Mandrake (podophylum peltatum)

Bei Mandrake (podophylum peltatum, podophylum emodi), auch Amerikanischer Maiapfel, American Mandrake, Entenfuß, Maiapfel oder Schildförmiges Fußblatt bezeichnet, handelt es sich um eine krautige Pflanze aus der Familie der Berberitzengewächse (berberidaceae). Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 2 m erreichen und gedeiht in den schattigen Laubwäldern des östlichen Nordamerika.

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Kulturelle Bedeutung

Der Name „Mandrake“ kommt von der englischen Bezeichnung der Alraune, denn die nordamerikanischen Indianer verwendeten die Wurzel von Maiapfel früher häufig als Amulett oder Medizin. Auch heute noch wird die Wurzel im nordamerikanischen Voodoo-Kult in Liebeszauber-Zeremonien sowie als Talismann (für Reichtum, als Schutz vor bösen Geistern und Zauber aller Art) eingesetzt.

Mandrake räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Mandrake – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreitet die getrocknete und zerkleinerte Wurzel einen erdigen Geruch.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Maiapfel hat eine euphorisierende und stimulierende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich die Pflanze hervorragend mit anderen Räucherstoffen wie u. a. Damiana, Pericon, Schachtelhalm, Sinicuiche, Stachelmohn oder Styrax verräuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die indianischen Medizimänner setzten die Wurzel als Räuchermittel in ihre Ritualen zur Kommunikation mit den Geistern ein, wobei sie hierzu in Trance fielen.

    In den südostasiatischen Ländern wird aus der Pflanze zusammen mit anderen Räucherpflanzen ein psychoaktives Räucherwerk hergestellt.

Anwendung als Heilmittel

Die nordamerikanischen Indianer nutzen die Mandrakewurzel schon seit langer Zeit als Mittel zum Abführen, Erbrechen und gegen Parasiten (Würmer), wobei der enthaltene Wirkstoff Podophyllum (Harz) für diese Wirkung verantwortlich ist. Zudem verfügt die Pflanze über eine gallentreibende Kraft.

Die moderne Medizin nutzt den Wirkstoff Podophyllotoxin als Rohstoff zur Behandlung von Krebspatienten in der Chemotherapie.

Vorsicht! Die Pflanze gilt als giftig. Die innerliche Einnahme der Wurzel kann Erbrechen, Durchfall, Geschwüre, Koordinationsstörungen, Koma, Magenkrämpfe, Nierenentzündung und Unruhe hevrorrufen. Der Staub der pulverisierten Wurzel kann zudem eine Bindehautentzündung und eine Entzündung der Augenhornhaut auslösen.

Weitere Verwendungszwecke

  • Mandrake wird mittlerweile auch als Zierpflanze in vielen Gärten und Parks kultiviert.
  • Ebenfalls wird die Pflanze als Rauchmittel genutzt.
  • In Indien wird aus den Mandrake-Samen zudem ein alkoholhaltiges Getränk hergestellt.
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Übersicht räucherbarer Wurzeln

 

Quellen:

  • Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung; Aarau (Schweiz) 1999.