Copaivabalsam (copaive balsamum)

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Was ist Copaivabalsam?

Copaivabalsam (copaive balsamum, copaifera guyanensis, copaifera reticulata) ist das Harz des zwischen 10 und 20 Meter hohen Kopaiabaumes, der in tropischen Wäldern von Lateinamerika (Brasilien, Kolumbien und Venezuela) gedeiht und durch Anbohren der Baumstämme gewonnen wird. Dieser gehört zur Familie der Schmetterlingsgewächse. Das Harz hat eine hellgelbe Farbe und wird dunkler, je älter es wird. Der Balsam verfügt über eine dünn- bis dickflüssige Konsistenz, ebenfalls entsprechend seines Alters.

Copaivabalsam räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Kopaiabaum (Copaivabalsam) – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreitet der Copaivabalsam einen feinen balsamischen Duft mit einer leicht vanilligen und harzigen Note.

  • Wirkung

  • Der Rauch, welcher beim Verräuchern entsteht, verbreitet eine beruhigende und entspannende Wirkung auf den menschlichen Geist. Zudem soll er auch aphrodisisch wirken.

  • Räuchermischungen

  • Der Balsam wird häufig in Räuchermischungen zusammen mit Sandelholzpulver oder Zimtpulver vermischt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Traditionell verwendet man Copaivabalsam zu Heilungszeremonien, um negative und krankmachende Energien und zu neutralisieren. Aber auch in Liebes-Räucherungen findet das Harz häufig Verwendung.

Anwendung als Heilmittel

In Südamerika wird Copaivabalsam sowohl äußerlich als auch innerlich bei Haut- und Atemwegserkrankungen (als Schleimlöser), diversen Verletzungen sowie bei Problemen im Genitalbereich verwendet.

Dahingegen wird der Balsam in der europäischen Volksmedizin seit Jahrhunderten besonders als Heilmittel für Schleimhaut- und Geschlechtskrankheiten (u. a. bei Tripper), sowie zur Desinfizierung der Atemwege benutzt.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Copaivabalsam wird neben der Verwendung als Räuchermittel auch zur Produktion von Lackfirnissen, Pauspapier sowie in der Porzellanmalerei benutzt.

 

Übersicht der Räucherharze

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 212.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 234.
  • Wollner, Fred: Räucherwerk und Rituale. Die vergessene Kunst des Räucherns; Waltenhofen/Hegge 1992, S. 58f.