Lärche (larix decidua)

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Was ist eine Lärche?

Lärche (Nadeln) – Räucherpflanze

Die Lärchen (larix decidua), auch Lorchbaum, Lörbaum, Schönholz genannt, sind sommergrüne Bäume, die zur Familie der Kieferngewächse (pinaceae) gehören. Sie können je nach Art eine Wuchshöhe von bis zu 50 Metern erreichen. In Europa ist die verbreitetste Art die Europäische Lärche (larix decidua). Weltweit gibt es etwa 20 Unterarten der Lärche, die hauptsächlich auf der nördlichen Halbkugel gedeihen (u. a. Europa, Nordamerika, Sibirien).

Kulturelle Bedeutung

Der Legende nach gelten Lärchen als Bäume (Ruhe- und Tanzplätze) der Bergfeen. Aus diesem Grund wurden sie in der Alpenregion häufig als Hausbäume angepflanzt, um den Feen eine Wohnstatt zu schaffen.

Lärche / Lärchenharz räuchern – Nutzung als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmen Harz, Holz (Späne) und Nadeln einen feinen, edlen und würzigen Duft, der mit einer holzigen Note versehen ist.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Lärche hat eine anregende, kräftigende sowie die Wahrnehmung schärfende Wirkung auf den menschlichen Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen wird Lärche zumeist mit Harzen gemischt, da dies ein gutes Aroma gibt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die Lärche diente den Menschen schon seit der Urzeiten als Mittel für Räucherungen (Holz, Harz, Nadeln) zu rituellen Zeremonien (u. a. diverse Feste, Frühlingsrituale). Das Räuchern von Lärchen-Harz wurde dabei häufig für Glücksräucherungen genutzt.

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Anwendung als Heilmittel

Lärche als Räucherwerk

In der Volksmedizin galt das Lärchenharz als hilfreiches Mittel bei Krämpfen, Erkältungen und chronischem Schnupfen verräuchert, da es sowohl krampflösend als auch schleimlösend wirken soll. Außerdem wurde das Harz bei gesundheitlichen Beschwerden wie Durchfall, inneren Blutungen, Gallensteinen, Hauterkrankungen, Nierenkoliken, bei Würmern sowie als harntreibendes Mittel eingesetzt. In vergangenen Zeiten wurde das Lärchenharz zur Verwendung für medizinische Zwecke auch als „Venetionisches Terpentin“ (Haupthandelsplatz war in früher Venedig) bezeichnet.

Die Nadeln galten zudem als Heilmittel bei Zahnschmerzen und wurden dazu in Essig gekocht. Die gemahlene Rinde wendete man hingegen oft bei eitrigen und schlecht heilenden Wunden an.

Weitere Verwendungszwecke

Das Holz der Lärche wird häufig als Bauholz (u. a. für Bootsbau, Brücken- bzw. Wasserbau, Dachtragewerke, Innenausbau oder Wand- und Deckenkonstruktionen) genutzt und Möbelholz verwendet und in seltenen Fällen auch als Brennholz.

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Übersicht der Räucherhölzer & Wurzeln

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 37f.
  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 126f.