Andorn (marrubium vulgare)

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Was ist Andorn?

Andorn (marrubium vulgare, marrubii albi), auch Orant oder Mutterkraut genannt, ist eine Pflanze ais der Familie der Lippenblütler (lamiaceae). Das Kraut kann eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm erreichen und erinnert etwas an Wermut. Seinen Ursprung hat das Kraut vermutlich in Südeuropa, wo es besonders im alten Griechenland als wichtige Heilpflanze angebaut wurde. Die Pflanze wächst vornehmlich an warmen und stickstoffreichen Orten.

Andorn räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Andorn – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmt das getrocknete Kraut einen würzigen Duft, der an Wermut erinnert.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Andorn hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie u. a. Dammar, Eisenkraut, Hamamelis, Rainfarn oder Rhododendron mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • In früheren Zeiten glaubte man, dass Andorn Hexen vertreiben könne, wenn das Kraut in der Johannisnacht verräuchert würde. Er fand traditionell Verwendung für Schutzräucherungen und war zu diesem Zweck schon bei Kelten und Germanen in Verwendung.

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Vorsicht! Andorn darf nicht in der Schwangerschaft (kann Wehen auslösen) oder während des Stillens geräuchert werden! Zudem kann eine Überdosierung Herzrhytmusstörungen hervorrufen.

Anwendung als Heilmittel

Schon seit der Antike ist der Andorn als Heilpflanze in Verwendung, wo er von Hippokrates und Dioskurides bei verschiedenen Erkrankungen aufgrund seiner blutbildenden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Wirkung empfohlen wurde. Ebenfalls wurde das Kraut von der heiligen Hildegard von Bingen und vom berühmten Arzt Paracelsus als Medizin eingesetzt. In Form von Tee soll die Pflanze u. a. bei Asthma, Bronchitis, Darmentzündungen, Ekzemen, Gastritis, Geschwüren, Herzstörungen, Husten, Kreislaufproblemen, Leberfunktionsschwäche und Magenschmerzen helfen. Auch wird er als Abführmittel, als Wurmkur sowie zur Stärkung des Immunsystems getrunken.

Bei den Navajo-Indianern wird Andorn werdenden Müttern vor und nach der Geburt in Form von Wurzelabsud verabreicht.

Weitere Verwendungszwecke

Die getrockneten Andornblätter dienten früher häufig auch als Dochte für Öllampen.

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Übersicht von Kräutern zum Räuchern

 

Quellen:

  • Gibbons, Bob / Brough Peter: Der grosse Kosmos-Naturführer Blütenpflanzen; Stuttgart ²1998, S. 214.
  • Kluge, Heidelore: Gesund mit Hildegard von Bingen. Ihre wichtigsten Lehren zu Gesundheit, Küche und Fasten; Rastatt 2005, S. 24f.