Amber (liquidambar styraciflua)

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Was ist Amber?

Amber – Räucherpflanze

Als Amber bzw. Amberbaum(liquidambar styraciflua, liquidambar orientalis, ambergris, picea succifera, succinum) wird ein dünnflüssiges und balsamartiges Baumharz bezeichnet, welches vom Amberbaum stammt. Dieser Baum gedeiht vornehmlich in Guatemala und Mexiko und gilt den dortigen Ureinwohnern als heilig. Aber auch das Stoffwechselprodukt des Pottwals ist unter dem Namen „Amber“ (zumeist „Ambra“ genannt) bekannt. Weitere Namen für Amber sind u. a. Buhur, Amerikanischer Styrax oder Liquidambar (aus dem Aztekischen für „Flüssiger Bernstein“).

Historische Bedeutung

Bereits im Alten Testament wird Amber als wertvolles Handelsgut der Karawanen erwähnt (vgl. Gen 37,25; Jer 8,22). Beim hier genannten Amber handelte es sich wahrscheinlich um Bernstein oder andere Harze. Nicht zu verwechseln ist Amber mit Ambra, einer Substanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen. Aufgrund des hohen Preises von echtem Ambra wird für Räucherungen in der Regel das Amberharz als Ersatzstoff verwendet.

Amber räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Amber-Harz als Rräucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen von Holz und Harz des amerikanischen Amber-Baumes wird ein intensiver balsamischer würzig-süßen Duft verbreitet.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Amber hat eine beruhigende, traumanregende und tröstende Wirkung auf den menschlichen Geist, weshalb er auch oft bei Unruhe und Traurigkeit zum Einsatz kommt.

  • Räuchermischungen

  • Besonders in Räuchermischungen zusammen mit weiteren Harzen und Kräutern lässt sich Amber hervorragend nutzen. Als Räuchermittel ist das Harz vor allem als Schutz vor Mücken und anderen Insekten sehr beliebt.

  • Harz der Bernsteinkiefer

  • Ebenfalls wird das Harz der Bernsteinkiefer (picea succinifera) als Amber bezeichnet. Dieses Harz verströmt beim Verbrennen einen warmen, honigartigen und balsamischen Duft, der eine animalische Note hat und an echtes Ambra erinnert. Er wird heute gerne als Ersatzstoff dafür verwendet. In Räuchermischungen lässt es sich hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie Adlerholz, Cassia, Costus, Damiana, Kalmus, Kardamom, Moschus, Piment, Poleiminze, Sage, Sandelholz, Sassafras, Styrax, Sweetgrass, Tonka und Zimt räuchern.

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Amberkraut als Ersatz:
Alternativ zum echten Amberharz kann auch das Kraut von Edel-Gamander (teucrium chamaedrys), auch Schafkraut genannt verwendet werden. Aufgrund seines ambraähnliches Duftes, den es beim Räuchern verströmt ist es stellt es einen hervorragenden Ersatz dar. Dieses Amberkraut riecht süßlich-balsamisch mit einer leichten Note nach Vanille und hat eine reinigende und desinfizierende Wirkung auf den menschlichen Geist. In Räuchermischungen lässt es sich  gut mit u. a. Benzoe, Copal, Damiana, Jasmin, Lavendel, Sandarak und Tolubalsam räuchern.

Anwendung von Amber als Heilmittel

Bei Kopfschmerzen wird es von zahlreichen Indianerstämmen als linderndes Räuchermittel eingesetzt. Außerdem findet es bei dem Schamanen der Maya zur Behandlung unterschiedlichster Hautkrankheiten Anwendung.

 

Übersicht der Räucherharze

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 166f.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 227f.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 38.
  • Rätsch, Christian: Weihrauch und Copal. Räucherharze und -hölzer. Ethnobotanik, Rituale und Rezepturen; Baden und München 2004, S. 19f.
  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 192.