Pappel (populus spp.)

Pappel - Räucherpflanze / Räucherwerk


Was sind Pappeln?

Bei den Pappeln (populus spp.) handelt es sich um eine Gattung von Bäumen, die zur Familie der Weidengewächse (salicaceae) gezählt werden und in den gemäßigten Regionen von Asien, Europa und Nordamerikas vorkommen. Diese sommergrünen Bäume können eine Wuchshöhe von bis zu 45 m erreichen und gedeihen vornehmlich in Auenwäldern und an Flussufern.

Historische Bedeutung

Bereits im alten Griechenland wurden die Pappeln verehrt und fanden sich laut Homer in den heiligen Hallen der Persephone. Der Sonnengott Helios hatte zudem den Beinamen „Herr der Pappeln“, was die besondere Bedeutung dieses Baumes unterstreicht.

Pappel räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Pappel als Räucherwerk

Pappelknospen als Räucherwerk

  • ▸ Räucherduft

  • Das Harz und die Knospen der Pappel verbreiten beim Räuchern einen angenehm-balsamischen, schwer-süßlichen Duft, der zudem über eine festliche und leicht animalische Note verfügt.

  • ▸ Wirkung

  • Der Rauch hat eine beruhigende, entspannende sowie intuitionsstärkende Wirkung auf Körper und Geist. In der Räucherheilkunde wird die Pappel deshalb auch häufig bei Stress und Unruhe verräuchert.

  • ▸ Räuchermischungen

  • Das Pappelharz und die Pappelknospen eignen sich für eine Vielzahl von Räuchermischungen, können aber auch pur geräuchert werden. In Mischungen lässt es sich vor allem in Verbindung mit waldigen Düften wie u.a. Beifuß, Kiefer, Lärche, Mariengras oder Styrax hervorragend verräuchern.

  • ▸ Traditionelle Verwendung

  • Die harzhaltigen Pappelknospen wurden früher speziellen Räuchermischungen beigemischt, die zur Erzeugung eines Trancezustands verbrannt wurden.

  • ▸ Pappel-Arten zum Räuchern

  • Weiterführende Beiträge zu einzelnen Pappelarten, die sich gut zum Räuchern eignen:

    Neben diesen Arten, gibt es eine Vielzahl weiterer Pappelarten wie u.a.:

  • Balm-of-Gilead-Pappel (populus x jackii) → Nordamerika
  • Silberpappel bzw. Weißpappel (populus alba) → Europa, Russland, Nordafrika
  • Westliche Balsam-Pappel (populus trichocarpa) → Nordamerika

Einen guten und ausführlichen Überblick zu den unterschiedlichen Pappel-Arten bietet Kevin Johann in seinem Buch Gold der Bäume – Harze, Gummis und Balsame als Heilmittel und Räucherstoffe“* .

Im Handel können OpoponaxWerbung und andere Räucherstoffe u.a. in aufs Räuchern bzw. Räucherwerk spezialisierten Läden und Online-Shops käuflich erworben werden.


Pappel in der Volksmedizin

In der Naturheilkunde wird die Pappel schon seit langer Zeit als Heilpflanze bei gesundheitlichen Beschwerden wie Blasenleiden, Fieber, Gelenkrheuma oder Hämorrhoiden angewandt. Die nordamerikanischen Ureinwohner stellen aus den Knospen der Schwarzen Pappel eine Pappelsalbe (Unguentum) her, die sie bei Entzündungen und Verbrennungen auftragen. Die innere Rinde der Zitterpappel verwendeten die Indianer hingegen bei Husten sowie als Abführmittel. Die moderne Medizin nutzt die Rinde und Blätter der Pappel aufgrund der enthaltenen Salicylsäurederivate und Flavonoide, die u.a. eine entzündungshemmende, schmerzstillende und antibakterielle Wirkung haben.


Weitere Verwendungszwecke

  • Bereits seit der Antike werden Pappeln als Holzlieferant, zur Gewinnung von Brennstoff sowie als Einstreu für Tiere verwendet.
  • Heutzutage wird Pappelholz u.a. als Holzwolle für Verpackungszwecke, zur Herstellung von Streichhölzern, Paletten und Sperrholz oder auch zum Bau von Streichinstrumenten, Gitarren und Trommeln verwendet.
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Quellen:

  • Artikel „Pappel“; In: Heilkräuter-Seiten – Über 700 Heilpflanzen und ihre Heilwirkungen, URL: https://heilkraeuter.de/lexikon/pappel.htm (abgerufen am 06.11.2020)
  • Wenczel, Rita: Pappel; In: DAN Netzwerk Deutscher Apotheker GmbH, URL: https://www.apotheken.de/alternativmedizin/heilpflanzen/12728-pappel (Stand: 14.05.2019)
  • Johann, Kevin: Gold der Bäume – Harze, Gummis und Balsame als Heilmittel und Räucherstoffe; Engerwitzdorf/Mittertreffling (Österreich) 2020, S. 169ff.
  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 72f.
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