Tormentill / Blutwurz (potentilla erecta)

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Was ist Tormentill (Blutwurz)?

Tormentill (potentilla erecta, potentilla tormentilla), auch Aufrechtes Fingerkraut, Blutwurz, Dilledapp, Heideckern, Natternwurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger oder Tormentillwurzel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse (rosaceae) und kann eine Wuchshöhe von bis zu 40 cm erreichen. Die krautige Pflanze gedeiht in den gemäßigten Zonen Europas und Nordamerikas. Die Tormentillwurzel wird von den Menschen schon seit vielen Jahrhunderten genutzt. Sie galt im Mittelalter u.a. als Bestandteil der Hexen- und Flugsalben.

Tormentill räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Tormentill (Blutwurz) – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreitet die getrocknete und zerkleinerte (pulverisierte) Wurzel einen feinen, holzig-süßen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Tormentill wirkt stärkend, klärend und beruhigend auf Körper und Geist. Er vertreibt Angst und Stress.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Blutwurz gut zusammen mit anderen Räucherstoffen wie u.a. Dammar-Harz, Johanniskraut, Tausendgüldenkraut oder Weihrauch kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die Tormentillwurzel wurde früher als Schutzmittel zur Abwehr von bösen Geistern und Zauberei geräuchert.

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Anwendung als Heilmittel

  • Früher galt die Blutwurz als blutstillendes Mittel und wurde u.a. von der heiligen Hildegard von Bingen als wirksames Mittel bei Bluthusten oder Nasenbluten beschrieben. Die Volksmedizin kennt die Tormentillwurzel in Form von Tee außerdem als Mittel zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
  • In der Phytotherapie gilt sie als Mittel, mit dem sich Magen- und Darmstörungen (z. B. Blähungen oder Durchfall) lindern lassen.

Weitere Verwendungszwecke

Früher wurde die Wurzel auch zur Gewinnung von Farbstoffen für die Herstellung von Tinte genutzt. Der blutrote Saft, der beim Anschneiden der Wurzel austritt, gab ihr auch den Namen „Blutwurz“.

Außerdem wird Tormentill in einigen Gebieten Deutschlands (Bayern) zur Herstellung von Likör (Blutwurzlikör) und Schnaps genutzt. Dieser werden nach dem Essen zur Anregung der Verdauung getrunken.

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Übersicht der räucherbarer Wurzeln, Hölzer und Rinden