Sassafras (sassafras albidum)

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Was ist Sassafras?

Sassafras (sassafras albidum), auch Fenchelholzbaum, Nelkenzimt genannt, ist ein sommergrüner Baum aus der Familie der Lorbeergewächse (lauraceae), der in Nordamerika beheimatet ist.

Kulturelle Bedeutung

Der Sassafrasbaum kann eine Höhe von bis zu 35 m erreichen und zählt zu den heiligen Bäumen der Indianer, wo er auch als Liebesbaum verehrt wird. Dem im Baum enthalteten Inhaltsstoff Safrol wird eine leicht halluzinogene und den Geschlechtstrieb anregende Wirkung nachgesagt.

Sassafras räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Sassafras – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmen das getrocknete Holz und die Rinde einen angenehmen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Sassafras hatte eine antreibende, entscheidungsfördernde, euphorisierende und stärkende Wirkung auf den menschlichen Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich die Pflanze hervorragend mit anderen Räucherstoffen wie u. a. Copal, Damiana, Eisenkraut, Fo Ti Tieng, Giftlattich, Kalmus, Katzenminze oder Muira Puama mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • Bereits seit vielen Jahrhunderten wird das Holz als Räuchermittel von den nordamerikanischen Indianern in ihren Ritualen und Zeremonien eingesetzt.

Anwendung als Heilmittel

In der Volksmedizin findet Sassafras traditionell bei Gicht, Menstruations- und Nierenbeschwerden sowie bei Rheuma Anwendung. Als Räucherheilmittel kommt die Pflanze bei Antriebslosigkeit und geistiger Schwäche zum Einsatz.

Vorsicht! Sassafras gilt als schwach giftig und krebserregend, darum sollte die Pflanze nicht innerlich eingenommen werden, auch wenn es in früheren Zeiten in Form von Tees etc. getrunken wurde.

 

Übersicht der räucherbaren Hölzer und Rinden

 

Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 188f.
  • Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung; Aarau (Schweiz) 1999.