Löwenzahn (taraxacum officinalis)

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Was ist Löwenzahn?

Löwenzahn - Räucherpflanze

Löwenzahn – Räucherpflanze

Beim Löwenzahn (taraxacum officinalis), auch als Butterblume, Häälestock, Hundeblume, Hundsblume, Kuhblume, Pissblume, Pusteblume, Söiblueme oder Sonnwendlig bezeichnet, handelt es sich um eine krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (asteraceae), die bis zu 30 cm groß werden kann. Seinen Ursprung hat er in Europa und Westasien, ist aber mittlerweile auch auf den anderen Kontinenten anzutreffen. Löwenzahn gedeiht in Gärten, auf Wiesen und an Wegesrändern. Es gibt für ihn über 500 unterschiedliche Namen für den Löwenzahn, wobei sich seine Hauptbezeichnung auf die zahnförmigen Blattränder zurückführen lässt. Der lateinische Name „Taraxacum“ leitet sich aus dem arabischen Wort „tarakshaqum“ ab, was „bitteres Kraut“ bedeutet.

Kulturelle Bedeutung

In den verschiedenen Kulturen wurde Löwenzahn entsprechend unterschiedlich verwendet:

Löwenzahn gilt in Europa seit alter Zeit als Schutzpflanze vor bösen Geistern und Zauberei. Ebenfalls gilt er als Liebespflanze, denn der Löwenzahnmilch (Pflanzensaft) wird eine aphrodiserende Wirkung nachgesagt.

In Nordamerika wurden die getrockneten Blätter von den Indianern bei schamanischen Ritualen geraucht, allerdings erst nachdem die Europäer die Pflanze dort eingeschleppt hatten. Nicht umsonst wurde der Löwenzahn von den Indianern als „Fussstapfen des weißen Mannes“ bezeichnet.

Die christliche Mythologie kennt Löwenzahn als „Marienpflanze“, die Jungfrauengeburt symbolisiert, weil sie sich ohne Staubbeutel und Narben fortpflanzt.

Löwenzahn räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Löwenzahn als Räucherwerk

Löwenzahn als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmt die getrocknete und zerkleinerte Wurzel vom Löwenzahn einen herben und krautigen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Löwenzahn hat eine aufhellende und entspannende Wirkung auf den menschlichen Geist. Zudem wirkt sie unterstützend bei Meditationen.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Löwenzahn sehr mit anderen Räucherstoffen wie u.a. Huflattich, Leberkraut, Knabenkraut, Spitzwegerich, Schafgarbe oder Weißdorn mischen. Schon im Altertum wurde er mit anderen Räucherpflanzen als Schutz vor bösen Geistern und Zauberei geräuchert.

  • Traditionelle Verwendung

  • In Europa wurde Löwenzahn in der Nacht vor Allerheiligen (Samhain) als Schutz vor bösen Geistern und Zauberei verräuchert. Ebenfalls wurde er als Orakelpflanze genutzt sowie bei Totenbeschwörungen geräuchert. Auch wurde dem Rauch von Löwenzahn eine desinfizierende Wirkung zugesprochen.

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Anwendung als Heilmittel

Schon die Ayurveda-Medizin in Indien nutzt den Löwenzahn, der dort hauptsächlich in den Bergregionen gedeiht, seit Jahrtausenden als Mittel zur Entgiftung. Ebenso wird er in China schon lange Zeit als Heilmittel für Infektionen der Harnwege genutzt.

Im Mittelalter wurde der Löwenzahn ebenfalls als Heilpflanze verwendet und der berühmte perische Arzt Avicenna setzte ihn als Heilmittel bei verschiedenen Beschwerden wie Durchfall, Fieber, Galle- und Leberleiden, Gliederschmerzen oder Seitenstechen.

In der Volksmedizin gilt Löwenzahn als harntreibendes und verdauungsanregendes Mittel. Deshalb wird er seit langer Zeit zumeist in Form von Tee u.a. als Abführmittel, bei Appetitmangel, Diabetes, Ekzemen, Gallensteinenoder oder Verdauungsbeschwerden (mit Völlegefühl und Blähungen) eingesetzt. Zudem gilt Löwenzahn als Mittel zur Linderung von Gicht und Rheuma. Auch in der Homöopathie wird Löwenzahn bei Lebererkrankungen und Verdauungsbeschwerden genutzt.

Mittlerweile ist erwiesen, dass der Löwenzahn über eine blutreinigende Wirkung verfügt. Als wichtigste Wirkstoffe gelten die Bitterstoffe. Außerdem hat er eine belebende Wirkung auf den Körper und regt nachweislich Blase, Galle, Leber, Nieren sowie die Verdauung an. Die Blätter haben einen hohen Vitamin C Gehalt.

Weitere Verwendungszwecke

Grundsätzlich sind die Blüten, Blätter und Wurzeln von Löwenzahn ess- bzw. trinkbar:

  • Früher wurden die getrockneten Löwenzahnwurzeln auch zur Herstellung von Kaffee-Ersatz verwendet.
  • Ebenfalls lässt sich aus allen Teilen Tee machen.
  • Aus den gelben Blüten lässt sich zudem ein Gelee oder honigähnlicher Sirup herstellen, der sich hervorragend als Brotaufstrich verwenden lässt.
  • Die jungen Blätter von Löwenzahn (ähnlich wie Rucola) werden gerne für Salat (auch „Röhrlsalat“ genannt) benutzt.

Als Nahrung von Tieren findet Löwenzahn ebenfalls Anwendung.

Zeitweise wurde Löwenzahn auch als Kautschukersatz verwendet und aktuell wird wieder an einer solchen Nutzung als Alternative zum Naturkautschuk geforscht.

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Übersicht der Räucherwurzeln