Kostus / Kostwuswurzel (saussurea costus)

Kostus (saussurea costus, sassura lappa C.B. Clarke) ist eine krautige Pflanze, die zur Familie der Korbblütengewächse (asteraceae) gehört und in Höhen von 2.500 und 4.000 m wächst. Ihr Herkunftsgebiet ist Nordindien (Himalayagebirge, Kaschmir) und Nepal, wo sie in großer Zahl gedeiht. Kostus kann eine Höhe von bis zu 3 bis 4 Metern erreichen. Weitere Bezeichnungen für Kostus sind Königswurz, Königsbalsam (wuchs bereits im Kräutergarten Karls des Großen), Kostwurz oder Pushkara (im Sanskrit).

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Kulturelle Bedeutung

Über China und Arabien gelangte die Pflanze auch nach Europa und wurde bereits in der Antike als „kostos“ (κόστος) von Kaschmir bis nach Griechenland und Rom gehandelt. Hauptsächlich das Rhizom dieser Heilpflanze wird verwendet.

Kostuswurzel räuchen – Nutzung als Räucherwerk

Kostus-Wurzel als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verströmt die getrocknete und zerkleinerte Kostuswurzel einen sehr schweren veilchenähnlichen holzig-aromatischen Duft mit einer animalisch-erdigen Note.

  • Wirkung

  • Der Rauch von geräucherter Kostuswurzel hat eine beruhigende, entspannende und entkrampfende Wirkung auf den menschlichen Geist. Zudem wirkt der Rauch aphrodisierend.

  • Räuchermischungen

  • Seit jeher gilt Kostus als wichtige Zutat für Räuchermischungen und wurde bereits bei den alten Arabern für Liebesräucherungen genutzt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die fein zeriebene Wurzel dient besonders in Indien, Japan und Tibet häufig als Basisstoff für Räucherkegel und Räucherstäbchen.

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Anwendung als Heilmittel

Kostus – Räucherpflanze

Die Volksmedizin kennt Kostus als Heilpflanze schon seit langer Zeit und wird seit über 2.500 Jahren genutzt, wobei besonders die heilkräftige Wurzel sowie das aromatische Wurzelöl verwendet werden. In der Ayurveda-Medizin dient die Pflanze als Stärkungsmittel und wird bei gesundheitlichen Problemen wie Krämpfen, Verdauungserkrankungen, Appetitlosigkeit sowie als antiseptisches Mittel für Hauterkrankungen eingesetzt. Zudem ist die Kostuswurzel im Ayurveda auch ein beliebtes Aphrodisiakum.

Außerdem wurde die Wurzel in der traditionellen Medizin Asiens auch bei chronischen Entzündungen wie Arthritis und chronischer Gastritis sowie bei Atemwegserkrankungen (u. a. Asthma und Bronchitis) verabreicht.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • Die Römer nutzten Kostus auch als Beigabe für stark gewürzte Getränke wie Absinth, eine Würzsoße sowie als Grillgewürz, wie Rezepte aus dem Apicius-Kochbuch belegen.
  • Die Kosmetikindustrie nutzt das Kostuswurzelöl als Duftstoff in Parfüms, aufgrund seiner animalisch-moschusartigen Note.
  • Schließlich wird der Geruch von Kostus auch zur Abwehr von Ungeziefer eingesetzt.
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Übersicht der Räucherwurzeln

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 241f.
  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 118.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 153.