Indische Narde (nardostachys grandiflora)

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Was ist indische Narde?

Indische Narde – Räucherpflanze

Die Narde (nardostachys grandiflora, valeriana jatamansi), auch als Spikenarde oder Tagara bezeichnet, stammt aus der Familie der Baldriangewächse (valeriaceae). Sie wächst wild im Himalaya-Gebirge in Indien, Nepal, Tibet und China. Die Essenz der in höchsten Lagen bis 5.600 m wild vorkommenden Narde gehört zu den kostbarsten Raritäten unter den ätherischen Ölen. Das Öl der in niedrigen Lagen wachsenden, in den Tälern teilweise kultivierten Pflanzen, hat auch noch sehr gute therapeutische Wirkungen. Beide ätherische Öle werden durch Wasserdampfdestillation aus den getrockneten Wurzeln gewonnen.
Der Duft der Narde hat etwas Vertrautes und zugleich etwas Befremdendes an sich. Er verbindet Geist und Materie bzw. Himmel und Erde miteinander. Dieses kosmische Lebensprinzip macht die Narde zum wertvollen Wegbegleiter bei der seelischen Reifung eines Menschen. Es ist das ideale Salböl.

Historische Bedeutung

Das indische Nardenöl wurde im Alten Testament im Hohelied 1,12 und 1,14 und im Neuen Testament in Markus 14,3 und Johannes 12,3 erwähnt. Aus den Schriftstellen des Alten Testamentes lässt sich schließen, dass die Narde als Salböl für die Hohepriester und Könige der Hebräer gedient hat. Auch Jesus wurde gemäß dieser Tradition eine solche Ehrung zu Teil.

Indische Narde räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Jatamansi-Wurzel (Indische Narde) – Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Die indische Narde wird auch traditionell als Räucherwerk verwendet und zählt zu den erdenen und beruhigenden Räuchermitteln. Besonders die Wurzel, Blüten und Blätter der Pflanze werden hierbei verräuchert. Während des Räucherns verbreitet die indische Narde einen erdigen und herben Rauch, der eine leicht holzige Note hat. Der Duft schafft dabei eine sehr angenehme Atmosphäre.

  • Wirkung

  • Der Duft der indischen Narde wirkt anregend und beruhigend zugleich, aber auch harmonisierend, nervenstärkend, entspannend, krampflösend, magenstärkend, entzündungshemmend, immunstimulierend und wundheilend.

  • Räuchermischungen

  • Die Narde kann sowohl einzeln oder aber als Räuchermischung verräuchert werden. Für Mischungen eignet sich eine Kombination mit Koriander, Tolubalsam, Lavendel, Myrrhe, Myrte, Opoponax, Baldrianwurzel, Weihrauch, Zimt, Zirbelholz oder Zeder.

  • Traditionelle Verwendung

  • Im alten Ägypten war die Narde ein Bestandteil einiger Kyphi-Räuchermischungen.

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Weitere Anwendungsmöglichkeiten

  • Anwendung in der Aromalampe

Als wertvolles Meditationsöl dient die Narde zur Loslösung vom Materiellen, zur Öffnung für Spiritualität und Reinigung von negativen Schwingungen (Aurareinigung). Gut ist das Öl für die Desinfektion der Raumluft einsetzbar.

  • Hautcreme und Körperöl

Das wertvolle Nardenöl hat in Hautcremes und Massageölen eine hervorragende hautpflegende und bei Hautallergien heilende Wirkung. Es genügen bereits 2 bis 3 Tropfen des ätherischen Öles auf 50 g Basis-Öl bzw. Salbengrundlage.

Die äußerliche Anwendung des Öls, über dem Herz und dem Sonnengeflecht (Solarplexus) eingerieben, hat eine beruhigende Wirkung.

Bei der Fußreflexzonen-Massage werden Stress und innere Unruhe besänftigt und eine harmonisierende Wirkung auf das vegetative Nervensystem erreicht.

  • Kompresse

1 Esslöffel Honig mit ca. 1-2 Tropfen Nardenöl mischen und in ca. 1/2 Liter Wasser einrühren. Diese Anwendung hilft bei Hautproblemen, nervösen Verspannungen und Koliken.

  • Vollbad

3-4 Esslöffel Honig mit ca. 3-5 Tropfen Nardenöl mischen und in das eingelassene Badewasser einrühren. Dieses wohltuende Bad vermittelt bei nervlicher Überbelastung , Hektik und Stress ausgleichende Ruhe und fördert das Schlafbedürfnis. Bei Fieber nicht baden!

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Übersicht der Räucherkräuter

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 105f, 183f.
  • Fuchs, Christine: Räuchern – im Rhythmus des Jahreskreises. Die Kraft der Natur durch achtsam gestaltete Räucherrituale im Jahreslauf erfahren; Stuttgart 2015, S. 150f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 135.
  • Wollner, Fred: Räucherwerk und Rituale. Die vergessene Kunst des Räucherns; Waltenhofen/Hegge 1992, S. 74.
  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 205.