Akazien (acacieae)

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Was sind Akazien?

Acacia melanoxylon (Schwarzholz-Akazie)

Die Akazien (tribus acacieae) gehören zur Unterfamilie der Mimosengewächse (mimosoideae) innerhalb der Hülsenfrüchtler (fabaceae), die ungefähr 1.400 verschiedene Arten umfasst. Die zumeist immergrünen Akazien-Arten zählen zu den Harthölzern und kommen häufig als Sträucher, seltener als Bäume vor. Alle Arten werden Akazien genannt, wobei auch die Robinien (robinia) häufig als Akazie (Scheinakazie) bezeichnet werden, obwohl sie einer anderen Unterfamilie der Hülsenfrüchtler angehören. Die Akaziengewächse gedeihen weltweit hauptsächlich in den subtropischen Klimazonen. Etliche dieser Arten bilden Gummiharze (bspw. acacia arabicum → gummi arabicum), die industriell und kulturell genutzt werden können.

Historische Bedeutung

Bereits im Altertum werden Akazien kulturell genutzt. So wird der Baum in der Bibel 24mal erwähnt, u.a. als Holzquelle zum Bau von Häusern (vgl. Ex 26,15). Auch bei dem Bau der berühmten Stiftshütte fand die Akazie Verwendung.

Akazien räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Akazien – Räucherpflanzen

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verströmen Blüten, Harz, Rinde und Wurzel einen leicht holzig-blumigen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Akazien hat eine aufheiternde und harmonisierende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • Die einzelnen Pflanzenteile der Akazien lassen sich in Räuchermischungen wie folgt verwenden:
    Harz: Das Harz kann gut mit Gewürzen, Blüten und anderen Räucherstoffen wie Costus, Kassia, Moschuskörnern, Mönchspfeffer, Narde, Rhododendron, Salbei, Sandelholz, Styrax, Tulsi, Wacholder oder Zeder gemischt werden.
    Rinde & Wurzel: Die Akazienwurzel sowie die Rinde lässt sich hingegen hervorragend mit Räucherpflanzen wie Besenginster, Costus, Hamamelis, Kalmus, Myrrhe, Narde, Rhododendron oder Sandelholz räuchern.
    Blüten: Die getrockneten Akazienblüten der Pseudoakazie (robinia pseudoacacia) hingegen können hervorragend mit Costus, Salbei, Sandelholz oder Wacholder geräuchert werden, wobei man sie langsam verdampfen lassen sollte, um das volle Aroma auszuschöpfen.

  • Traditionelle Verwendung

  • Besonders in Asien ist die Akazie als Räuchermittel weit verbreitet. So wird ihre Rinde in vielen Ritualen u. a. zur Abwehr von bösen Geistern und um die Götter gnädig zu stimmen verräuchert. In den Ländern Indien, Nepal und Tibet nutzt man das Harz für zeremonielle Räucherungen in hinduistischen Tempeln. Außerdem wird Akazie in Form von Mischungen bei den Totenverbrennungen der Hindus geräuchert.

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Anwendung als Heilmittel

Akazie als Räucherwerk

In der ayurvedischen Medizin wird seit alter Zeit das Akazienharz verwendet.

Ebenfalls wurden auch die Akazienblüten in der Volksmedizin schon im alten Ägypten Akazien genutzt, wo sie u. a. gegen Fieber, Krämpfe, Verstopfung und Zahnschmerzen eingesetzt wurden.

Aufgrund ihres sehr angenehmen Duftes werden die Akazienblüten auch gerne in Teemischungen oder als Tee benutzt.

Weitere Verwendungszwecke

  • Die Wurzelrinde der Akazie wird in den westafrikanischen Ländern als Zusatz für ein spezielles Bier namens „Dolo“ verwendet. Dieses wird aus Hirse mit Honigzusatz gebraut und dient traditionell als Trankopfer in Opferzeremonien.
  • In Asien wird das Akazienharz auch zur Herstellung der weit verbreiteten Betelbissen benutzt.
  • Etliche Akazien-Arten dienen auch als Zierpflanzen im Garten oder auf der Terrasse.
  • Ebenfalls wird auch das Holz von einigen Arten verwendet.
  • Die Akazienblüten werden zudem für die Zubereitung von Tee und als Sirupansatz benutzt aufgrund ihres süßen Geschmacks.
  • Ebenfalls verfügen einige Arten wie die süße Akazie (acacia farnesiana) über wohlriechende ätherische Öle, die u. a. in der Kosmetikindustrie als Duftstoff zur Herstellung von Parfüms benutzt werden.
  • Aufgrund ihres großen Anteils an Tanninen wird die Wurzelrinde der Akazie auch seit langer Zeit in der Gerberei genutzt.

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Übersicht der Räucherharze
 
Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 30f.
  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 116.