Weide (salix)

Weide - Räucherwerk

Was ist eine Weide?

Weide - Räucherpflanze

Weide – Räucherpflanze

Die Weide (salix), auch Sal-Weide, Felbern, Katzenbusch, Maiholz, Korbweide oder Weihbuschen genannt, ist eine Pflanzengattung mit etwa 450 Arten, die zur gleichnamigen Familie der Weidengewächse (salicaceae) gezählt wird. Die Bäume und Büsche dieser Gattung gedeihen vornehmlich in den nördlichen gemäßigten Zonen bis zur Arktis (wenige Arten gibt es auch in den Tropen) an Bächen, Flussufern und Seen. Je nach Art können diese Pflanzen eine Wuchshöhe von bis zu 30 m erreichen.
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Historische Bedeutung

Bereits in der Bibel werden Weiden erwähnt (u.a. Jes 44,3-4) und zählen zu den vier Arten von Bäumen, deren Zweige beim Laubhüttenfest verwendet werden (vgl. Lev 23,40).
Traditionell gilt die Weide als Hexenbaum und steht symbolisch für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt der Natur. Die Weidenzweige dienten zudem in der katholischen Kirche als Ersatz für die Palmenzweige (Palmbusch) am Palmsonntag.

Weide räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Weide als Räucherwerk

Weide als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreiten die getrockneten Holzspäne und Rinde der Weide einen leichten Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Weide hat eine stärkende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lassen sich die Weidenspäne hervorragend mit anderen Räucherstoffen (insbesondere Harze) wie u.a. Angelika, Beifuß, Boldo, Burgunderharz, Moschuskörner, Rose, Sage, Tolubalsam, Wermut oder Zeder mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • In früherer Zeit wurde die Weide in Europa bei Fruchtbarkeitsritualen am Palmsonntag verräuchert.

Anwendung als Heilmittel

Bereits in der Antike war Weide eine beliebte Volksmedizin und die pulverisierten Blätter werden bei Dioskurides zusammen mit Pfeffer und Wein als Verhütungsmittel erwähnt.

Der Weide wird eine blutgerinnende, entzündungshemmende, harntreibende, immunstärkende, schmerzstillende und schweisstreibende Wirkung nachgesagt und bei folgenden gesundheitlichen Beschwerden in Form von Bad, Einreibung, Tee, Tinktur, Bad, Umschlägen oder Waschungen eingesetzt:

  • Blasenentzündung,
  • Erkältungen,
  • Fieber,
  • Gicht,
  • Hühneraugen,
  • Kopfschmerzen und Migräne,
  • Rheuma,
  • Verdauungsstörungen,
  • Warzen

Besonders die pulverisierte Rinde wird als Fieber- und Rheumamittel benutzt.

Weitere Verwendungszwecke

  • Der Weidenbast wurde früher zur Herstellung von Fischernetzen und Seilen verwendet.
  • Weidenzweige (besonders die der Korb-Weide) sind traditionell der Werkstoff fürs Flechten und Binden (z.B. Körbe).
  • Früher dienten die Zweige zudem als wichtiger Stoff im Bauhandwerk zur Herstellung von Flechtwänden und als Bindemittel beim Weichdach aus Ried bzw. Stroh.
  • Heute kommen Weiden auch häufig in der Ingenieurbiologie zum Einsatz, wo sie zur Befestigung des Bodens (bspw. an Hängen mit Rutschgefahr) benutzt werden.
  • Außerdem dient das Holz etlicher Weidenarten in Europa als Industrie- und Schnittholz eingesetzt, wo es u.a. zur Produktion von Spanplatten, Spanholzformteilen, Schälfurnieren, Blindholz für Möbel verarbeitet wird.
  • Schließlich wird das Holz in der Zündholzindustrie verarbeitet.

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Übersicht der Räucherhölzer & Wurzeln
 
Quellen:

  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 170f.
  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 131.
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