Lions Tail (leonotis leonurus)

Bei Lions Tail (leonotis leonurus), auch Löwenschwanz, Löwenschwanzafrikanisches Löwenohr, Mota, Weltenblume (flor de mundo), Wild Dagga, oder Wolfstrappkraut genannt, handelt es sich um eine Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (lamiaceae). Die Pflanze ist im Süden und Osten Afrikas sowie in Indien beheimatet, wobei sie mittlerweile auch in anderen Teilen der Welt zu finden ist. Löwenschwanz kann eine Höhe von bis zu fünf Meter erreichen.

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Der Name setzt sich aus den beiden griech. Wörtern für Löwe (leon bzw. leontos) und Ohr (otos) zusammen und bezieht sich auf die Form der Blütenkrone.

Kulturelle Bedeutung

Aufgrund der psychoaktiven Wirkung des Krautes (ähnlich wie Cannabis) wird Lions Tail schon seit langer Zeit von den Hottentotten und anderen Einheimischen Afrikas auch als Rauschmittel (Blätter und Knospen) verwendet.

Lions Tail räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Lions Tail – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmt der getrockente und zerkleinerte Kraut einen krautig-harzigen Geruch.

  • Wirkung

  • Der Rauch hat eine euphorisierende und kärende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen wird das Kraut häufig mit anderen Räucherstoffen wie u. a. Bachminze, Giftlattich, Indianertabak, Kreuzkraut, Pericon oder Schachtelhalm verräuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • Bei den Schamanen einiger afrikanischer Volksstämme wird das Kraut rituell für divinatorische Zwecke verräuchert.

Vorsicht! Der Rauch von Lions Tail hat eine leicht berauschende und psychoaktive Wirkung.
Das große Buch vom Räuchern

Anwendung als Heilmittel

Die afrikanische Volksmedizin nutzt das Kraut traditionell zur Behandlung verschiedener Erkrankungen (u. a. bei Schlangenbissen).

Weitere Verwendungszwecke

  • Aufgrund des originären Aussehens der Pflanze, wird diese auch als Zierpflanze in Gärten und Parks angepflanzt.
  • Die harzhaltigen Blüten und Blätter bzw. das Harz als solches wird auch wegen seiner euphorisierenden Wirkung als Rauchmittel (teilweise mit Tabak gemischt) verwendet.

 

Übersicht von Kräutern zum Räuchern

 

Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 128f.
  • Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung; Aarau (Schweiz) 1999.