Sarsaparilla / Anantmul (hemidesmus indicus)

Sarsaparilla (hemidesmus indicus, periploca indica), auch Anantmul, Anantamula (Sanskrit), Dugdhgarbhaa, Dhawalasariva, Gopa, Gopi, Kapuuri, Shveta Saarivaa, Stechwinde oder Utpalsaarivaa genannt, ist eine kletternde Efeupflanze aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (asclepiadaceae), die zu den Hundsgiftsgewächsen (apocynaceae) zählt.

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Die Pflanze gedeiht in ganz Indien und Sri Lanka. Aufgrund des hohen Cumarinanteils in der Wurzel duftet diese besonders stark.

Sarsaparilla räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Sarsaparilla – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreitet das Harz sowie das getrocknete, zerkleinerte Holz und die Wurzel bzw. Wurzelrinde einen süss-vanilliger Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch des Holzes hat eine anregende und stimulierende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • Die Pflanze lässt sich sowohl pur als auch in Räuchermischungen verräuchern. In Mischungen wird sie dazu traditionell mit Blauem Lotus, Färberdistel oder Tulsi vermengt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Sarsaparilla wird oft als Hilfsmittel zur Meditation geräuchert.

Anwendung von Anantmul als Heilmittel

  • In der Volksmedizin wird die Sarsaparilla-Wurzel aufgrund ihrer abführenden, antipyretischen, bluteinigenden, schweißtreibenden und schleimlösenden Eigenschaften u. a. zur Behandlung von Asthma, Bronchitis, Hämorrhoiden, Harnzwang, Hauterkrankungen, Lepra, rheumatischen Beschwerden genutzt.
  • Die Ayurveda-Heilkunde kennt Sarsaparilla (Wurzel) zudem als Mittel bei Appetitlosigkeit, Fieber sowie bei Ernährungs- und Hautproblemen. Ebenfalls gilt die Pflanze als Stärkungsmittel. Daneben wird Sarsaparilla im Ayurveda auch als beruhigendes, schlafförderndes Mittel (fördert Träume) sowie als Aphrodisiakum bzw. zur Steigerung der Potenz eingesetzt. Im Handel ist Anantmul häufig in Form des Iramusu-Tees erhältlich.
  • Die Blätter der Pflanze sollen besonders bei Erbrechen, Leukoderma und Wunden helfen. Der Milchsaft wird hingegen bei Bindehautentzündung verwendet. Die Zweige haben eine abführende und schweißtreibende Wirkung, weshalb sie u. a. zur Behandlung von Entzündungen, Gebärmutterproblemen, Husten, Leberleiden, Leukoderma oder Nierenleiden verwendet werden.
  • In der modernen Medizin wird Anantamula auch zur Behandlung von Geschwüren, gegen Entzündungen und bei Syphilis verabreicht. Die Pflanze gilt offiziell als antimykotisch, antiviral, bakterienhemmend, entzündungshemmend, krampferzeugend, steinhemmend und tumorhemmend.

Weitere Verwendungszwecke

Die Wurzel von Sarsaparilla wird aufgrund ihres süßen Geschmacks auch in der Nahrungsmittelindustrie zu einer Paste verarbeitet, die dann häufig als Brotaufstrich dient.

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Übersicht räucherbarer Hölzer, Rinden und Wurzeln

 
Quellen:

  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 76.