Sadebaum (juniperus sabina)

Der Sadebaum (sabina officinalis garke, juniperus sabina) ist eine Pflanze, die zur Familie der Zypressengewächse (cupressaceae) gezählt wird. Andere Namen für den Sadebaum sind Glückskraut, Jungfernpalme, Lebensbaum, Satelsbaum, Sebenbam, Sefler, Sefenbaum, Sefel, Segelbaum, Segenbaum, Seve, Sevi, Siebenbaum, Söven, Stink-Wacholder, Verboddän Buhm oder Stinkholz. Der Strauch kann eine Höhe von bis zu fünf Meter erreichen.

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Historische Bedeutung

Die alten Griechen weihten den Baum der Artemis, der Göttin der Jagd. Seit der Antike wurden Triebe und Zweigspitzen zur Durchführung von Abtreibungen („Kindmord“, „Jungfernpalme“) benutzt. Aus diesem Grund bekam der Sadebaum im Zuge der Christianisierung einen schlechten Ruf und sein Anbau wurde weitestgehend verboten. Andererseits galt der Sadebaum aber auch als ein Hexen vertreibendes Mittel, Schließlich soll er eine Zutat der berüchtigten Hexen-Flugsalbe gewesen sein.

Sadebaum räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Sadebaum – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verströmt das gerebelte Holz des Sadebaums einen weißen angenehmen Duft, der eine Note von Wacholder und Zeder hat.

  • Wirkung

  • Der Rauch, der beim Verräuchern von Holz des Sadebaums entsteht, hat eine reinigende und klärende Wirkung auf den menschlichen Geist. Der Rauch wirkt zudem desinfizierend.

  • Räuchermischungen

  • Besonders für Räuchermischungen eignet sich Sadebaum hervorragend zusammen mit anderen Räucherstoffen wie Elemi, Galbanum, Labdanum, Lavendel, Mastix, Rosmarin oder Sandelholz.

  • Traditionelle Verwendung

  • Schon bei den Römern galten die Zweigspitzen des Sadebaums als ein beliebtes Räuchermittel und wurden u.a bei Opferzeremonien zusammen mit Eisenkraut, Lorbeer, Salbei oder Thymian verbrannt. In der Mongolei und Sibirien verwenden ihn die Schamanen als Räucherstoff zur Einleitung in den schamanischen Trancezustand, indem sie den Rauch tief inhalieren.

Achtung! Der Sadebaum ist giftig und sollte nicht innerlich eingenommen werden. Er kann böse Vergiftungen hervorrufen, die unter Umständen tödlich sein können.

Anwendung als Heilmittel

In der Volksmedizin wurde der Sadebaum in früheren Zeiten äußerlich bei Warzen angewandt.

 

Übersicht der Räucherhölzer