämpfung von Hausstaubmilben eingesetzt.

 
Übersicht von Kräutern zum Räuchern