Mädesüß / Wiesenkönigin

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Was ist Mädesüß?

Wiesenkönigin  - Räucherpflanze

Wiesenkönigin – Räucherpflanze

Beim echten Mädesüß (filipendula ulmaria), auch als Wiesenkönigin, Bacholde, Metsüße, Rüsterstaude, Spierstaude, Sunnawendfäden oder Waldbart bezeichnet, handelt es sich um eine beliebte Heil- und Räucherpflanze aus der Familie der Rosengewächse (rosaceae). Diese krautige Pflanze, die in Staudenform wächst kann eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen und ist überall in Europa heimisch. Ihre Blüten duften nach Honig und Vanille.

Kulturelle Bedeutung

Die kulturelle Nutzung von Mädesüß geht bereits auf die Kelten zurück, die es der Weißen Göttin weihten und deren Druiden die Pflanze zur Sommersonnenwende sammelten, um sie dann als Schutzmittel in Häuser und Ställen aufzuhängen. Außerdem wurde sie auf Tanzplätzen und Liebeslagern ausgelegt.

Mädesüß räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Mädesüß als Räucherwerk

Mädesüß als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmen die getrockneten Blüten von Mädesüß einen würzig-krautigen Duft mit einer leichten Tabak-Note.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Wiesenkönigin hat eine beruhigende, frohmachende, harmonisierende und klärende Wirkung auf Körper und Geist. Zudem regt er die Sinne an.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Mädesüß hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie u.a. Angostura, Besenginster, Immortelle, Kaneel, Labdanum, Mandelbaum, Myrrhe, Tolubalsam oder Veilchen mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • Früher wurde Wiesenkönigin in den Ritualen zur Sonnenwende als Schutzmittel vor bösen Geistern bzw. negativen Kräften verräuchert und wird auch noch heute zur Reinigung von Orten, Plätzen und Räumen eingesetzt.

Anwendung von Mädesüß als Heilmittel

In der Volksmedizin wird Mädesüß schon seit langer Zeit aufgrund seiner harntreibenden, krampfstillenden sowie schweißtreibenden Eigenschaften als Heilmittel bei unterschiedlichen Beschwerden wie u.a. Erkältungen, Fieber, Grippe, Gicht oder Rheuma eingesetzt. In Form von Tee wurde Wiesenkönigin zudem bei Magen- und Darmerkrankungen (Geschwüre, Durchfall, Sodbrennen etc.) verabreicht. Aufgrund ihres Inhaltsstoffes Salicylaldehyd, der im Körper zu natürlicher Acetylsalicylsäure aufgespalten wird, hat die Pflanze eine positive Wirkung bei Kopfschmerzen bzw. Migräne und wurde früher deshalb auch zu Aspirin verarbeitet.

Weitere Verwendungszwecke

  • Früher wurden die Blüten von Mädesüß als mandelartiger Aromastoff und Mittel zum Süßen von Met, Kräuterweinen, Marmeladen sowie von Kompott genutzt, woher sich vermutlich auch der Name „Mädesüß“ (von „Metsüße“) ableitet.
  • Ebenfalls wurden die getrockneten Blüten in Form von Duftsäckchen in Kleiderschränken zur Beduftung der Wäsche und als Schutz vor Motten verwendet.
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Übersicht von Kräutern zum Räuchern

 
Quellen:

  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 255.
  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 134f.