Perubalsam (balsamum peruvianum)

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Was ist Perubalsam?

Perubalsam (Harz) – Räucherpflanze

Der Perubalsam (balsamum peruvianum) wird aus dem aus dem Harz des immergrünen Balsambaums (myroxylon balsamum var. pereirae) gewonnen, der zwischen 18 und 20 Meter groß werden kann und vornehmlich in Costa Rica, Honduras, Guatemala, Nicaragua sowie im Küstengebiet von El Salvador (dortige Bergwälder) wächst. Bei den Maya hieß Perubalsam „Naba“ und bei den Azteken „huitziloxitl“. Das Harz zählt zur selben Pflanzenfamilie wie der Tolubalsam, der ebenfalls den botanischen Namen „myroxylon balsamum“ trägt und sich nur geringfügig unterscheidet. Es ist von dunkelbrauner bis schwarzer Farbe und hat eine flüssige sowie klebrige Konsistenz. Den Namen erhielt er aufgrund des weltweiten Balsam-Handels über Peru. Der Baum selbst wächst gar nicht in Peru. Das Harz wird am Ende der Regenzeit durch Anräuchern der von Rinde befreiten 10-jährigen Balsambäume gewonnen. Vor der Ernte ist es zur Anregung der Balsamproduktion üblich vorher die Baumstämme zu beklopfen.

Perubalsam räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Perubalsam als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreitet das Harz einen feinen warmen Duft mit einer vanille– und kakaoartigen Note, wobei der Rauch sehr dicht ist.

  • Wirkung

  • Der Duft des Balsams hat eine entspannende und beruhigende Wirkung auf die Nerven, sorgt für Harmonie, Geborgenheit sowie als Inspiration des menschlichen Geistes.

  • Räuchermischungen

  • Perubalsam eignet sich hervorragend als Bestandteil von Räuchermischungen oder Räucherkerzen, da er alleine verräuchert eher kratzig wirkt und einen sehr starken Rauch entwickelt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Unter Papst Pius V. (1521) wurde Perubalsam als Ersatz für den knapp gewordenen Olibanum bzw. Mekkabalsam in der katholischen Liturgie (als Räucherwerk und im Salböl) eingesetzt.

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Anwendung als Heilmittel

Perubalsam verfügt in der Verwendung als Heilmittel über eine sehr lange Tradition. Bereits die Azteken setzten das Harz zur Wundheilung ein. Ebenso verwendeten die Maya den Balsam als Räuchermittel bei Erkrankungen wie Blasen- und Nierenkrankheiten, bei Erkältungen (als Dampfinhalation) sowie bei Menstruationsbeschwerden.

In der aktuellen Medizin wird Perubalsam bei Blasenentzündung, Flechten und anderen Hauterkrankungen, bei Krätze sowie als Wundheilmittel in Hämorrhoidenzäpfchen und Salben eingesetzt.

Weitere Verwendung

  • In der Kosmetik fand Perubalsam lange Zeit Verwendung in der Produktion von Parfüms (als fixierende Komponente), wurde aber mittlerweile aufgrund von allergischen Reaktionen durch andere Stoffe ersetzt.
  • Bei den Mayas wird die zerkleinerte Rinde des Baumes auch heute noch zum Aromatisieren von Rauchtabak verwendet.
  • Die in Panama lebenden Cuna-Indianer verwenden das duftende Holz zur Produktion von Perlen für Halsketten.
  • Ebenfalls wird er in der Lebensmittelindustrie als Zutat von Coca Cola sowie zur Herstellung von Kaugummi und Schokolade benutzt.
  • Außerdem wird das Harz als keimhemmender und pilzabtötender Zusatz sowie als Schutzmittel gegen Parasiten sehr geschätzt.
  • Vor der Entdeckung des synthetischen Vanillins wurde er bei einigen Schokoladen als Ersatzstoff für die echte Vanille eingesetzt.
  • Die Tabakindustrie nutzt Perubalsam als den Geschmack verbessernden Zusatz in Tabakwaren, da es die Zigarettenabhängigkeit fördert.
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Übersicht der Räucherharze

 

Quellen:

  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 262f.
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 210f.
  • Martinetz Dieter / Lohs, Karlheinz / Janzen, Jörg: Weihrauch und Myrrhe. Kostbarkeiten der Vergangenheit im Licht der Gegenwart; Berlin 1989, S. 32.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 128f.
  • Rätsch, Christian: Weihrauch und Copal. Räucherharze und -hölzer. Ethnobotanik, Rituale und Rezepturen; Baden und München 2004, S. 56f.