Jatoba (hymenea courbaril)

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Was ist Jatoba?

Jatoba als Räucherpflanze

Jatoba (hymenea courbaril) ist ein immergrüner zylindrischer Baum der Gattung Hymenaea. Diese werden auch als Animebäume, Brasilkirschen, Heuschreckenbäume, Lokustbäume sowie Südamerikanische Kirschen bezeichnet und gehören zur Familie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinaceae, Leguminosen). Jatoba wird in Bolivien auch unter der Bezeichnung Paquió bzw. Paquirc geführt und in den Guyanas als Courbaril. Weitere einheimische Namen sind Abati, Algarobo, Algarrobo, Azucar-Huayo, Brasilian Cherry, Copal, Fainheira, Guapinol, Jutahy, Locust oder Rode Locus. Es gibt ca. 15 Arten von Hymenaea, wobei die meisten in Mittel- und Südamerika, insbesondere im brasilianischen Regenwald gedeihen. Die Bäume können eine Höhe von 25 bis 35 m erreichen.

Jatoba räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verströmen die klein geschnittene und getrocknete Rinde sowie das Harz einen erfrischenden Duft, der Weihrauch ähnlich ist.

  • Traditionelle Verwendung

  • Aufgrund seiner Ähnlichkeit zu Weihrauch ist das Jatoba-Harz, welches auch Copal genannt wird, in Lateinamerika als Kirchenweihrauch zugelassen.

    Das Harz wird von den Schamanen einiger Indio-Stämme in Kolumbien als rituelles Räuchermittel benutzt, um in den Trancezustand zu gelangen. Ebenso wurde und wird es von den Inkas bzw. deren Nachfahren (Quechua) zur Speisung der Götter als Opfergabe in einer speziellen Zeremonie verbrannt. Diese räuchern es außerdem zu divinatorischen Ritualen (Wahrsagen).

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Anwendung als Heilmittel

Jatoba (Copal) – Harz zum Räuchern

Die peruanischen Shipibo-Indianer nehmen Jatoba-Rinde innerlich als Medizin bei unterschiedlichen Beschwerden ein, wohingegen die Calawayas (Wanderärzte der Anden) das Harz als Inhalationsmittel u. a. bei Kopfschmerzen und Schlangenbissen nutzen.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

  • als Tee: Die Bewohner des Regenwaldes benutzen Jatoba schon sehr lange als Rindentee. Dieser ermöglicht den Arbeitern und Bauern lange Zeit ohne Ermüdungserscheinungen arbeiten zu können.
  • das Holz dient aufgrund seiner Härte und harmonischen Färbung als Baumaterial, so u. a. für folgende Zwecke: Brückenbau, Drechseln, Furnierholz, Holzfässer, Inneneinrichtungen, Konstruktionsholz, Möbel, Musikinstrumente, Parkett, Parkmobiliar, Profilleisten, Schiffsbau, Skulpturen, Treppen, Werkzeuge

 

Übersicht der Räucherhölzer, Rinden & Wurzeln

 

Quellen:

  • Rätsch, Christian: Weihrauch und Copal. Räucherharze und -hölzer. Ethnobotanik, Rituale und Rezepturen; Baden und München 2004, S. 44.