Eichenmoos (evernia prunastri)

Werbung
Das Eichenmoos (evernia prunastri) ist eine Flechte, die zur Familie der Laub- und Strauchflechten (parmeliaceae) gehörtund in ganz Europa beheimatet ist. Sie wächst strauchförmig auf Bäumen und kann bis zu 10 cm groß werden. Besonders die saure Rinde von Laub- und Nadelbäumen (vor allem auf Eichen) bietet ihr die idealen Wachstumsbedingungen. Flechten sind sehr langsam wachsende Gebilde und setzen sich aus einem namensgebenden Pilz sowie einer photosynthesefähigen Alge zusammen.

Eichenmoos räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Eichenmoos -Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmt das getrocknete Eichenmoos einen aromatischen erdig-würzigen und waldigen Duft, der eine leicht ledrige Note hat.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Eichenmoos hat eine ausgleichende, erdende und das Selbstvertrauen stärkende Wirkung.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Eichenmoos gut mit Räucherstoffen wie u. a. Bartflechte, Eberesche, Holunder, Kiefer oder Zirbe kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • Diese Moosart gehört auch zu den alten Räuchermitteln, die bereits von den Germanen genutzt wurden.

Angebot

Medizinische Verwendung

In der Volksmedizin wird Eichenmoos seit langer Zeit bei Atemwegserkrankungen wie Angina, Asthma, Bronchitis, Husten, Nasennebenhöhlenprobleme, Schnupfen und ähnlichen Beschwerden eingesetzt.

Weitere Verwendungszwecke

Besonders in der Kosmetikindustrie wird das Eichenmoos als Basis-Duftstoff für Parfüms eingesetzt: Es zählt zum Grundakkord Bergamott-Labdanum-Eichenmoos, der die Parfümgattung Chypre definiert. Im Süden Frankreichs wird Eichenmoos in großer Anzahl gesammelt, um anschließend mittels eines aufwendigen Destillationsverfahrens das „mousse de chêne“ bzw. „mousse odorante“ zu gewinnen.

 

Übersicht von Flechten & Kräutern zum Räuchern
 
Quellen:

  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 91.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 144.